Kunsthistorisches Museum Wien

Faras - Die Kathedrale aus dem Wüstensand - Christliche Fresken aus Nubien

23. Mai bis 15. September 2002 Eine Sonderausstellung des Kunsthistorischen Museums in Wien im Rahmen des Polnischen Jahres in Österreich

    Wien (ots) - Kunsthistorisches Museum, Sonderausstellungssaal Wien I, Maria Theresien-Platz

    Pressekonferenz am Mittwoch dem 22. Mai 2002, um 10.30 Uhr

    Das "Wunder von Faras" nannten polnische Archäologen die christlichen Fresken aus der Kathedrale von Faras (heutiger Sudan), als sie diese im Zuge einer archäologischen Rettungsaktion freigelegt hatten.

    Mit dem Bau des Assuan-Staudammes drohten zahlreiche, am Nilufer gelegene antike Bauwerke in den Fluten des Stausees zu versinken. Dank einer internationalen Zusammenarbeit unter der Schirmherrschaft der UNESCO gelang es jedoch, einige bedeutende Anlagen vor dem endgültigen Untergang zu schützen.

    So übernahm in den Jahren 1960 - 1964 ein Team vom Institut für Mittelmeerarchäologie der Universität Warschau unter der Leitung von Prof. Dr. Kazimierz Michalowski die Ausgrabungen in dem kleinen Dörfchen Faras.

    Im Laufe der Ausgrabungen stiess man auf eine verschüttete Kathedrale und darin auf über 120 Wandmalereien. Die Fresken des 8. bis 12. Jahrhunderts stellen einen besonderen Höhepunkt in der Qualität dar und beweisen, dass Faras der massgebende künstlerische Mittelpunkt im Norden des christlichen Nubiens war.

    Seit dem Jahre 1964 besitzt das Nationalmuseum in Warschau eine Sammlung von 67 dieser Wandbilder. Die Sammlung gilt als einzigartig und ist bereits weltweit bekannt.

    Über 70 Objekte, gut erhaltene Wandmalereien, Steinfriese, Stelen und Grabbeigaben aus dem Nationalmuseum in Warschau werden ab Mai im Kunsthistorischen Museum zu sehen sein. Sie geben einen profunden Einblick in das christliche Kunstschaffen des 8. bis 12. Jahrhunderts im nordnubischen Königreich Nobatia.

ots Originaltext: Kunsthistorisches Museum
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