Internationale Stiftung E. Balzan

Balzanpreise 2000 verliehen

Balzanpreise 2000 verliehen
Abdul Sattar Edhi
Rom (ots) - Der italienische Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi hat im Rahmen einer feierlichen Zeremonie in der Accademia die Lincei die Balzanpreise 2000 überreicht. Die Internationale Stiftung E. Balzan hat den weltweit höchst dotierten Friedenspreis (2 Millionen Franken) an Abdul Sattar Edhi aus Pakistan verliehen. Edhi gilt als Mutter Theresa des Islam, da er seit 50 Jahren humanitäre Hilfe in Pakistan und der Dritten Welt leistet. Die weiteren Balzanpreise in der Höhe von je Fr. 500'000.- wurden an vier Gelehrte von internationalem Rang verliehen. Der Preis für "Klassisches Altertum" geht an den Engländer Martin Litchfield West, der zu den bedeutendsten lebenden Philosophen zählt. Die Auszeichnung für "Rechtsgeschichte vom 16. Jahrhundert bis heute" geht an den deutschen Gelehrten Michael Stolleis, Direktor des Max-Planck-Instituts für europäische Rechtsgeschichte. Im Fachbereich "Umweltwissenschaften" wird der Finne Iikka Hanski, Professor der Zoologie an der Universität Helsinki geehrt. Der vierte Balzanpreis geht in die Schweiz und betrifft das Gebiet "Instrumentation und Technik der Astronomie und Astrophysik". Michel G.E. Mayor, Professor der Astronomie an der Universität Genf und Direktor des Observatoriums Genf heisst hier der Gewinner. Balzanpreise Die Balzan-Stiftung ist 1956 in Lugano von Angela Balzan gegründet worden. Sie ist die Tochter des italienischen Publizisten Eugenio Balzan, der beim "Corriere della Sera" vom Korrektor bis zum Chefredaktor und Inhaber aufgestiegen ist. Während der faschistischen Diktatur suchte Balzan Zuflucht in der Schweiz, wo er bis zu seinem Tod wohnte. Die Balzan-Stiftung verleiht jährlich 2 Millionen Franken für wissenschaftliche und künstlerische Leistungen von überragender Qualität. In unregelmässigen Abständen wird ausserdem ein Friedenspreis vergeben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Luigi Cavalli-Sforza (weltbekannter Experte auf dem Gebiet der genetischen Vielfalt, 1999), Mutter Teresa (1978) und Paul Hindemith (1962) und der diesjährige Nobelpreisträger für Chemie Alan J. Heeger (1995). obs Originalbild: www.newsaktuell.ch/d/galerie.htx?typ=obs ots Originaltext: Internationale Stiftung E. Balzan Im Internet recherchierbar: www.newsaktuell.ch Rückfragen: Internationale Stiftung E. Balzan, Claridenstrasse 35, 8002 Zürich, Tel. +41 1 201 48 22, Fax +41 1 201 48 29, Internet: www.balzan.it. [ 010 ]
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