Pro Infirmis Schweiz

Gleiche Rechte f├╝r Behinderte - jetzt

Zwei der gr├Âssten Organisationen im Behindertenwesen sagen Ja zur Volksinitiative ┬äGleiche Rechte f├╝r Behinderte"

    Z├╝rich (ots) - Pro Infirmis Schweiz, die Fachorganisation f├╝r behinderte Menschen und AGILE, die Dachorganisation der Behindertenselbsthilfe Schweiz empfehlen dem Initiativkomitee, die Volksinitiative ┬äGleiche Rechte f├╝r Behinderte" zur Abstimmung zu bringen. Damit haben zwei der gr├Âssten Organisationen im schweizerischen Behindertenwesen schon heute ihre Unterst├╝tzung f├╝r das Volksbegehren angek├╝ndigt. Die Initiative d├╝rfte voraussichtlich im n├Ąchsten Mai zur Abstimmung kommen.

    Die Volksinitiative, die im Jahre 1999 eingereicht wurde, verlangt, dass verbindliche Gleichstellungs-Grunds├Ątze f├╝r Behinderte und Nichtbehinderte in der Verfassung festgeschrieben werden. Damit w├╝rde neben dem Diskriminierungsverbot, das bereits in der Bundesverfassung verankert ist auch ein Gleichstellungsgebot darin aufgenommen. Die heute geltenden Bestimmungen sind in Bezug auf den Zugang zu ├Âffentlichen Bauten, die Integration in die Arbeitswelt oder den Zugang zu privaten Dienstleistungen ungen├╝gend. Das Behinderten-Gleichstellungsgesetz wurde vom Bundesrat als indirekter Gegenvorschlag zur Volksinitiative in Auftrag gegeben. Die Behinderten und ihre Organisationen bezeichnen das Gesetz zwar als Schritt in die richtige Richtung, sie kritisieren aber die ungen├╝gende Tragweite des Gesetzes. Daran wird auch das Differenzbereinigungsverfahren, das voraussichtlich in der Herbstsession ├╝ber die B├╝hne geht, nichts mehr ├Ąndern.

    Die beiden grossen Organisationen der Fach- und der Selbsthilfe sind der ├ťberzeugung, dass die schweizerische ├ľffentlichkeit das Gebot der Gleichstellung behinderter Menschen und damit die Volksinitiative unterst├╝tzen wird. ┬äFreier Zugang f├╝r Behinderte ist auch f├╝r einen grossen Teil der nicht behinderten Bev├Âlkerung, z.B. ├Ąltere Menschen sowie M├╝tter und V├Ąter mit Kindern, eine grosse Erleichterung," sagt Barbara Marti, Gesch├Ąftsf├╝hrerin von AGILE. Mark Zumb├╝hl von Pro Infirmis erg├Ąnzt: ┬äBei der Gleichstellung Behinderter darf nicht ausschliesslich nach wirtschaftliche ├ťberlegungen entschieden werden. Es geht um Menschenrechte, nicht um Wirtschaftlichkeit".

    Pro Infirmis Schweiz betreibt in allen Landesteilen 50 Gesch├Ąfts- und Beratungsstellen. J├Ąhrlich profitieren rund 18'000 Menschen mit Behinderungen von umfangreichen, kostenlosen Dienstleitungen. AGILE ist die Dachorganisation von insgesamt 45 Selbsthilfeorgansiationen mit rund 53'000 behinderten Mitglieder und ihren Angeh├Ârigen. Diese umfassen s├Ąmtliche Behinderungsarten (K├Ârperbehinderung, Sinnesbehinderung, geistige und psychische Behinderung sowie Langzeitkranke).

    Der Wortlaut der Initiative

    Die Volksinitiative vom 18. April 1999 tr├Ągt den Titel ┬äGleiche Rechte f├╝r Behinderte" und lautet wie folgt:

    ┬äDas Gesetz sorgt f├╝r die Gleichstellung behinderter Menschen. Es sieht Massnahmen zur Beseitigung und zum Ausgleich bestehender Benachteiligungen vor. Der Zugang zu Bauten und Anlagen oder die Inanspruchnahme von Einrichtungen und Leistungen, die f├╝r die ├ľffentlichkeit bestimmt sind, ist soweit wirtschaftlich zumutbar gew├Ąhrleistet."

ots Originaltext: Pro Infirmis Schweiz
Internet: www.newsaktuell.ch

Kontakt:
AGILE
Behinderten-Selbsthilfe Schweiz
Barbara Marti
Tel.         +41/31/390'39'39
Internet: http://www.agile.ch

Pro Infirmis Schweiz
Mark Zumb├╝hl
Mobile      +41/79/415'26'27
Internet: http://www.proinfirmis.ch
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