Bundesamt für Veterinärwesen

BVET: EU-Agrarrat öffnet Grenze für Schweizer Rinder

      (ots) - Schweizer Rinder können wieder nach ganz Europa exportiert
werden. Durch einen Entscheid des EU-Agrarrats vom 17. November
anerkennt die Europäische Union die Schweizer Vorschriften zur
Rinderkrankheit BSE als gleichwertig an. Handelsschranken einzelner
EU- Mitgliedsländer gegen Schweizer Rinder sind damit unzulässig.
Der Entscheid des Agrarrates ist die Folge intensiver Verhandlungen
der Bundesämter für Veterinärwesen (BVET) und Landwirtschaft (BLW),
sowie des seco mit der EU seit 1996. Damals brach der Rinder-Export
von zuvor jährlich rund 15.000 Tieren komplett zusammen. Erst seit
2002 erholt sich der Markt langsam mit der schrittweisen Öffnung der
Grenzen in Deutschland, Frankreich und Ende September auch in
Spanien. Nach dem Agrarrats-Entscheid müssen nun auch Italien, der
vor 1996 grösste Abnehmer, und Österreich ihre Grenzen für Schweizer
Rinder öffnen. Laut Auskünften aus Wien und Rom soll dies noch vor
Ende Jahr erfolgen. Die Anerkennung der Gleichwertigkeit der
BSE-Vorschriften wird formell am 25. November vom Gemischten
Veterinärausschuss ins "Veterinärabkommen" übernommen. Dieses ist
Teil des Agrarabkommens mit der EU und seit Juni 2002 in Kraft. Das
Veterinärabkommen sieht Erleichterungen im grenzüberschreitenden
Verkehr mit Tieren und deren Produkten vor. Mit dem Entscheid des
Agrarrates kommt das Abkommen nun zum Tragen. Künftig muss beim
Export von Rindvieh wie bisher ein Veterinärzeugnis und ein
Rinderpass mitgeliefert werden, der die Identität des Tieres
bescheinigt und die Herkunft aus einem in den letzten Jahren BSE-
freien Bestand.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie im aktuellen BVET-Magazin: http://www.bvet.admin.ch/info- service/d/publikationen/magazin/1_index.html#m403

BUNDESAMT FÜR VETERINÄRWESEN Medien- und Informationsdienst Auskunft: Hans Wyss, Direktor BVET, Leiter der Schweizer Delegation 031 / 323 5133



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