Bundesamt für Veterinärwesen

BVET: Zweites Treffen des gemischten Veterinärausschusses: wichtiger Entscheid für Schweizer Landwirtschaft

      (ots) - Der im Rahmen der Bilateralen Verträge mit der EU
verankerte Gemischte Veterinärausschuss hat heute in Bern zum
zweiten Male getagt und dabei einen wichtigen Entscheid für die
Schweiz gefällt: Künftig sind für den Export von Milch und
Milchprodukten in die EU keine Milchzeugnisse mehr nötig. Für den
Export von Schweizer Käse – das wichtigste Exportprodukt der
Schweizer Landwirtschaft! – bedeutet dies eine grosse Erleichterung.

    Die mit der EU abgeschlossenen Bilateralen Verträge beinhalten im Landwirtschaftsabkommen auch einen Veterinäranhang. In diesem ist – analog wie in den anderen Abkommen – ein gemischter Veterinärausschuss vorgesehen, der für aktuelle Fragen im grenzüberschreitenden Verkehr von lebenden Tieren, Samen, Embryos, Milch und Milcherzeugnissen sowie tierischen Abfällen zuständig ist. Diese Bereiche können im Rahmen der Evolutivklausel weiterentwickelt und z.B. auf Fleisch ausgedehnt werden.

Abschaffung der Milchzeugnisse

    Anlässlich des zweiten Treffens wurde sich der Gemischte Veterinärausschuss einig, dass aufgrund der festgeschriebenen Gleichwertigkeit (Äquivalenz) für Milch und Milchprodukte in der EU und der Schweiz die grenztierärztliche Untersuchung und die Milchzeugnisse abgeschafft werden. Die Schweiz verpflichtet sich im Gegenzug, Importe von Milch und Milcherzeugnissen aus Nicht-EU- Staaten systematisch zu kontrollieren. Dafür hat der Bundesrat am 9. April vorsorglich eine Änderung der entsprechenden Verordnung (EDAV) verabschiedet. Dieser Entscheid bedeutet insbesondere für den volkswirtschaftlich wichtigen Export von Schweizer Käse eine grosse Erleichterung.

    Der Gemischte Veterinärausschuss besteht aus der Schweizer Delegation (zusammengesetzt aus VertreterInnen des Bundesamtes für Veterinärwesen BVET, der Schweizer Mission in Brüssel, des Integrationsbüros sowie weiteren interessierten Ämtern unter der Leitung von BVET-Direktor Hans Wyss) sowie der Delegation der EU (zusammengesetzt aus VertreterInnen der EU-Kommission, des EU-Rates und gewisser EU-Mitgliedstaaten). Ein drittes Treffen ist im November 2003 geplant.

BUNDESAMT FÜR VETERINÄRWESEN Medien- und Informationsdienst

Auskunft:

Hans Wyss, Leiter der Schweizer Delegation, 031 / 323 85 01 Thomas Jemmi, Verantwortlicher Internationales BVET, 031 / 323 85 31

Die geänderte Verordnung über die Ein-, Durch- und Ausfuhr EDAV finden Sie im Internet unter

http://www.bvet.admin.ch/ein- ausfuhr/d/gesetzgebung/030409_aend_edav.pdf (Linkende)



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