Aids-Hilfe Schweiz

Sperrfrist: Aids-Hilfe Schweiz - Eine Brücke nach Ostafrika

Aids-Prävention in den Anfängen: Tuberkulose-Spital in Somaliland. Weiterer Text über ots. Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Abdruck bitte unter Quellenangabe: "obs/Aids-Hilfe Schweiz".

Sperrfrist: 26. Juni 2003, 11.00 Uhr

Querverweis auf Bilder: www.newsaktuell.ch/d/story.htx?nr=100464428

Internationale Zusammenarbeit auch in der Prävention

    Zürich (ots) - In Zeiten immer mobilerer Krankheiten müssen sich auch die Gegenstrategien ins Flugzeug setzen. Dies betonte die Aids-Hilfe Schweiz heute an einer Medienkonferenz in Bern. Ein Beispiel für solche interkontinentale Zusammenarbeit und die Nutzung von Synergien in der Aids-Prävention ist ein Engagement in Somalia, das bei somalischen Einwanderern in der Schweiz seinen Ursprung hatte und in Ostafrika eine Fortsetzung fand. Im Kampf gegen HIV und Aids reichen Medikamente nicht aus. Gerade in den ressourcenschwachen Ländern braucht es neben der Therapie auch gewaltige Anstrengungen in der Prävention - nach wie vor die effizientere Art und Weise, dem Virus Einhalt zu gebieten. Solche Initiativen kommen aber oft nur schwer voran, weil die Bereitschaft, sich mit dem Problemkreis auseinanderzusetzen, vielerorts schwach ausgeprägt ist.

    Dies musste auch Bashir Gobdon erfahren, ein in der Schweiz lebender Somalier, der, unterstützt von der Aids-Hilfe Schweiz, 2002 und 2003 mehrfach in seine Heimat fuhr, um den Weg für dortige Präventionsprojekte zu ebnen. Das offene Reden über Sexualität, speziell über vor- und ausserehelichen Sex und über sexuelle Dienstleistungen, fällt in dem muslimisch geprägten ostafrikanischen Land nach wie vor schwer. Dennoch öffnete sich dank der Beharrlichkeit Gobdons manche Tür - somalische NGOs, aber auch Vertreter von Behörden interessierten sich für seine Vorschläge. Die politische Zerrissenheit Somalias, das sich in drei Staaten teilt, von denen nur einer international anerkannt ist, ist Resultat jahrelangen Bürger- und Bandenkriegs. Materielle und menschliche Ressourcen wurden dabei vernichtet, so dass auch die HIV-Prävention erst ganz am Anfang steht. Noch ist die Prävalenz in der erwachsenen Bevölkerung mit 1 bis 2 Prozent relativ niedrig, aber die Nachbarländer Kenia und Äthiopien zeigen, in welche Richtung die Entwicklung ohne rechtzeitige Intervention geht.

    Der von der Aids-Hilfe Schweiz unterstützte und begleitete Auftritt in Somalia bestand nicht nur im Verteilen von Kondomen und einer durch Mittel der Aids-Hilfe Schweiz produzierten Broschüre in der Landessprache, sondern auch in der Vernetzung der dortigen Organisationen untereinander. Eine Besonderheit - und ein zukunftsweisender Aspekt - besteht darin, dass Elemente aufgenommen wurden, die für die in der Schweiz lebende somalische Community entwickelt worden waren. Im Gepäck der Delegation befand sich unter anderem eine Radiosendung in somalischer Sprache, die im vergangenen Jahr in Schweizer Lokalradios ausgestrahlt wurde und die jetzt in Somalia die Runde macht. Solche mündliche Prävention ist ein wichtiges Element in einem Umfeld, wo nach wie vor zwei Drittel der Menschen des Lesens nicht kundig sind.

    Dieser Text kann auch unter www.aids.ch/d/ahs/medienmitteilung.php oder via OTS unter www.newsaktuell.ch abgerufen werden. Bilder zum Text finden sich unter http://www.newsaktuell.ch/d/galerie.htx?type=obs

ots Originaltext: Aids-Hilfe Schweiz
obs Originalbild: http://www.newsaktuell.ch/d/story.htx?nr=100464428
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