Bundeskanzlei BK

Sammelklage Südafrika

Mündliche Information durch den Bundesratssprecher     Bern (ots) - Der Bundesrat hat davon Kenntnis genommen, dass am 19. Juni in New York eine Sammelklage gegen drei Banken - die amerikanische Citicorp  sowie die UBS und die CS Group - eingereicht wurde. Weitere Sammelklagen gegen zahlreiche internationale Firmen wurden angekündigt.

    Eine erste Durchsicht hat ergeben, dass die Anklagepunkte sehr summarisch sind und nicht durch konkrete Fakten untermauert sind. Die beiden betroffenen Schweizer Banken haben vor, die Sammelklage auf dem gerichtlichen Weg zurückzuweisen.

    Es ist nicht am Bundesrat, sich zur Berechtigung einer solchen Klage zu äussern. Hingegen ist er der Ansicht, dass diese Art von Sammelklagen vor einem amerikanischen Gericht nicht geeignet ist, um politische Probleme anderer Länder zu lösen. Solche gerichtlichen Aktionen können auch die Frage der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Ländern, in denen das Völkerrecht und Menschenrechte verletzt werden, nicht beantworten.

    Der Bundesrat hat das EDA beauftragt, zusammen mit den anderen Departementen sowie mit Vertretern der Wirtschaft die Entwicklung der Lage weiter zu verfolgen.

    Die Schweiz und Südafrika verbinden enge Beziehungen. Der
Bundesrat wird alles daran setzen, diese weiter zu vertiefen. In den
regelmässigen offiziellen Kontakten zwischen der Schweiz und
Südafrika gibt es auch keine Hinweise, dass die südafrikanischen
Behörden derartige Sammelklagen unterstützen würden.

ots Originaltext: BK
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Kontakt:
Der Vizekanzler
Achille Casanova



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