Helvetas

Ein besseres Leben für mehr als 3,6 Millionen Menschen

Ein besseres Leben für mehr als 3,6 Millionen Menschen
"Wir wussten kaum mehr, wie man Quinoa anbaut. Aber jetzt haben wir wieder eigenes Saatgut", sagt Amalia Valeriano (rechts), 34, Bäuerin im Hochland Boliviens. Weiterer Text über ots und www.presseportal.ch/de/nr/100000432 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: ...

Zürich (ots) - Die Entwicklungsorganisation HELVETAS Swiss Intercooperation unterstützte 2015 über 3,6 Millionen Menschen in 32 Ländern in den Bereichen Wasser, Landwirtschaft und Bildung, aber auch in Demokratisierungsprozessen, in der Friedensförderung und in der Nothilfe. Der neue Jahresbericht ist ab sofort online.

Helvetas hat 2015 mit 311 Projekten über 3,6 Millionen Menschen in ihrem Bestreben für ein besseres Leben unterstützt - das entspricht beinahe der halben Bevölkerung der Schweiz. 335'000 Menschen haben letztes Jahr mit Helvetas Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten, was der Bevölkerung des Kantons Wallis entspricht. Und 1,3 Millionen Personen - fast so viele, wie im Kanton Zürich wohnen - haben nun dank neuer Brücken und Wegen besseren Zugang zu Schulen, Märkten und Spitälern.

Helvetas blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Die Erdbebenkatastrophe in Nepal vom April 2015 hat gezeigt, dass die langjährigen Kontakte im Partnerland es ermöglichen, schnell und zielgerichtet Unterstützung zu leisten - auch Nothilfe. Die Katastrophenhilfe und den Wiederaufbau koordinierte Helvetas mit Caritas und Solidar Suisse. Helvetas leistet Not- und Wiederaufbauhilfe nach dem Grundsatz, diese so schnell wie möglich in langfristige und damit nachhaltige Entwicklungsprojekte zu überführen.

Wirksame Zusammenarbeit mit Folgen

Im bolivianischen Hochland etwa sind die Regenzeiten infolge des Klimawandels unberechenbarer und kürzer geworden. Dies führt zu Missernten, die Familien und ganze Dörfer ins Elend stürzen können. Das weiss die 34-jährige Bäuerin Amalia Valeriano. Im Rahmen eines Helvetas-Projekts, das der lokalen Bevölkerung hilft, sich mit neuen Sorten und Anbaumethoden dem Klimawandel anzupassen, lernte sie eine Quinoa-Sorte kennen, die trotz der klimatischen Veränderungen guten Ertrag bringt. Heute erntet sie genug, um die Familie zu ernähren; einen Teil kann sie gar verkaufen.

Die Unterstützung von Helvetas wirkt über Amalia Valerianos Dorf hinaus: Das Ministerium für Umwelt und Wasser hat Helvetas angefragt, bei der nationalen Strategie zum Klimawandel mitzu- arbeiten. So fliessen konkrete Erfahrungen aus den Projekten direkt in die Politik der Regierung ein. Mit einem Gouvernanz-Projekt für Lokalbehörden und für eine starke Zivilgesellschaft fördert Helvetas zudem die Anpassung an den Klimawandel auch auf lokaler und regionaler Ebene.

Helvetas gab auch im vergangenen Jahr bei unabhängigen Institutionen Studien in Auftrag, um die Wirkung der Projekte zu überprüfen. Die Universität Zürich untersuchte beispielsweise die Auswirkungen eines Helvetas-Berufsbildungsprojekts in Nepal, das von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) und der Weltbank unterstützt wurde: Von den 100'000 Jugendlichen, die seit 2008 in Zusammenarbeit mit der nepalesischen Regierung ausgebildet wurden, fanden rund 90% eine regulär bezahlte Arbeit - darunter überdurchschnittlich viele Frauen.

Hochaufgelöste, weitere Bilder: www.helvetas.ch/medien

Weitere Informationen: Jahresbericht 2015 und detaillierter Finanzbericht 2015: www.helvetas.ch/jahresbericht

Spendenjahr 2015: www.helvetas.ch/spendenjahr2015

Kontakt:

Matthias Herfeldt, Mediensprecher: 044 368 65 48, 076 338 59 38, 
matthias.herfeldt@helvetas.org


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