Helvetas

Welttoilettentag: Das Manneken Pis(st) in Schweizer Brunnen

Zürich (ots) - Am Welttoilettentag hat Helvetas auf rund 40 öffentlichen Brunnen Kopien des belgischen Manneken Pis angebracht. Mit der berühmten Brunnenfigur erinnert die Entwicklungsorganisation daran, dass Urin und Fäkalien in vielen armen Ländern das Trinkwasser verschmutzen, weil Sanitäranlagen fehlen.

Das belgische Manneken Pis steht in knalligem Pink auf Schweizer Brunnensäulen und tut genau das, was sein Name sagt: Es pisst in die Wasserbecken unter ihm. In 15 Schweizer Städten hat Helvetas Brunnen mit diesen lebensgrossen Statuen verziert. Mit der Guerilla-Aktion zum Welttoilettentag erinnert die Entwicklungsorganisation daran, dass weltweit 2,5 Milliarden Menschen ohne WC auskommen müssen. Sie verrichten deshalb ihr Geschäft im Freien und tragen unwillentlich dazu bei, das Trinkwasser zu verschmutzen. Die Folgen sind tödlich: Jedes Jahr sterben mehr als 500'000 Kinder wegen mangelnder Hygiene. Mit einem drastischen Vergleich illustriert Angelika Koprio, Koordinatorin der Aktion bei Helvetas, das Ausmass dieses Dramas: «Jeden Tag fährt ein mit Kindern besetzter Doppelstock-Intercityzug in den Tod - ohne dass die Öffentlichkeit davon erfährt.» Und sie ergänzt: «Diesen Kindern und ihren Eltern wollen wir eine Stimme geben.»

Dank der Spenderinnen und Spender ermöglichte Helvetas letztes Jahr einer halben Million Menschen Zugang zu einfachen Toiletten und zu sauberem Trinkwasser, und an zahlreichen Schulen im Umfeld der rund 50 Projekte lernten Kinder die Grundregeln der Hygiene kennen. Um die globale Toilettenkrise zu meistern, braucht es aber verstärkte internationale Anstrengungen. Zwar hat die UNO-Vollversammlung die sanitäre Grundversorgung auf die Jahrtausendwende hin als Millenniums-Entwicklungsziel definiert. Bis 2015 sollten drei Viertel aller Menschen Zugang zu sanitärer Grundversorgung haben. Die Resultate sind aber durchzogen. Zwischen 1990 und 2014 konnten sich 2 Milliarden Menschen Zugang zu Toiletten erarbeiten. Doch das eigentliche Ziel - sanitäre Grundversorgung für 75% aller Menschen - wird nicht erreicht. Umso wichtiger ist es, die Aufmerksamkeit auch nach 2015 auf diesen Bereich zu richten.

Kontakt:

Fotos:
Hochaufgelöste Bilder der Aktion aus den meisten Städten treffen bis
heute Mittag ein. Gerne schicken wir Ihnen ein Bild aus Ihrer Region
(Ansprechperson: kathrin.kraemer@helvetas.org, 044 368 67 01).

Für Fragen:
Matthias Herfeldt, Mediensprecher Helvetas,
matthias.herfeldt@helvetas.org, 076 338 59 38
Angelika Koprio, Verantwortliche Aktionen und Freiwillige Helvetas,
angelika.koprio@helvetas.org, 076 494 78 41

In folgenden Städten findet die Helvetas-Aktion heute statt:
Basel, Bern, Biel, Chur, Erlenbach, Frauenfeld, Fribourg, Genf,
Lenzburg, Luzern, Olten, St. Gallen, Thun, Winterthur, Zürich
www.helvetas.ch



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