Helvetas

Helvetas steckt WC-Bürste in Trinkwasserglas! (BILD)

Eines der beiden Sujets der neuen Helvetas-Kampagne / Weiterer Text über OTS und www.presseportal.ch/pm/100000432 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "OTS.Bild/Helvetas"

Zürich (ots) - Mit Fäkalien verschmutztes Trinkwasser ist eine der häufigsten Krankheitsursachen. Trotz Fortschritten sterben noch immer täglich 3000 Kinder, weil sie verunreinigtes Wasser getrunken haben. Die soeben lancierte Kampagne von Helvetas ruft die Schweizer Bevölkerung zum Handeln auf.

Seit 1990 haben 2,3 Milliarden Menschen ihre Trinkwasserversorgung verbessern können. In Afrika haben heute doppelt so viele Menschen Zugang zu sauberem Wasser wie vor 20 Jahren. Vielen Ländern - vor allem in Asien - ist es gelungen, den Anteil der Bevölkerung ohne Zugang zu sauberem Wasser zu halbieren. Die internationale Entwicklungszusammenarbeit hat entscheidend dazu beigetragen, dieses wichtige Millennium-Entwicklungsziel zu erreichen, Helvetas hat seit der Jahrtausendwende 3,8 Millionen Menschen Zugang zu Trinkwasser verschaffen können.

Trotz dieser enormen Fortschritte ist die Verunreinigung von Trinkwasser durch Fäkalien weltweit noch immer die mit Abstand häufigste Ursache für Darmerkrankungen. Während hierzulande eine Durchfallerkrankung nach ein paar Toilettengängen meist ausgestanden ist, sterben in Entwicklungsländern täglich 3000 Kinder und Säuglinge an Darminfektionen, ausgelöst durch verseuchtes Trinkwasser. Kinder unter fünf Jahren sind besonders gefährdet. Ihr Immunsystem ist noch nicht voll ausgebildet und oftmals durch Mangelernährung zusätzlich geschwächt. Fehlt medizinische Versorgung oder ist diese ungenügend, führen selbst an und für sich heilbare Durchfallerkrankungen bei Kleinkindern zum Tod.

Mit der soeben lancierten und durch Geberit mitfinanzierten Plakatserie macht Helvetas auf diesen Missstand aufmerksam. Ein Motiv zeigt eine WC-Bürste im Trinkwasserglas. Ein zweites fordert dazu auf, das Toilettenwasser zu trinken. Die Darstellungen mögen provozieren. Die Botschaft ist jedoch einfach. Was in unserer Vorstellung Ekel erregt, ist leider für jeden dritten Menschen in Afrika traurige Realität. Mit den erwähnten Folgen.

Das muss nicht sein. Deshalb ruft Helvetas mit der aktuellen Kampagne die Schweizer Bevölkerung dazu auf, zu handeln und den Bau von Trinkwasserbrunnen und sicheren Latrinen zu unterstützen.

Helvetas stellt jedoch nicht einfach Brunnen auf die Dorfplätze und überlässt sie dann dem Schicksal. Die Bevölkerung arbeitet aktiv bei der Planung und Umsetzung von Wasserversorgungen mit. Von der Bevölkerung gewählte Wasserkomitees sorgen für den Unterhalt der Anlagen. Von Helvetas ausgebildete lokale Fachleute informieren über die Zusammenhänge zwischen Hygiene und Gesundheit. Danach wird es für viele Haushalte zur Ehrensache, unter Anleitung lokaler Fachleute eine eigene sichere Latrine zu bauen. Vor allem die Frauen schätzen die Tatsache, über eine familieneigene, geschützte Toilette zu verfügen. Sie bietet nicht nur Hygiene und Komfort, sondern schützt auch vor Belästigungen und Übergriffen, wie sie auf Toilettengängen im Busch und weitab des Hauses häufig vorkommen. Wie wichtig diese Toiletten für die Menschen heute sind, zeigt sich zum Beispiel in der Kleinstadt Metoro im Norden von Mosambik. Dort haben viele Familien den Sichtschutz um ihre Toiletten mit kunstvollen Ornamenten versehen. So wie in der Schweiz, wo früher die Türen einfacher Toiletten mit einem eingeschnittenen Herz verziert wurden.

Bilder und PDFs der Kampagnensujets in Printqualität finden Sie in dieser Medienmitteilung auf www.helvetas.ch/medien.

   Spendenkonto
   PC 80-3130-4

   Links
www.helvetas.ch/kampagne 
www.helvetas.ch/wasser 

Kontakt:

Weitere Informationen
Matthias Herfeldt, Mediensprecher Helvetas,
matthias.herfeldt@helvetas.org,
044 368 65 48, 076 338 59 38



Weitere Meldungen: Helvetas

Das könnte Sie auch interessieren: