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Wassernot tötet Kinder: Helvetas Mahnmal auf dem Bundesplatz

Wassernot tötet Kinder: Helvetas Mahnmal auf dem Bundesplatz
Zürich (ots) - Jeden Tag sterben in Entwicklungsländern 4000 Kleinkinder durch verschmutztes Trinkwasser. Mit 4000 Babyflaschen auf dem Bundesplatz erinnert Helvetas zum heutigen Weltwassertag an die Opfer der weltweiten Wassernot und fordert von der Politik mehr Einsatz für sauberes Trinkwasser. Mit einer Installation von 4000 Babyflaschen erinnert die Schweizer Entwicklungsorganisation Helvetas heute zum Weltwassertag an die 4000 Kinder, die täglich an den Folgen verschmutzten Trinkwassers sterben. Zwei Dutzend Helfer haben heute in den frühen Morgenstunden das Mahnmal in Form eines riesigen Wassertropfens aufgestellt. Mit über 2000 Quadratmetern füllt es den ganzen Bundesplatz in Bern. Wo sich an warmen Tagen Kinder unter Wasserfontänen vergnügen, wird damit auf das traurige Schicksal aufmerksam gemacht, das Tausende von Kindern in armen Ländern heimsucht. Weil sie kein Zugang zu sauberem, keimfreiem Wasser haben, wird für sie das Lebenselixir Wasser zum Giftcocktail. Sauberes Trinkwasser für eine Million Weltweit müssen 900 Millionen Menschen ohne sauberes Trinkwasser auskommen, und die Klimaveränderung führt dazu, dass immer mehr Menschen an Wasserarmut leiden. Deshalb stellt Helvetas, die Wasserversorgung in den ärmsten Ländern der Welt ins Zentrum der eigenen Arbeit: Bis ins Jahr 2013 möchte Helvetas einer Million Menschen neu Zugang zu sauberem Trinkwasser verschaffen. «Sauberes Trinkwasser ist lebensnotwenig. Sauberes Trinkwasser ist auch ein Lernfeld für Demokratie», sagt Melchior Lengsfeld, Geschäftsführer von Helvetas. «Wo Helvetas Brunnen baut, hilft sie auch beim Aufbau von demokratischen Bürgerkomitees, die für eine gerechte Verteilung und den Unterhalt sorgen». Mehr Geld gegen Wasserkrise Die Versorgung mit Trinkwasser ist für Helvetas nicht nur in der Projektarbeit, sondern auch in der Politik ein Thema. Helvetas fordert vom Bundesrat, sich in der UNO dafür einzusetzen, dass der Zugang zu sauberem Trinkwasser ein verankertes Menschenrecht wird und und im Rahmen der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit mehr Geld für Bekämpfung der Wassernot vorsieht. «Das Recht auf Wasser darf nicht eine schöne Absichtserklärung bleiben», erklärt Lengsfeld. «Es soll vielmehr ein einklagbares Menschenrecht sein». Das Helvetas Engagement für sauberes Trinkwasser unterstützt auch der Schweizer Babyartikel-Hersteller Lamprecht, der unter seiner Marke "bibi" unentgeltlich 4000 Schoppenflaschen für die Aktion geliefert hat. «Bei der Produktion von Babyprodukten ist Hygiene unser höchstes Gebot», sagt Sprecher Yves Weber von Lamprecht. «Deshalb tut es uns doppelt weh, wenn anderswo Mütter gezwungen sind, ihren Kindern verschmutztes Wasser zu geben.» Ab ca. 10 Uhr (22.3.) steht auf www.helvetas.ch Bildmaterial der Aktion zur Verfügung. Ausführliche Informationen zu Trinkwasser, Wasserpolitik, sanitärer Grundversorgung und zur Arbeit von Helvetas sowie den neuen TV-Spot finden Sie auf www.helvetas.ch ots Originaltext: Helvetas Internet: www.presseportal.ch Kontakt: Matthias Herfeldt, Kampagnenleiter und Mediensprecher Mobile: +41/76/338'59'38 E-Mail: matthias.herfeldt@helvetas.org
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