Waldwirtschaft Schweiz / Economie forestière Suisse

Delegiertenversammlung Waldwirtschaft Schweiz: Nein zu "Rettet den Schweizer Wald", Ja zu Berufsbildungsfonds

    Solothurn (ots) - Die Delegierten von Waldwirtschaft Schweiz haben an ihrer heutigen Jahresversammlung in Solothurn die Verbandsposition zur Volksinitiative "Rettet den Schweizer Wald" festgelegt. Sie lehnten mit 32 zu 3 Stimmen (5 Enthaltungen) die Vorlage grossmehrheitlich ab. Weiter wählten die Delegierten den Neuenburger Ständerat Pierre Bonhôte in den Zentralvorstand und stimmten der Schaffung eines Berufsbildungsfonds in der Waldwirtschaft zu.

    Der Entscheid zur Volksinitiative "Rettet den Schweizer Wald" fiel im Anschluss an eine Podiumsdiskussion, an der Pro- und Contra-Vertreter aus Forstdienst- und Waldeigentümerkreisen ihre Argumente haben darlegen können. Offensichtlich verfingen diejenigen der Gegner bei den Delegierten mehr. Sie führten hauptsächlich Befürchtungen über ein höhere Regulierungsdichte und eine zunehmende Entmündigung der Waldeigentümer an. Die Annahme der Initiative hätte schädliche Auswirkungen auf das Unternehmertum und die Eigenverantwortung in der Waldwirtschaft.

    Mit der Wahl des Neuenburger Ständerats Pierre Bonhôte in den Zentralvorstand von Waldwirtschaft Schweiz ist ein vakanter Westschweizer Sitz wieder besetzt. Pierre Bonhôte ist neben Zentralpräsident und Nationalrat Max Binder der zweite Bundesparlamentarier im Zentralvorstand. Er ist Präsident der Schweizerischen Vereinigung für die AOC "Bois du Jura" und Vizepräsident des Neuenburger Forstvereins. Während seiner 17-jährigen bisherigen Amtszeit als Grossrat im Kanton Neuenburg hat er sich immer wieder für die vermehrte Verwendung des Rohstoffs Holz eingesetzt.

    Schliesslich stimmten die Delegierten einstimmig (3 Enthaltungen) der Schaffung eines Berufsbildungsfonds in der Waldwirtschaft zu. Der neuen Fonds wird vorläufig ein reiner Arbeitgeberfonds sein, getragen von Waldwirtschaft Schweiz und dem Verband Schweizerischer Forstunternehmungen (VSFU). Das Ziel eines paritätischen Fonds, der gemeinsam von den Organisationen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der Waldwirtschaft getragen wird, konnte noch nicht erreicht werden. Trotzdem sind mit dem Entscheid der Delegierten die Voraussetzungen zur Allgemeinverbindlichkeit des Fonds gegeben. Der Fonds soll per 1. Januar 2008 operationell sein und Beiträge an die Aus- und Weiterbildungskosten von Beschäftigten in der Waldwirtschaft ausschütten.

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