Staatskanzlei Luzern

«Alt gegen Neu»: Giftschrank entrümpeln - neue Gefahrensymbole lernen

Luzern (ots) - Die Schweiz führt ein neues Kennzeichnungssystem für chemische Produkte ein. Um die Symbole der Bevölkerung bekannt zu machen, startet die Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz des Kantons Luzern die Informationskampagne «Alt gegen Neu». Apotheken und Drogerien geben Informationsflyer ab und nehmen alte Giftstoffe aus Privathaushalten entgegen.

Weltweit werden chemische Produkte neu nach dem einheitlichen Gefahrenkennzeichnungssystem «Globally Harmonized System GHS» beschriftet. Ab Juni 2015 werden auch in der Schweiz rund 149'000 chemische Produkte nach diesem System umetikettiert. Mit den weltweit einheitlichen Symbolen sollen Mensch und Umwelt besser vor den Gefahren von Chemikalien geschützt werden. Zudem wird der Handel mit chemischen Produkten international einfacher. Für die Kennzeichnung von chemischen Produkten gibt es neu insgesamt neun Piktogramme in den drei Kategorien Umweltgefahren, Gesundheitsgefahren und Physikalische Gefahren. Die schwarzen Symbole auf weissem Grund in rotem Rahmen lösen die orangefarbenen EU Kennzeichen ab.

Jeder soll die Symbole kennen  

Um die neuen Symbole in der Bevölkerung bekannt zu machen, führt die Abteilung Chemikaliensicherheit des Kantons Luzern vom 22. Oktober bis am 15. November die Informationskampagne «Alt gegen Neu» durch. «Meiner Ansicht nach ist es wichtig, dass jeder die neuen Symbole kennt und versteht, um sich selber und andere vor Gefahren zu schützen», erklärt Max Wey, Abteilungsleiter Chemikaliensicherheit.

Die Kampagne soll aber nicht nur über die neue Kennzeichnung informieren, sondern ruft die Bevölkerung auch dazu auf, den eigenen Giftschrank wieder einmal zu entrümpeln. In jedem Haushalt gibt es alte Giftstoffe, die Mensch und Umwelt schaden können: Medikamente, Reiniger, Pflanzenschutzmittel, Insektizide, Farben, Klebstoffe etc. «Werden nicht mehr benötigte oder abgelaufene Giftstoffe fachgerecht an den Giftsammelstellen entsorgt, können Giftunfälle verhindert und die Umweltbelastung reduziert werden», so Wey.

Entsorgung in Apotheken und Drogerien

Während der Kampagne wird die Abteilung Chemikaliensicherheit des Kantons Luzern von Apotheken und Drogerien unterstützt, welche die Entsorgung kostenlos anbieten und den Informationsflyer des Bundesamtes für Gesundheit BAG abgeben. Wer alte, unbrauchbare Haushaltsgifte zurückbringt und sich über das neue Kennzeichnungssystem informiert, bekommt ein Paar chemikalienbeständige Schutzhandschuhe oder eine Schutzbrille. Für die Kampagne stehen den Apotheken und Drogerien etwa 20'000 Schutzbrillen und Schutzhandschuhe zur Verfügung.

Kasten

Das Bundesamt für Gesundheit unterstützt die Kampagne «Alt gegen Neu» des Kantons Luzern. Auf nationaler Ebene liefert die Internetseite www.cheminfo.ch des Bundes umfassende Informationen rund um die neue Kennzeichnung und den richtigen Umgang mit Chemikalien. Seit 2012 läuft die Informationskampagne des Bundesamtes für Gesundheit «Genau geschaut, gut geschützt». Mit diesen Massnahmen soll die Gefahrenkennzeichnung bekannt gemacht und der korrekte, sichere Umgang mit chemischen Produkten verbessert werden.

Links: www.chemikaliensicherheit.lu.ch www.cheminfo.ch

Anhang: 
- Flyer «Alt gegen Neu» - Kampagne der Abteilung 
Chemikaliensicherheit des Kantons Luzern 
- Bild 1: Alte Giftstoffe können in Apotheken und Drogerien 
zurückgebracht werden 
- Bild 2: Ein Blick in den Gift- und Medikamentenschrank und auf das 
Datum lohnt sich! 
- Bild 3: Die neuen Symbole werden schrittweise auf Tausenden von 
Produkten eingeführt 

Anhänge http://www.lu.ch/download/sk/mm_photo/12225_20141021_Flyer.pdf http://www.lu.ch/download/sk/mm_photo/12225_20141021_Bild1.jpg http://www.lu.ch/download/sk/mm_photo/12225_20141021_Bild2.jpg http://www.lu.ch/download/sk/mm_photo/12225_20141021_Bild3.jpg

© Urheberrechte sind beim Kanton Luzern: www.lu.ch

Kontakt:

Max Wey 
Leiter Chemikaliensicherheit
Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz
041 228 61 17
max.wey@lu.ch


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