Staatskanzlei Luzern

«Wie geht's Dir?»: Offen über psychische Erkrankungen sprechen

Luzern (ots) - Der Kanton Luzern lanciert am heutigen Tag der psychischen Gesundheit gemeinsam mit anderen Kantonen und weiteren Partnern die Kampagne «Wie geht's Dir?». Diese will Menschen ermuntern, im Alltag über psychische Krankheiten zu sprechen, die Bevölkerung sensibilisieren und Vorurteile abbauen.

Zum internationalen Tag der psychischen Gesundheit am 10. Oktober lanciert der Kanton Luzern die Kampagne «Wie geht's Dir?». Diese will für das Thema sensibilisieren und die Bevölkerung anregen, offen über psychische Erkrankungen zu sprechen. Jeder zweite Mensch in der Schweiz leidet im Laufe seines Lebens einmal an einer psychischen Krankheit. Nahezu jede Person macht in der Familie, im Arbeits- oder Freizeitumfeld direkte Erfahrungen damit. Trotzdem gibt es Vorurteile, die dazu führen, dass viele Betroffene sich zurückziehen und ihre Krankheit verschweigen. Dies macht einsam und kann die Krankheit verstärken. «Es ist sehr wichtig, dass Betroffene über ihre Krankheit offen sprechen können», sagt Regierungsrat Guido Graf, Vorsteher des Gesundheits- und Sozialdepartements. «Wissen hilft, Vorurteile abzubauen. Die Hemmschwellen, sich Hilfe zu holen, werden kleiner.» Graf betont: «Je früher eine psychische Erkrankung erkannt und behandelt wird, desto grösser sind die Heilungschancen.»

«Hagel. Jassrunde. Depression.»

Die Kampagne «Wie geht's Dir?» setzt im Alltag an. Auf Plakaten sind jeweils zwei Menschen im Gespräch zu sehen, erklärt Bernadette Würsch, Programmleiterin «Psychische Gesundheit» der Fachstelle Gesundheitsförderung. Drei Stichworte beschreiben, worüber sie gerade reden. Die ersten beiden Themen sind alltäglich: Kinder, Wetter, Mode, Freizeit etc. Das dritte Stichwort bezieht sich auf eine psychische Erkrankung wie Depression, Ängste, Magersucht etc. «Das Plakat zeigt auf: Wir sprechen über alles - auch über psychische Krankheiten», so Bernadette Würsch.

Die Kampagne ist im ganzen Kanton Luzern auf Plakaten präsent. Ergänzt wird sie durch die Internetseite www.wie-gehts-dir.ch und eine Begleitbroschüre. Diese liefert konkrete Gesprächstipps, Ratschläge zur Vorbeugung psychischer Erkrankungen sowie wichtige Informationen und Adressen rund um das Thema. Die Kampagne dauert drei Jahre und wird in verschiedenen Veranstaltungen sichtbar.

Breite Abstützung im Kanton Luzern

Die schweizweite Kampagne «Wie geht's Dir?» ist neben dem Kanton Luzern auch in den Kantonen Zürich, Bern und Schwyz lanciert worden. Weitere Kantone folgen zu einem späteren Zeitpunkt. Träger auf nationaler Ebene ist die Schweizerische Stiftung Pro Mente Sana, die sich für die Anliegen von psychisch erkrankten Menschen einsetzt. Die Kampagne ist im Kanton Luzern breit abgestützt durch das Gesundheits- und Sozialdepartement des Kantons Luzern sowie die Institutionen Luzerner Psychiatrie, Stiftung Brändi, Traversa, IG Arbeit, Römisch-Katholische, Reformierte und Christkatholische Landeskirche, Verband Innerschweizer Psychologinnen und Psychologen, Selbsthilfe Luzern, Tel. 143 - Die Dargebotene Hand und Fabia.

Veranstaltungshinweis

Die Trägerorganisationen präsentieren im Rahmen der Kampagne «Wie geht's Dir?» den Film «Zwischen Bangen und Hoffen» von Filmemacherin Annemarie Friedli. Der Film zeigt, mit welchen Herausforderungen psychisch kranke Menschen und ihre Angehörigen konfrontiert sind. Im anschliessenden Podium diskutieren Betroffene und Fachpersonen über ihre Erfahrungen. Das Filmpodium findet am Samstag, 18.10. um 10.30 Uhr im Stattkino Luzern statt.

Strategiereferenz 
Diese Botschaft/Massnahme dient der Umsetzung des folgenden 
Schwerpunktes in der Luzerner Kantonsstrategie: 
Solidarische Gesellschaft 
Anhang 
Bild Kampagnensujet 
Anhänge 
http://www.lu.ch/download/sk/mm_photo/12197_20141010_Plakat.pdf 

Kontakt

Bernadette Würsch-Steinmann
Programmleiterin «Psychische Gesundheit» Dienststelle Gesundheit,
Fachstelle Gesundheitsförderung
041 228 66 03 (heute erreichbar ab 13.30 Uhr)

bernadette.wuersch@lu.ch

Peter Sonderegger VIPP - Verband Innerschweizer Psychologinnen und
Psychologen
078 641 57 86 (heute erreichbar ab 13.30 Uhr)
peter.sonderegger@psychologie.ch

Thomas Feldmann
Tel. 143 - Die Dargebotene Hand
041 210 76 75 (heute erreichbar ab 13.30 Uhr)
thomas.feldmann@143.ch



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