Staatskanzlei Luzern

Luzerner Krankenkassenprämien 2015: Aufschlag um durchschnittlich 4.9 Prozent

Luzern (ots) -

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Die Krankenkassenprämien für Erwachsene steigen im Kanton Luzern im kommenden Jahr um durchschnittlich 4.9 Prozent. Damit steigen die Prämien stärker an als in den Vorjahren. Ein Grund ist, dass die Bevölkerung im Kanton Luzern insgesamt mehr Leistungen im Gesundheitswesen beansprucht hat. Im schweizerischen Vergleich bleiben die Krankenkassenprämien im Kanton Luzern unterdurchschnittlich.

Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat die Krankenkassenprämien für das Jahr 2015 veröffentlicht. Schweizweit steigen die durchschnittlichen Prämien für Erwachsene ab 26 Jahren um 4.0 Prozent. Mit einem Anstieg um 4.9 Prozent fällt der Anstieg im Kanton Luzern überdurchschnittlich aus. Eine erwachsene Person bezahlt im Kanton Luzern im kommenden Jahr bei einer Franchise von 300 Franken eine monatliche Krankenkassenprämie von durchschnittlich 373 Franken. Damit liegt die Prämie immer noch deutlich unter dem schweizerischen Durchschnitt von 412 Franken. Die Prämien für junge Erwachsene steigen im Kanton Luzern um 5.8 Prozent, jene für Kinder um 4.7 Prozent.

Bevölkerung hat mehr medizinische Leistungen beansprucht

Der überdurchschnittliche Prämienanstieg hat verschiedene Gründe. Zum einen hat die Luzerner Bevölkerung insgesamt mehr medizinische Leistungen beansprucht. Dabei sind vor allem die ambulanten Behandlungskosten gestiegen. Ein weiterer Kostentreiber ist die demographische Entwicklung. Die Menschen werden immer älter und beziehen folglich länger medizinische und pflegerische Leistungen. Zudem bringt der medizinische Fortschritt neue Möglichkeiten für Diagnostik und Behandlungen. «Die hohe Qualität unserer medizinischen Versorgung hat auch ihren Preis», sagt Regierungsrat Guido Graf, Vorsteher des Gesundheits- und Sozialdepartements.

Prämienkorrektur zu Lasten der Luzerner Bevölkerung

Ein weiterer Grund für den Anstieg der Krankenkassenprämien im Kanton Luzern ist die vom Bund beschlossene Prämienkorrektur. In einigen Kantonen stimmten die Krankenkassenprämien der vergangenen 17 Jahre nicht mit den Kosten für die medizinischen Leistungen überein und die Prämien waren zu tief angesetzt. Dies wird nun teilweise korrigiert. Die Bevölkerung im Kanton Luzern hat deshalb in den kommenden drei Jahren einen Prämienzuschlag zu zahlen. Im Jahr 2015 beträgt er 62.40 Franken.

Kostenverschiebung in Spitalfinanzierung schlägt sich nicht auf Prämien nieder

Das Luzerner Gesundheits- und Sozialdepartement hatte für das kommende Jahr einen moderateren Anstieg der Krankenkassenprämien erwartet, erklärt Regierungsrat Guido Graf. Im Zusammenhang mit der neuen Spitalfinanzierung gibt es bis 2017 jährlich eine Anpassung der Kostenbeteiligung des Kantons an den stationären Spitalkosten. Im Jahr 2015 steigt dieser Anteil um zwei Prozent auf 51 Prozent, während der Anteil der Krankenkassen auf 49 Prozent der Gesamtkosten sinkt. «Es findet also eine finanzielle Verschiebung zu Lasten des Kantons und zu Gunsten der Krankenkassen im Umfang von rund 12 Millionen Franken statt», sagt Graf. Diese Kostenverschiebung schlage sich jedoch entgegen den Erwartungen nicht in den neuen Krankenkassenprämien nieder.

Strategiereferenz 
Diese Botschaft/Massnahme dient der Umsetzung des folgenden 
Schwerpunktes in der Luzerner Kantonsstrategie: 
Solidarische Gesellschaft 

Kontakt

Hanspeter Vogler, lic.iur 
Leiter Abteilung Gesundheit Gesundheits- und Sozialdepartement des
Kantons Luzern
041 228 60 94

hanspeter.vogler@lu.ch


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