Staatskanzlei Luzern

Kanton Luzern schliesst Vorprojekt zur Spange Nord ab

Luzern (ots) - Der Kanton hat das Vorprojekt zur Spange Nord - einer neuen Hauptverkehrsachse zur Entlastung des Luzerner Stadtzentrums - und zu den Massnahmen für den öffentlichen Verkehr abgeschlossen. Die Vernehmlassung beim Bund und den betroffenen Gemeinden startet im Juli und dauert bis Ende September 2014.

Das kantonale Vorprojekt zur Spange Nord und zu den Massnahmen für den öffentlichen Verkehr ist abgeschlossen. Dank der Spange Nord kann das Luzerner Stadtzentrum vom motorisierten Verkehr entlastet und der öffentliche Verkehr gefördert werden. Nach der öffentlichen Information haben der Bund, die Stadt Luzern und die betroffenen Gemeinden Buchrain, Ebikon, Emmen, Kriens, Horw und Hergiswil (NW) die Möglichkeit, vom 1. Juli bis 30. September 2014 dazu Stellung zu nehmen.

Schlüsselmassnahme des Agglomerationsprogramms

Ende 2012 hat der Luzerner Regierungsrat den Variantenentscheid zur Linienführung der Spange Nord gefällt. Danach wurde das Vorprojekt ausgearbeitet. Neben der Spange Nord umfasst dieses auch Massnahmen für den öffentlichen Verkehr. Die Spange Nord und die öV-Massnahmen sind Teil des Gesamtsystems Bypass, das neben dem Tiefbahnhof zu den Schlüsselmassnahmen des Agglomerationsprogramms zählt. Der Bypass liegt in der Kompetenz des Bundes und soll die Leistungsfähigkeit des Nationalstrassennetzes sicherstellen. Die Vernehmlassung zum generellen Projekt Gesamtsystem Bypass läuft ebenfalls von Anfang Juli bis Ende September 2014.

Das Gesamtsystem Bypass, die Spange Nord und die Massnahmen für den öffentlichen Verkehr wurde in enger Zusammenarbeit zwischen dem Bundesamt für Strassen (Astra) und der Dienststelle Verkehr und Infrastruktur (vif) des Kantons Luzern sowie in Absprache mit der Stadt Luzern und den betroffenen Gemeinden geplant.

Linienführung entlang der Friedentalstrasse

Die Spange Nord wird zu einer neuen städtischen Hauptverkehrsachse. Sie funktioniert als Zubringer zur Stadtautobahn und ermöglicht zusammen mit dieser die Entlastung des Stadtzentrums vom motorisierten Individualverkehr. Sie führt vom Gebiet Schlossberg über die Friedentalstrasse zum neuen Autobahnanschluss Lochhof und weiter über die Reuss in das Gebiet Fluhmühle. Im Bereich Schlossberg entsteht ein Einbahnring («Grosskreisel») mit Lichtsignalanlagen, wofür ein lokaler Ausbau der Zürichstrasse nötig wird. Der Abschnitt Kreisel Rosenberg bis Knoten Sedel wird der erhöhten Verkehrsbelastung sowie den geänderten Verkehrsströmen angepasst. Alle grösseren Knoten und alle Fussgängerquerungen werden mit Lichtsignalanlagen geregelt. Vom Knoten Sedel folgt die Linienführung weiter der Friedentalstrasse, wobei der zentrale Bereich des Friedhofs Friedental mit einem rund 150 Meter langen Tunnel umfahren wird. Der gesamte Bereich vom Schlossberg bis zum Friedental wurde mit einer städt ebaulichen Planung begleitet. Mit einer Brücke über die Reuss wird das Gebiet Fluhmühle direkt an den neuen Autobahnanschluss Lochhof angeschlossen. Die neue Fluhmühle-Brücke kann auch für den Langsamverkehr genutzt werden. Es entsteht so eine neue Langsamverkehrsachse bis zum Schlossberg.

öV-Förderung dank Entlastung

Dank der Verlagerung des Verkehrs auf die Spange Nord und die Stadtautobahn entsteht im Stadtzentrum Raum für den öffentlichen Verkehr. Im Rahmen des kantonalen Projekts wird eine durchgehende Busspur von Kriens Kupferhammer über die Seebrücke bis zum Luzernerhof geplant. Damit wird der öffentliche Verkehr im Stadtzentrum zuverlässiger und schneller.

Für die Spange Nord und die Massnahmen für den öffentlichen Verkehr wird mit Kosten von rund 150 Millionen Franken gerechnet. Es handelt sich dabei um ein Projekt nach kantonalem Strassenrecht und unterliegt einer kantonalen Volksabstimmung.

«Der Bypass und die Spange Nord sind Generationenprojekte», erklärt Robert Küng, Vorsteher des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements. «Wir sind davon überzeugt, dass wir mit ihnen die Leistungsfähigkeit unserer Strassen sicherstellen, die Stadt Luzern vom Verkehr entlasten und den öffentlichen Verkehr wirksam fördern können.»

Strategiereferenz

   Diese Botschaft/Massnahme dient der Umsetzung des folgenden
   Schwerpunktes in der Luzerner Kantonsstrategie: 
   Leistungsfähige Verkehrssysteme 
   Anhang 
   - Flyer Gesamtsystem Bypass und Spange Nord 
   - Weitere Informationen finden Sie unter: www.spange-nord.lu.ch 
   Anhänge  
http://www.lu.ch/download/sk/mm_photo/11777_20140506_Flyer.pdf 

© Urheberrechte sind beim Kanton Luzern: www.lu.ch

Kontakt:

Beat Hofstetter
Abteilungsleiter Planung Strassen Dienststelle Verkehr und
Infrastruktur
(vif) 041 318 11 54
beat.hofstetter@lu.ch



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