Staatskanzlei Luzern

Europäische Tage des Denkmals: Attraktives Programm in der Zentralschweiz

Luzern (ots) - Am 7./8. September 2013 finden in der Schweiz zum 20. Mal die Europäischen Tage des Denkmals statt. Unter dem Titel «Feuer - Licht - Energie» laden die Kantone Schwyz, Zug, Luzern, Obwalden, Nidwalden und Uri zu den diesjährigen Denkmaltagen in der Zentralschweiz ein. An einer Medienorientierung haben die Denkmalpflegestellen der sechs Kantone heute die gemeinsam herausgegebene Programmbroschüre und die Schauplätze in der Zentralschweiz vorgestellt.

Nach den Werkstoffen Stein und Beton 2012 stellen die diesjährigen Europäischen Tage des Denkmals mit dem Thema «Feuer - Licht - Energie» wieder ein Element in den Mittelpunkt. Die Zähmung und Nutzbarmachung des Feuers gehört zu den bedeutendsten kulturellen Leistungen der Menschen. Es liefert nicht nur Licht und Wärme, sondern formt auch Werkstoffe wie Glas, Metall oder Keramik und ist so Voraussetzung für viele zivilisatorische Errungenschaften. An einer gemeinsamen Medienkonferenz haben heute Vertreter der Fachstellen für Denkmalpflege der Kantone Schwyz, Zug, Luzern, Obwalden, Nidwalden und Uri die vielfältigen Aktivitäten am 7. und 8. September vorgestellt - gleich vor Ort im Rathaus in Luzern, wo die sechs frisch restaurierten Kachelöfen besichtigt werden können.

Feuersbrünste in der Zentralschweiz

Das Programm in der Zentralschweiz bietet am 7. und 8. September attraktive Schauplätze: Die Besucherinnen und Besucher des Denkmaltages können zum Beispiel das Kraftwerk Wägital in Siebnen besichtigen, mit den Auswirkungen der Energiegewinnung aufs Orts- und Landschaftsbild entlang der Wägitaler Aa. Weitere Industriestandorte die vorgestellt werden, sind die Emmenweid mit den von Moos'schen Eisenwerken und der Kunstseidenfabrikation der Viscose sowie die Papierfabrik Cham mit ihrer über 350 jährigen Geschichte der Papierproduktion.

Stark präsent im kulturellen Erbe ist aber auch die zerstörerische Kraft des Feuers. Verheerende Brände haben immer wieder Siedlungen, Dörfer und ganze Städte zerstört und grosse Not über die betroffene Bevölkerung gebracht. Gleichzeitig führten diese Stadtbrände zu städtebaulichen Veränderungen. Feuerpolizeiliche Vorschriften als Massnahmen gegen die Brandgefahr veränderten das Stadtbild, Baulinien wurden angepasst, Freiräume und Plätze geschaffen, Baumaterialien vorgeschrieben - kurz die Feuersbrünste standen vielfach, zusammen mit anderen Faktoren, am Anfang der modernen Siedlungsplanung. Mehrere Führungen thematisieren die grossen mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Brände mit ihren Folgen, u.a. die grossen Dorfbrände in Sarnen (1486) und Stans (1713) oder der Stadtbrand in Sursee (1734).

Weitere Höhepunkte im Programm sind die Führungen zur historischen Ziegelproduktion in Flüelen und zur Dynamitfabrik in Isleten oder die Fahrten mit historischen Dampfbahnen über die Furka-Bergstrecke und durchs Luzerner Seetal von Hochdorf bis nach Lenzburg. Eine Schifffahrt auf dem Zugersee schliesslich führt zu den Spuren der Pfahlbausiedlungen, die seit 2011 als UNESCO Weltkulturerbe anerkannt sind.

Zusammenarbeit über die Kantonsgrenzen hinaus

Seit seiner ersten Durchführung hat sich der Europäische Tag des Denkmals zur grössten und erfolgreichsten Veranstaltung im Bereich der Kulturgütererhaltung entwickelt und wird schweizweit jährlich von mehreren zehntausend Personen besucht. Koordiniert werden die Tage des Denkmals in der Schweiz durch die Nationale Informationsstelle für Kulturgüter-Erhaltung NIKE. Organisiert und umgesetzt wird das Programm durch die Fachstellen für Denkmalpflege und Archäologie der Kantone.

Die Zentralschweizer Denkmalstellen Schwyz, Zug, Luzern, Nidwalden, Obwalden und Uri haben für den Denkmaltag 2013 - in Ergänzung zum von der NIKE herausgegebenen gesamtschweizerischen Programm - erneut eine gemeinsame Programmbroschüre herausgegeben. Das handliche Büchlein weist den Weg zu 34 Standorten in der Zentralschweiz, an denen eine reiche Vielfalt von Objekten und Veranstaltungen besucht werden können. Von Alpnachstadt im Kanton Obwalden bis Siebnen im Schwyzer Wägital, von Realp bis Beromünster.

Das gemeinsam realisierte Projekt ist auch eine informelle Form interkantonaler Zusammenarbeit. Kulturgüter halten sich in der Regel nicht an Kantonsgrenzen. Gerade als Energiequelle, Veredler und Manifestation des Geistigen sind Feuer und Licht stark in unserem kulturellen Erbe präsent: So laden die sechs Kantone die Besucherinnen und Besucher ein, den reichen und bisweilen auch weniger bekannten Bestand an Kulturdenkmälern rund um «Feuer Licht Energie» in der Zentralschweiz zu entdecken.

Eröffnungsanlass 4. September 2013

Erstmals findet dieses Jahr zum Denkmaltag im Kanton Luzern ein Eröffnungsanlass statt. Unter dem Titel «Energiewende und Denkmalschutz - ein Gegensatz?» beleuchten drei Fachleute den aktuellen Stand der Forschung und Debatte rund um Fragen der Förderung von Energieeffizienz und erneuerbarer Energien und dem Erhalt unserer Kulturdenkmäler und historischen Ortsbilder. Eröffnet wird der Anlass von Regierungsrat Reto Wyss, Bildungs- und Kulturdirektor Kanton Luzern.

Programmbroschüre ETD Zentralschweiz:

http://www.lu.ch/download/sk/mm_photo/11198_20130829_ETD.pdf

Weitere Angaben zu Führungen und anderen Veranstaltungen finden sich auf www.hereinspaziert.ch oder auf den Webseiten der beteiligten Kantone.

Luzerner Bilder können herunter geladen werden auf:

http://www.da.lu.ch/index/vermittlung/etd_2013/etd_2013_medien.htm

Kontakt:

ETD Kt. Schwyz: 
Thomas Brunner
041 819 20 90
michael.tomaschett@sz.ch
Schwyzer Bilder können auf www.sz.ch/kultur herunter geladen werden.

Kontakt ETD Kt. Zug:
Michael Felber
079 331 32 56
m.felber@acm-projects.ch

Kontakt ETD Kt. Nidwalden:
Elian Grossrieder
Elian.grossrieder@nw.ch
041 618 73 48

Kontakt ETD Kt. Obwalden:
Dr. Peter Omachen
denkmalpflege@ow.ch
041 666 62 51

Kontakt ETD Kt. Uri:
Toni Häfliger
toni.haefliger@bluewin.ch
079 600 38 53
Urner Bilder können auf http://www.ur.ch/denkmal heruntergeladen
werden.

Kontakt ETD Kt. Luzern
Mathias Steinmann
041 228 71 74 / 079 605 84 34
mathias.steinmann@lu.ch
www.da.lu.ch


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