Staatskanzlei Luzern

Bildungskommission für Vereinheitlichung der Beiträge an höhere Fachschulen

Luzern (ots) - Die Kommission Erziehung, Bildung und Kultur (EBKK) des Luzerner Kantonsrates unterstützt einstimmig den Beitritt des Kantons Luzern zu einer interkantonalen Vereinbarung, welche die Beiträge an die Bildungsgänge der höheren Fachschulen vereinheitlicht. Die Kommission folgt damit dem Antrag des Regierungsrates.

Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat die Genehmigung des Beitritts des Kantons Luzern zur Interkantonalen Vereinbarung über Beiträge an die Bildungsgänge der höheren Fachschulen (HFSV). Diese wird nach ihrem Inkrafttreten den Lastenausgleich zwischen den Kantonen bei den höheren Fachschulen regeln und für die Studierenden den gleichberechtigten Zugang zu den ausserkantonalen Bildungsangeboten ermöglichen. Die wichtigste Neuerung dieser Vereinbarung ist eine verbesserte Freizügigkeit durch die Aufhebung des «À la carte»-Prinzips. Die Vereinbarungskantone bezahlen Beiträge für alle Studiengänge, die Teil der Vereinbarung sind. Dadurch wird den Studierenden der gleichberechtigte Zugang zu allen in die Vereinbarung aufgenommenen Bildungsgängen ermöglicht. Es gibt auch mehr Kostentransparenz, da die Herkunftskantone der Studierenden dem Bildungsanbieter schweizweit für die gleichen Bildungsgänge die gleiche Semesterpauschale bezahlen.

Beiträge bei maximal 90 Prozent

Neu kann die Konferenz der Vereinbarungskantone eine Mindest- und die Höchstgrenze für die vom Anbieter erhobene Studiengebühr festlegen. In Bildungsgängen von erhöhtem öffentlichem Interesse decken die Beiträge 50 Prozent der Brutto-Vollkosten. In den Fachbereichen mit gesetzlichen Versorgungsaufträgen (Gesundheit, Soziales sowie Land- und Waldwirtschaft) können die Beiträge auf maximal 90 Prozent der ermittelten durchschnittlichen Kosten festgelegt werden. Die Bildungsangebote werden nicht stärker reguliert z.B. bei den Vorgaben zur Infrastruktur oder der Mindeststudierendenzahl.

Keine höheren Kosten

Der Beitritt zur HFSV wird dem Kanton Luzern keine Mehrkosten verursachen, da der Kanton Luzern innerhalb der Zentralschweiz bereits heute die Freizügigkeit kennt, die neuen HFSV Tarife grösstenteils nahe bei den bisherigen FSV Tarifen liegen und für die Bereiche mit erhöhtem öffentlichen Interesse bereits heute höhere Beiträge festgelegt sind.

Einstimmige Unterstützung

Die EBKK unterstützt den Beitritt zur Vereinbarung einstimmig. Sämtliche Fraktionen erwarten sich eine Stärkung der höheren Fachschulen und begrüssen die neue Kostentransparenz. Positiv wurde vermerkt, dass der Kanton nicht zusätzlich finanziell belastet wird. Einzelne Stimmen bedauern, dass eine überdurchschnittliche Unterstützung jeglicher im öffentlichen Interesse liegender Bildungsangebote nicht ermöglicht wird. Auch wurde die Hoffnung ausgedrückt, der Kanton werde auf Schulen, die weniger Beiträge erhalten, lenkend und unterstützend einwirken.

Die Beratung der Vorlage im Kantonsrat wird voraussichtlich in der Septembersession stattfinden.

Kontakt:

Christian Graber
Präsident Kommission Erziehung, Bildung und Kultur
Tel.: 079 626 07 27



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