Staatskanzlei Luzern

Historisches Museum Luzern: Direktor Heinz Horat geht in Pension

Luzern (ots) - Der langjährige Direktor des Historischen Museums Luzern, Dr. Heinz Horat, geht per Ende Juli 2013 in Pension. Er hat das Museum in den vergangenen Jahren neu konzipiert und erfolgreich in der Schweizer Museumslandschaft positioniert. Seine Nachfolgeregelung hängt davon ab, wie das Postulat für eine gemeinsame administrative Leitung für das Natur-Museum und das Historische Museum umgesetzt wird.

Als der promovierte Kunsthistoriker und frühere Denkmalpfleger Heinz Horat 2001 die Leitung des Historischen Museums übernahm, bestand seine erste Aufgabe darin, das Museum neu zu konzipieren und einzurichten. In den folgenden Jahren hat sich das Historische Museum unter seiner Leitung zu einem modernen "Zeughaus" gewandelt: Es ist ein Depot für historische Exponate aus der Kulturgeschichte des Kantons und der Region Luzern geworden.

Bei der Vermittlung der Geschichte setzt das Museum seither auf das begehbare Lager mittels Theatertouren und konnte sich mit diesem innovativen Konzept schweizweit und auch international als attraktives und erfolgreiches Museum positionieren. Dafür war Heinz Horat nicht nur konzeptionell tätig. Etliche der viel beachteten Sonderausstellungen tragen seine Handschrift: die Ausstellung der Hofbrückenbilder, Luzerner Quartierthemen wie "Ausser Rand und Band" und "Die Leute im Untergrund", aber auch "Badefreuden", "Dresscode" und "Beresina" und nun, aktuell, zwei Ausstellungen im Rahmen des Projekts "sagenhaft". Heinz Horat hat neben der Leitung des Museums immer auch als Ausstellungskurator, Autor von Theatertouren, Buchautor und wissenschaftlicher Experte gewirkt. Der Regierungsrat des Kantons Luzern dankt ihm schon heute für sein wirkungsvolles und kreatives Engagement und wünscht ihm alles Gute.

Gemeinsame Museumsleitung in Postulat gefordert

Das Bildungs- und Kulturdepartement BKD nimmt den anstehenden Wechsel in der Leitung des Museums zum Anlass, die Führungsstruktur der beiden kantonalen Museen auf allfällige Synergien zu untersuchen. Der Kantonsrat hat 2011 ein Postulat erheblich erklärt, mit dem die Prüfung einer gemeinsamen administrativen Leitung für das Natur-Museum und das Historische Museum verlangt wird. Die Dienststelle Hochschulbildung und Kultur des BKDs hat eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die erweisen soll, welche Optimierungen und Synergien zwischen den beiden Museen über die heute bestehende Zusammenarbeit hinaus möglich wären.

Da die Ergebnisse der Studie möglicherweise Einfluss auf die Formulierung der Ausschreibung für die Nachfolge der Museumsleitung haben werden, wird mit dieser Ausschreibung noch zugewartet, bis alle Aspekte vollständig geklärt sind. Sollte sich die Besetzung der Direktionsstelle im Historischen Museum dadurch etwas verzögern, wird für eine Übergangsregelung gesorgt.

Kontakt:

Dr. Karin Pauleweit
Leiterin Dienststelle Hochschulbildung und Kultur
Tel.: +41/41/228'64'96
E-Mail: karin.pauleweit@lu.ch



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