Staatskanzlei Luzern

Kantonsübergreifende Spitalregion LUNIS soll weiter ausgebaut werden

Luzern (ots) - Die Spitalregion Luzern Nidwalden LUNIS bewährt sich. Das Luzerner Kantonsspital und das Kantonsspital Nidwalden profitieren von der Zusammenarbeit. Dies zeigt eine Standortbestimmung der Projektleitung nach dem ersten Betriebsjahr. In einzelnen Bereichen können die beiden Spitäler Kosten sparen, in anderen Bereichen höhere Umsätze generieren. Bei Engpässen helfen sie sich mit Personal aus, zudem können sie die Spitalinfrastruktur gezielter auslasten. Die Patientinnen und Patienten profitieren von optimierten Schnittstellen, effizienten Abläufen und hoher Qualität. Die Kantone Luzern und Nidwalden wollen die Zusammenarbeit weiter ausbauen.

Am 1. Januar 2012 haben das Luzerner Kantonsspital LUKS und das Kantonsspital Nidwalden KSNW mit der gemeinsamen Spitalregion Luzern Nidwalden LUNIS gestartet. Nach dem ersten Betriebsjahr fällt die Bilanz positiv aus, dies sowohl aus Sicht der Politik wie auch der Spitäler. "LUNIS ist eine Erfolgsgeschichte", freut sich der Luzerner Gesundheits- und Sozialdirektor Guido Graf. Im Zusammenhang mit der neuen Spitalfinanzierung haben die Kantone Luzern und Nidwalden das volle Leistungsspektrum des jeweiligen Partnerspitals in die eigene Spitalliste aufgenommen. "Damit hat die Bevölkerung der Kantone Nidwalden und Luzern die volle Wahlfreiheit, an welchem Spitalstandort sie den Blinddarm oder das Bein operieren lassen will", erklärt Graf. Dies sei einzigartig und zeige, wie innovativ das Projekt LUNIS sei.

Die Nidwaldner Gesundheits- und Sozialdirektorin Yvonne von Deschwanden ist überzeugt: "Die Zukunft der medizinischen Versorgung liegt in Verbundlösungen." Das Hauptziel von LUNIS ist, die positiven Auswirkungen der Zusammenarbeit konsequent auszuschöpfen. Die Bevölkerung profitiert von einer raschen, koordinierten und qualitativ hochstehenden Gesundheitsversorgung. Durch LUNIS konnte zudem der Kostenanstieg merklich gedämpft werden.

Spitäler helfen einander mit Personal aus

Die gemeinsame Spitalregion LUNIS hat sich auch für das LUKS und das KSNW erfreulich ausgewirkt, zeigt ein Bericht, den die LUNIS-Projektleitung im Auftrag des Spitalrates erarbeitet hat. Beide Spitäler werden durch den personell identischen Spitalrat geführt. Zudem arbeiten die beiden Spitaldirektionen eng zusammen. Diese Kooperation auf der Führungsstufe habe die gewünschte Wirkung erzielt, sagt Spitalratspräsident Dr. Beat Villiger. "Alle wichtigen Geschäfte der beiden Unternehmen werden von denselben Personen beraten. Dies fördert den Blick für Verbundlösungen und verhindert unnötige, teure Doppelspurigkeiten", so Villiger. Auch Benno Fuchs, CEO des LUKS und KSNW, stellt fest, dass die beiden Spitäler von der Zusammenarbeit profitieren: "Der Austausch von Wissen und Erfahrung ist ein Gewinn für beide Spitäler." Zudem helfen sich die beiden Spitäler gegenseitig mit Personal aus, wenn es zu Engpässen kommt. Aus- und Weiterbildungen stehen für alle Mitarbeitenden offen.

Weniger Kosten, mehr Umsatz

Wie die LUNIS-Standortbestimmung zeigt, wirkt sich besonders auch die Zusammenarbeit in den verschiedenen medizinischen Fachrichtungen positiv aus. In einzelnen Bereichen konnten Kosten eingespart werden, andere Bereiche generierten mehr Umsatz. Als Beispiel nennt Urs Baumberger, Stellvertretender CEO LUKS und Spitaldirektor KSNW, die Adipositas-Chirurgie: "Durch die Einbindung des KSNW in die LUKS-Lösung konnten wir eine gefragte Dienstleistung neu anbieten, die Infrastruktur besser auslasten und dadurch die Wirtschaftlichkeit erhöhen. Gleichzeitig gab es eine Entlastung für die zeitweise überlastete Infrastruktur in Luzern."

Weiter gehende Harmonisierung geplant

Die kantonsübergreifende Zusammenarbeit der Spitalregion LUNIS soll in den kommenden Monaten weiter ausgebaut werden. Dazu braucht es eine Vereinheitlichung der wichtigsten betrieblichen Grundlagen. Die Informatik-Struktur beider Spitäler soll sukzessive harmonisiert werden. Dies gilt auch für die Anstellungsbedingungen für das Personal. Bis Ende Jahr soll ein Konzept vorliegen, das die konkreten Umsetzungsschritte wie auch die Kostenfolgen der beiden Vorhaben aufzeigt. Diese beiden Projekte haben derzeit oberste Priorität, sagt Yvonne von Deschwanden. "Wenn es gelingt, die Harmonisierung zügig voranzutreiben, dann werden die beiden Unternehmen Schritt für Schritt zu einer Einheit."

Dieses Projekt dient der Umsetzung des folgenden Schwerpunktes in der Luzerner Kantonsstrategie: Flächendeckende Grundversorgung.

Kontakt:

Regierungsrätin Yvonne von Deschwanden
Gesundheits- und Sozialdirektorin des Kantons Nidwalden
Tel.: +41/41/618'76'00

Regierungsrat Guido Graf
Gesundheits- und Sozialdirektor des Kantons Luzern
Tel.: +41/41/228'60'81

Dr. med. Beat Villiger
Präsident Spitalrat LUKS und KSNW
Tel.: +41/41/205'43'03

Benno Fuchs
CEO LUKS und KSNW
Tel.: +41/41/205'43'03

Urs Baumberger
Stv. CEO LUKS, Spitaldirektor KSNW
Tel.: +41/41/618'10'00
Mobile: +41/79/355'79'77



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