Staatskanzlei Luzern

Programm «Gesundheit im Alter» stärkt Seniorinnen und Senioren

Luzern (ots) - Die Gesundheitsförderung des Kantons Luzern hat das Programm "Gesundheit im Alter" lanciert. Ziel ist, die Gesundheit der älteren Menschen soweit zu fördern, dass Pflegebedürftigkeit verzögert, vermindert oder gar verhindert werden kann. Ein Netzwerk soll die bestehenden Angebote rund um das Thema Alter besser koordinieren und stärken. Die Gesundheitsförderung im Alter wird immer wichtiger: Gemäss Prognose ist bis in 20 Jahren jede vierte Person im Kanton Luzern über 65 Jahre alt.

"Die auf Seniorinnen und Senioren zugeschnittene Gesundheitsförderung gewinnt an Bedeutung", sagt Regierungsrat Guido Graf, Vorsteher des Gesundheits- und Sozialdepartements. Gemäss Prognose ist bis in 20 Jahren jede vierte Person im Kanton Luzern älter als 65 Jahre. Die Zahl der über 100-Jährigen verdoppelt sich alle zehn Jahre. Die steigende Zahl der älteren Menschen sei erfreulich und berge ein grosses Potential für die Gesellschaft, sagt Graf. Kommt es aber zu gesundheitlichen Problemen, dann bedeute dies eine grosse Belastung für die Betroffenen, aber auch hohe Kosten für die öffentliche Hand. "Mit dem Programm "Gesundheit im Alter" schlägt der Kanton Luzern eine neue Strategie ein, damit ältere Menschen möglichst lange gesund bleiben können", so Graf.

Pflegebedürftigkeit verzögern oder gar verhindern

Das Programm "Gesundheit im Alter" der Gesundheitsförderung des Kantons Luzern soll dazu beitragen, dass ältere Menschen möglichst lange ein gesundes, selbstständiges und mobiles Leben führen können, verbunden mit einer guten Lebensqualität. "Ziel ist, Pflegebedürftigkeit zu verzögern, vermindern oder gar zu verhindern", sagt Programmleiterin Ursula Krebs. Das Programm "Gesundheit im Alter" ist an einer Kick-Off-Veranstaltung im Kantonsratssaal in Luzern Vertretern aus Politik, Behörden und Akteuren aus der Altersarbeit präsentiert worden. Mit rund 120 Teilnehmern war das Interesse am Programm und der Veranstaltung sehr gross. "Gesundheit im Alter" verstehe sich als partnerschaftliches Programm, erklärte Programmleiterin Ursula Krebs an der Veranstaltung. "Wir erfinden das Rad nicht neu. Wir bauen in der Altersarbeit auf den bestehenden Strukturen auf und wollen die heutigen Angebote ergänzen und koordinieren." Der Kanton Luzern sei der starke Partner im Hintergrund.

Das Programm "Gesundheit im Alter" startet mit folgenden vier Schwerpunkten:

Vernetzung: Es soll ein Netzwerk aufgebaut werden, um die bestehenden Angebote für das Alter besser zu koordinieren und so zu stärken. Das Netzwerk soll den Austausch von Informationen, Wissen und Erfahrungen ermöglichen. Die bereits vorhandenen Angebote sollen besser bekannt werden. Durch gemeinsame Angebote und Projekte können Synergien genutzt werden.

Beratungsangebot für Gemeinden: Dieses soll die Gemeinden unterstützen, gesundheitsfördernde und -erhaltende Massnahmen umzusetzen. Vor dem Hintergrund von steigenden Pflegekosten gewinnt die Gesundheitsförderung im Alter auch für die Gemeinden an Bedeutung. Experten zeigen interessierten Gemeinden in einem Standortgespräch auf, welche Angebote für sie geeignet wären. Dies könnten beispielsweise altersgerechte Wohnungen sein, die Schaffung einer Anlaufstelle für ältere Menschen, ein Sport- und Bewegungsangebot etc.

Sturzprävention: Fachpersonen führen im Haushalt von sturzgefährdeten Personen eine Beratung durch, dies mit dem Ziel Stürze mit schwerwiegenden Folgen zu verhindern. Gemeldet werden die Personen vom Hausarzt oder Spitex-Mitarbeitenden. Unter der Leitung der Rheumaliga sind bereits 15 Beratungsgespräche durchgeführt worden.

Suchtprävention: In Zusammenarbeit mit dem Verein "Akzent Prävention und Suchttherapie", dem ehemaligen Drogenforum Innerschweiz, werden Bezugspersonen von älteren Menschen auf die Suchtproblematik sensibilisiert und geschult. Sie lernen, sich richtig zu verhalten, wenn bei ihrer betreuten oder nahestehenden Person ein übermässiger Alkohol- oder Medikamentenkonsum festgestellt wird.

Das Programm "Gesundheit im Alter" umfasst neben diesen vier Schwerpunktthemen, weitere Bereiche, die zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt werden. Unter anderem geht es um die Förderung der psychischen Gesundheit im Alter, die Gestaltung der neuen Lebensphase nach der Pensionierung oder die Freiwilligenarbeit. Erarbeitet wurden diese Themen in Zusammenarbeit mit Experten und älteren Menschen aus dem Kanton Luzern.

Die Regierung hat die "Gesundheit im Alter" in ihrem Legislaturprogramm 2011 bis 2015 als Entwicklungsschwerpunkt bestimmt.

Gruppenbild:

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- Claudia Burkard, Dienststelle Gesundheit, Leiterin Gesundheitsförderung

- Cornelia Kazis, Journalistin

- Alfred Waldis, Mitbegründer und Ehrenpräsident Verkehrshaus Luzern

- Urs Dickerhof, Kantonsratspräsident

- Regierungspräsident, Guido Graf, Vorsteher Gesundheits- und Sozialdepartement

- Prof. Dr. François Höpflinger, Soziologe, Universität Zürich

- Ursula Krebs, Dienststelle Gesundheit, Gesundheitsförderung, Programmleiterin

- Peter Dietschi, Geschäftsführer Pro Senectute, Kanton Luzern

Kontakt:

Ursula Krebs
Programmleiterin "Gesundheit im Alter" Dienststelle Gesundheit
Tel.: +41/41/228'65'78
E-Mail: ursula.krebs@lu.ch



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