Staatskanzlei Luzern

Tage des Denkmals: Zentralschweizer Kantone präsentieren Programm

Luzern (ots) - Am 8. und 9. September 2012 finden die Europäischen Tage des Denkmals statt. Unter dem Titel "Stein und Beton" laden die Kantone Luzern, Zug, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Uri ein, in der ganzen Zentralschweiz den Einsatz der beiden Werkstoffe zu entdecken. An einer Medienorientierung haben die Denkmalpflegestellen der sechs Kantone die gemeinsame Programmbroschüre und die Zentralschweizer Schauplätze vorgestellt.

Die Europäischen Tage des Denkmals 2012 stellen zwei Werkstoffe in den Mittelpunkt. Mit dem diesjährigen Motto wird der Blick auf die allgegenwärtigen und vertrauten Baumaterialien Stein und Beton gerichtet. Die Verwendung von Stein für Bau- und Kunstwerke oder Gebrauchsgegenstände hat eine lange und reiche Tradition. Handwerkliche Bearbeitung, Erscheinungsformen und Anwendungen sind vielfältig: Vom einfachen Schichtmauerwerk über den behauenen Stein bis hin zum Stuckmarmor als imitiertem Stein. Mit dem Beton eröffneten sich neue konstruktive und gestalterische Möglichkeiten.

An einer gemeinsamen Medienkonferenz haben heute Vertreter der Fachstellen für Denkmalpflege der Kantone Luzern, Zug, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Uri die vielfältigen Aktivitäten am 8. und 9. September vorgestellt - gleich vor Ort im Maihofschulhaus in Luzern, wo die laufenden Umbau- und Restaurierungsarbeiten besichtigt werden können (siehe dazu Text im Anhang).

Sandstein aus dem Ägerital im Bundeshaus

Das Programm in der Zentralschweiz bietet am 8. und 9. September attraktive Schauplätze: Die Besucherinnen und Besucher des Denkmaltages erfahren zum Beispiel, dass am Bundeshaus in Bern Sandstein aus dem Ägerital verarbeitet wurde oder wie die Stukkaturen und der Stuckmarmor im ehemaligen Kloster St. Urban hergestellt wurden und heute restauriert werden. Die Reise führt von den Bauwerken aus Stein und Beton in der Schöllenenschlucht und den landschaftsprägenden Strassenbauten am Seeufer des Vierwaldstättersees im Kanton Nidwalden bis zur Steinmetz-Werkstatt im Kloster Einsiedeln und den gotische Sandsteinskulpturen der Kirche St. Oswald in Zug oder den Natursteinfassaden in der Altstadt von Luzern.

Der Einsatz von Beton erweiterte die technischen und gestalterischen Mittel: Wurden die frühen Betonkonstruktionen noch hinter historistischen Natursteinfassaden versteckt, wie beim Maihofschulhaus in Luzern, so zeigen die Sichtbetonbauten der Nachkriegszeit die konstruktiven und plastischen Qualitäten dieses Werkstoffes, beispielhaft beim Schulhaus Kirchmatt in Zug oder bei den im Ortsbild von Stans nicht mehr wegzudenkenden Betonbauten. Fachwerkträger aus Beton ermöglichten die Konstruktion von grossen stützenlosen Hallen wie beispielsweise für den ehemaligen Armeemotorfahrzeugpark in Rothenburg. Ebenfalls aus Sichtbeton ist das hohe Getreidesilo der ehemaligen Steinermühle, das etwas andere Wahrzeichen der Gemeinde Malters.

Weitere Höhepunkte im Programm sind die Führung durch das barocke Frauenkloster St. Lazarus in Seedorf (UR) oder der Besuch im neu eingerichteten Depot des Historischen Museums Obwalden in Sarnen, wo über 10'000 Gegenstände die Geschichte des Kantons erzählen. Beide Objekte sind in der Regel nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Zusammenarbeit über die Kantonsgrenzen

Die Zentralschweizer Denkmalstellen Luzern, Zug, Schwyz, Nidwalden, Obwalden und Uri haben für den Denkmaltag 2012 - in Ergänzung zum von der NIKE herausgegebenen gesamtschweizerischen Programm - erneut eine gemeinsame Programmbroschüre herausgegeben. Das handliche Büchlein weist den Weg zu 31 Standorten in der Zentralschweiz, an denen eine reiche Vielfalt von Objekten und Veranstaltungen besucht werden können. Von Attinghausen im Kanton Uri bis Alberswil im Luzerner Hinterland, vom Bürgenstock bis Einsiedeln.

Das gemeinsam realisierte Projekt ist eine informelle Form interkantonaler Zusammenarbeit. Kulturgüter halten sich in der Regel nicht an Kantonsgrenzen. Gerade die Verwendung von Stein zeigt, wie eigentliche Kulturnetzwerke entstehen: vom Steinbruch zur Steinmetz-Werkstätte bis hin zur Verarbeitung am Bauwerk und zur Restaurierung. So laden die sechs Kantone die Besucherinnen und Besucher ein, den reichen und bisweilen weniger bekannten Bestand an Kulturdenkmälern rund um "Stein und Beton" in der Zentralschweiz zu entdecken.

Tag des Denkmals

Seit seiner ersten Durchführung hat sich der Europäische Tag des Denkmals zur grössten und erfolgreichsten Veranstaltung im Bereich der Kulturgütererhaltung entwickelt. Der Anlass wird schweizweit jährlich von mehreren zehntausend Personen besucht. Koordiniert werden die Tage des Denkmals in der Schweiz durch die Nationale Informationsstelle für Kulturgüter-Erhaltung NIKE. Organisiert und umgesetzt wird das Programm durch die Fachstellen für Denkmalpflege und Archäologie der Kantone.

Weitere Angaben zu Führungen und anderen Veranstaltungen finden sich auf www.hereinspaziert.ch oder auf den Webseiten der beteiligten Kantone. Die Programmbroschüre ETD Zentralschweiz steht zum Download auf www.da.lu.ch/etd_2012 bereit. Die beteiligten Kantone bieten ausserdem den Zugriff auf Bildmaterial an: Schwyz www.sz.ch/kultur; Luzern www.da.lu.ch/etd_2012; Uri www.ur.ch/de/jd/are/tage-des-denkmals-m1879.

Anhänge: - Beschrieb zum Umbau des Luzerner Maihof-Schulhauses - Zentralschweizer Programm zum ETD

Anhänge http://www.lu.ch/download/sk/mm_photo/10237_20120830_ETD.pdf http://www.lu.ch/download/sk/mm_photo/10237_20120830_Maihof.pdf

Kontakt:

Schwyz
Michael Tomaschett
Tel.: +41/41/819'20'90
E-Mail: michael.tomaschett@sz.ch

Zug
Monika Twerenbold
Tel.: +41/41/728'28'72
E-Mail: monika.twerenbold@zg.ch

Luzern
Mathias Steinmann
Tel.: +41/41/228'71'74
Mobile: +41/79/605'84'34
E-Mail: mathias.steinmann@lu.ch
Web: www.da.lu.ch

Nidwalden
Elian Grossrieder
Tel.: +41/41/618'73'48
E-Mail: Elian.grossrieder@nw.ch

Obwalden
Dr. Peter Omachen
Tel.: +41/41/666'62'51
E-Mail: denkmalpflege@ow.ch

Uri
Toni Häfliger
Mobile: +41/79/600'38'53
E-Mail: toni.haefliger@bluewin.ch



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