Staatskanzlei Luzern

Hochwasserschutz Reusszopf: Modellversuche erfolgreich

Luzern (ots) - Die geplanten Hochwasserschutzmassnahmen beim Reusszopf im Gebiet Seetalplatz bestehen auch in den physikalischen Modellversuchen. Dies haben die entsprechenden Arbeiten an der Versuchsanstalt für Wasserbau der ETH Zürich ergeben.

Die Kleine Emme weist beim Zusammenfluss mit der Reuss im Gebiet Seetalplatz eine zu geringe Abflusskapazität auf. Diese soll durch den Bau eines zweiten Flussarmes erhöht werden. Der Kanton Luzern lässt die vorausgegangenen Berechnungen zum Projekt durch ein physikalisches Modell prüfen. Die Versuchsanstalt für Wasserbau der ETH Zürich simuliert in verschiedenen Versuchsreihen die Ist-Situation und den vorgesehenen Projektzustand. Aus den laufenden Modellversuchen der Forschungsanstalt ergeben sich folgende Zwischenergebnisse: Die geplante Geometrie beim Reusszopf bezüglich Morphologie und Hydraulik ist korrekt. Kleine technische Optimierungen werden bis zum Abschluss der gesamten Versuchsreihe bis Ende Mai getestet.

Der Abfluss aus dem Vierwaldstättersee in die Reuss wird durch ein Hochwasser der Kleinen Emme gedrosselt. Die Versuche bestätigen, dass diese wichtige Rückstauwirkung der Kleinen Emme auf die Reuss mit dem Projekt erhalten bleibt. Für die Unterliegerkantone wird die Hochwassergefährdung gegenüber der Ist-Situation nicht erhöht.

Die vorausgegangenen Berechnungen werden durch die physikalischen Modellversuche gestützt. Das numerische Modell kann somit für weitere Simulationen eingesetzt werden.Der Hochwasserschutz beim Reusszopf ist Teil des Projekts «Hochwasserschutz und Renaturierung Kleine Emme». Das Hochwasserschutzprojekt ist stark abhängig von der Neugestaltung des Verkehrs am Seetalplatz. Die notwendigen Massnahmen für den Hochwasserschutz und den Verkehr sollen deshalb koordiniert realisiert werden. Der Kantonsrat wird voraussichtlich in der Märzsession 2012 über einen Sonderkredit für den Hochwasserschutz und die Neugestaltung des Verkehrs im Gebiet Seetalplatz befinden.

Kontakt:

Albin Schmidhauser 
Abteilungsleiter Naturgefahren Verkehr und Infrastruktur
Tel.: +41/41/318'11'20


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