Staatskanzlei Luzern

Fachhochschule Zentralschweiz: Kanton Luzern soll neuem Konkordat beitreten

Luzern (ots) - Der Regierungsrat des Kantons Luzern hat den Beitritt zur neuen Fachhochschul-Vereinbarung beschlossen und beantragt dem Kantonsrat, diesen Beitritt zu genehmigen. Die Hochschule Luzern - Fachhochschule Zentralschweiz soll damit eine neue Rechtsgrundlage erhalten. Ziel ist eine effizientere Führung der Fachhochschule unter einheitlicher Trägerschaft der Zentralschweizer Kantone.

Im vergangenen September hat der Fachhochschul-Konkordatsrat, der sich aus den Bildungsdirektoren der sechs Zentralschweizer Kantonen zusammensetzt, beschlossen, die Fachhochschule Zentralschweiz auf ein neues, stabiles Fundament zu stellen: Neue Rechtsgrundlagen sollen künftig eine kohärente Führung der erfolgreichen Hochschule Luzern ermöglichen und die Zuständigkeiten in allen Bereichen klar regeln.

Die kantonalen Regierungen und Parlamente müssen dieser Vereinbarung zustimmen, damit die neuen Rechtsgrundlagen in Kraft treten können, so auch der Kanton Luzern. Der Regierungsrat hat den Beitritt nun beschlossen und legt dem Kantonsrat die entsprechende Botschaft mit dem Antrag vor, den Beitritt zu genehmigen.

Änderungen für den Kanton Luzern

Für die Hochschule Luzern und speziell für den Kanton Luzern ergeben sich aus der Fachhochschul-Vereinbarung folgende Neuerungen:

- Die bisherigen Teilschulen, die unterschiedliche Trägerschaften aufweisen, werden zusammen mit der Direktion zu einer Hochschule zusammengefügt, die künftig als eine öffentlich-rechtliche Anstalt mit eigener Rechtspersönlichkeit auftritt und von den Zentralschweizer Kantonen getragen wird. Der Kanton Luzern hat weiterhin den Vorsitz im Konkordatsrat.

- Die Finanzierungsmechanismen werden neu geregelt: An Stelle der bisherigen Kostenabgeltungspauschale pro Studierenden treten Beiträge nach der Interkantonalen Fachhochschul-Vereinbarung und ein Globalbeitrag an die Betriebskosten.

- Neu wird auch der Standortvorteil geregelt: Er beträgt nun sechs Prozent des jährlichen Umsatzes der Hochschulen auf dem Kantonsgebiet. Luzern zahlt damit einen höheren Beitrag als bisher, der Kanton profitiert aber wirtschaftlich und gesellschaftlich auch stark von der Hochschule.

Hervorragender Kostendeckungsgrad

Die Hochschule Luzern (HSLU) ist eine der sieben öffentlich-rechtlichen Fachhochschulen der Schweiz und besteht aus den fünf Teilschulen Technik & Architektur, Wirtschaft, Design & Kunst (Träger: Kanton Luzern), Musik und Soziale Arbeit (Träger: je eine Stiftung) sowie der Direktion (Trägerschaft: Konkordat).

Rund 4'900 Studierende in der Ausbildung, 3'800 Personen in der Weiterbildung, 345 Projekte in Forschung und Entwicklung sowie die Wahrnehmung als zuverlässiger Partner im Bereich der Dienstleistungen sind der Leistungsnachweis dieser grössten Bildungsinstitution in der Zentralschweiz.

In den letzten zehn Jahren ist es der HSLU gelungen, sich in der schweizerischen FH-Landschaft sehr gut zu positionieren, dies bei vergleichsweise tiefen Kosten pro Studierenden und Studierende. Im Bereich Weiterbildung weist die HSLU den besten Deckungsgrad unter den Hochschulen auf.

Mit rund 1250 Mitarbeitenden, von denen die meisten in hoch qualifizierten Stellen arbeiten, gehört die HSLU zu den 15 grössten Arbeitgeberinnen der Zentralschweiz. Im Jahr 2010 bezahlten die sechs Konkordatskantone rund 64 Mio. Franken an die Hochschule Luzern, bei einem Gesamtumsatz von 192 Mio. Franken.

Kontakt:

Regierungsrat Reto Wyss 
Bildungs- und Kulturdirektor Kanton Luzern
Tel.: +41/41/228'52'03 (heute von 12.30 bis 13.30 Uhr)
E-Mail: reto.wyss@lu.ch


Das könnte Sie auch interessieren: