Staatskanzlei Luzern

Sichere Strassen dank Gehölzpflege

Luzern (ots) - Wälder und Gehölze entlang von Strassen sind bei Wind und Wetter oft ein Risiko für die Verkehrsteilnehmer. Im Kanton Luzern wird deshalb der Wald entlang von 44 Kilometern Strassen in den kommenden Jahren nach einem klaren Konzept saniert - und die Strassen damit sicherer gemacht. Was dies für Forstarbeiter, Waldeigentümer, Projektleiter und Autofahrer bedeutet, wurde den Medien am Beispiel des Holzschlags Hirsegg in Flühli vor Ort demonstriert.

Überalterte und instabile Waldbestände entlang von Strassen bergen grosse Risiken für die Verkehrsteilnehmer. Bei Sturm oder Schneedruck drohen Bäume umzustürzen oder Kronen und Äste abzubrechen. Strassensperrungen oder gar Unfälle sind die Folge. Obwohl der Verkehr in den letzten Jahren enorm zugenommen hat, sind die Wälder und Gehölze entlang der Strassen wenig gepflegt worden. Die meist privaten Waldeigentümer sind dazu kaum mehr in der Lage, zudem besteht auch keine rechtliche Bewirtschaftungspflicht. Die Sicherheitsholzschläge, die in den letzten drei Jahren erfolgt sind, vermochten das Risiko nur punktuell zu schmälern.

Diese Situation soll nun verbessert werden. Mit dem neuen Gehölzpflegekonzept kann die Pflege der Waldstreifen entlang von Strassen nach klaren Vorgaben systematisch an die Hand genommen werden.

Was das bedeutet, wurde an einem Medienanlass am Hirseggstutz in Flühli sichtbar, wo Mitarbeiter der beiden Dienststellen «Verkehr und Infrastruktur (vif)» sowie «Landwirtschaft und Wald (lawa)» zusammen mit der Forstunternehmung die Gehölzpflegemassnahmen eins zu eins vorführten.

Laut Markus Müller, Abteilungsleiter Strasseninspektorat bei der Dienststelle vif, sollen in den nächsten 15 Jahren im Kanton Luzern auf einer Länge von 44 Kilometern 190 Hektaren "saniert" werden. Die Waldeigentümer würden nach einem speziellen System für den Ertragsausfall entschädigt. Müller rechnet mit durchschnittlichen Kosten für die Eingriffe von insgesamt 300'000 Franken pro Jahr. Mit dem Übergang von den reaktiven Ersteingriffen zu den kontinuierlichen Pflegeeingriffen können die Unterhaltskosten langfristig markant gesenkt werden.

Ziel ist es gemäss Müller, die Strassensicherheit zu erhöhen, sei es durch eine freie Fahrbahn oder eine bessere Sicht. Langfristig könne aber auch der Unterhaltsaufwand gesenkt werden. Und weiter gelte in fast jedem Fall, dass Aufräumen nach einem Schadenfall teurer sei als präventives, gezieltes Ausholzen und eine kontinuierliche Pflege der strassennahen Waldbestände.

Fotos finden Sie auf www.lawa.lu.ch

Kontakt:

Thomas Abt
Dienststelle Landwirtschaft und Wald Abteilungsleiter Wald
Tel.: +41/41/228'10'71
E-Mail: thomas.abt@lu.ch

Markus Müller
Dienststelle Verkehr und Infrastruktur Abteilungsleiter
Strasseninspektorat
Tel.: +41/41/288'91'63
E-Mail: markus.mueller3@lu.ch



Weitere Meldungen: Staatskanzlei Luzern

Das könnte Sie auch interessieren: