Staatskanzlei Luzern

Neuer Autobahnanschluss Rothenburg ist in Betrieb

Luzern (ots) - Seit Samstag, 5. November 2011 rollt der Verkehr über den Autobahnanschluss Rothenburg. Der neue Vollanschluss wurde am Wochenende im Beisein von Vertretern des Bundesamtes für Strassen, des Kantons Luzern und der Standortgemeinde offiziell dem Verkehr übergeben. Der Autobahnanschluss ist ein Element des Agglomerationsprogramms Luzern und erfüllt in der Luzerner Gesamtverkehrsstrategie eine wichtige Funktion.

Mit dem Anschluss Rothenburg steht im Norden der Agglomeration Luzern eine neue Verkehrsanlage mit hoher Kapazität zur Verfügung. Der auf einen täglichen Verkehr von rund 54'000 Fahrzeugen ausgelegte Autobahnanschluss nimmt die Verkehrsströme aus dem Rottal und Hildisrieden/Rain auf und sorgt für eine direkte Anbindung des Industriegebietes Rothenburg an das Nationalstrassennetz. Er entlastet den Anschluss Emmen Nord und erhöht dort die Verkehrssicherheit. Das von Bund und Kanton Luzern realisierte Gesamtprojekt umfasst neben den eigentlichen Anschlussbauwerken, die Gesamtsanierung der A2-Fahrbahn im Anschlussbereich, den Ausbau der Stations- und Rosengartenstrasse sowie den Umbau des bestehenden Vollanschlusses Emmen Nord zu einem Halbanschluss. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 60 Millionen Franken. Der Kanton Luzern trägt einen Kostenanteil von 27 Prozent.

Vollanschluss und ausgebaute Zubringerstrasse

Für den Vollanschluss wurden neue Ein- und Ausfahrtsrampen erstellt. Die Rampen wurden mit den Kreiseln Wahligen und Huoben an die bestehende Stationsstrasse angeschlossen. Zwischen den beiden Kreiseln wurde die Stationsstrasse abgesenkt und verbreitert. Vorgängig mussten die Erdgashochdruckleitung, die durch den Perimeter des neuen A2-Anschlusses Rothenburg führte, und der Buzibach verlegt werden. Für die Reinigung der Strassenabwässer stehen eine Strassenabwasserbehandlungsanlage und ein Ölrückhaltebecken zur Verfügung. Der neue Anschluss Rothenburg erforderte auch Anpassungen im Fahrbereich der A2. Der Strassenoberbau, die elektromechanischen Anlagen und alle Nebenanlagen wurden erneuert und auch die bestehenden Kunstbauten instand gesetzt. Als weiteres Teilprojekt wird die Stations- und Rosengartenstrasse zum neuen Zubringer ausgebaut. Der Zubringer führt vom Anschluss Rothenburg entlang der heutigen Stationsstrasse über den Knoten Gimmermee in die Kantonsstrasse Rothenburg-Hildisrieden/Rain. Der bestehende Knoten Bertiswil wird in einen Kreisel umgebaut. Auf dem Zubringer, der von der Gemeinde- zur Kantonsstrasse aufklassiert wird, steht dem Langsamverkehr eine Radverkehrsanlage in Form von kombinierten Rad-/Gehwegen oder Radstreifen zur Verfügung. Gleichzeitig wurden im Abschnitt Stations-/Rosengartenstrasse Lärmschutzmassnahmen umgesetzt. Die Ausbauarbeiten beim Zubringer Stationsstrasse-Rosengartenstrasse bis Kreisel Bertiswil dauern noch bis Frühjahr 2012, wobei der Kreisel Bertiswil noch in diesem Jahr in Betrieb genommen werden soll. Der Umbau des Vollanschlusses Emmen Nord zu einem Halbanschluss, eine Bedingung aus der Plangenehmigungsverfügung des UVEK für den Anschluss Rothenburg, soll Ende 2012/Anfang 2013 starten und bis anfangs 2014 abgeschlossen sein. Aufgehoben werden die beiden Rampen in und aus Richtung Bern/Basel.

Gemeinsamer Einsatz hat sich gelohnt

Die Vertreter des Bundes, des Kantons Luzern und der Standortgemeinde Rothenburg betonten an der Eröffnung die wichtige Funktion des neuen Autobahnanschlusses. Thomas Weber, Filialchef ASTRA-Infrastrukturfiliale Zofingen, lobte die Verantwortlichen des Kantons Luzern, die sich jahrelang intensiv mit der Thematik auseinander- und für gute Lösungen eingesetzt hätten. Hier in Rothenburg habe sich der gemeinsame Einsatz gelohnt, gelohnt für den Wirtschaftsstandort, für die Wohngebiete in und um Rothenburg und für Verkehrsfluss und Verkehrssicherheit auf den Kantons- und Gemeindestrassen, sagte Weber. Regierungsrat Reto Wyss, ehemaliger Gemeindepräsident von Rothenburg, bezeichnete den Autobahnanschluss als regionales Jahrhundert-Projekt für Rothenburg und Luzern-Nord. Rothenburg habe jetzt Direktanschluss nach Mailand und Hamburg. «Wir sind eingebunden ins internationale Verkehrsnetz. Ich bin überzeugt, dass der Autobahnanschluss Rothenburg wie ein Entwicklungsmotor für die weitere Entwicklung des ganzen Gebiets Luzern-Nord ist.» Bernhard Büchler, Gemeindepräsident von Rothenburg unterstrich, dass mit dem Autobahnanschluss gleich mehrere Versprechen eingelöst werden könnten. Einerseits entlaste der Autobahnanschluss den Schwerverkehr im Gemeindegebiet Emmen und anderseits werde der Schwerverkehr auch im Wohngebiet Rothenburg merklich reduziert. Ein weiteres Versprechen werde gegenüber den KMU eingelöst, welche vor Jahren mit der Option des Autobahnanschlusses den Sitz ihres Geschäftes nach Rothenburg verlegten oder Rothenburg als Niederlassung wählten. Mit dem Anschluss steige die Attraktivität von Rothenburg als Wohn- und Arbeitsgebiet.

Kontakt:

Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement
Tel.: +41/41/228'53'52



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