Staatskanzlei Luzern

Robert Küng und Reto Wyss 100 Tage im Amt: Geglückter Start - klare Departementsschwerpunkte

Luzern (ots) - Seit 100 Tagen sind die beiden neuen Luzerner Regierungsräte Robert Küng und Reto Wyss im Amt. Heute traten sie gemeinsam vor die Medien, zogen eine erste Bilanz und stellten ihre künftigen Schwerpunkte vor. Beide sind von ihrer neuen Aufgabe begeistert, beide bekräftigen die Wichtigkeit der Regierungsarbeit als Kollegium und beide sprachen sich für eine enge und konstruktive Zusammenarbeit mit den Zentralschweizer Kantonen aus.

Für Robert Küng symbolisiert der gemeinsame Auftritt die Nähe von Wirtschaft und Bildung sowie die Überzeugung, zusammen zu einem gut funktionierenden Regierungsteam einen wesentlichen Beitrag leisten zu können. «Ich wurde in meinem Wunschdepartement offen empfangen - der Start ist geglückt». Zum Kennenlernen des Kaders trug eine zweitägige Kadertagung mit Standortbestimmung des Departementes Wesentliches bei. «Die vorhandene Einsatzbereitschaft und die hohe Fachkompetenz haben mich beeindruckt», sagt Küng. Neben der Tatsache, dass weniger finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, sieht Robert Küng drei grosse Herausforderungen im Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement: «Der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, eine geordnete Raumentwicklung unter Berücksichtigung der knappen Ressourcen und die Aufgaben rund um das Thema Energie sind Schwerpunkte in unserer Arbeit.» Er weist darauf hin, dass die anstehenden Grossprojekte Seetalplatz und Tiefbahnhof Luzern ein Miteinander von St adt und Land erfordern, denn: «Wirtschaftlich steht und fällt der Kanton Luzern mit der Erreichbarkeit und der Entwicklung seines Zentrums.» Erreichen will Küng eine qualitativ gute Siedlungsentwicklung schwergewichtig durch Verdichten von bereits eingezonten Gebieten. «Die Fruchtfolgeflächen der Landwirtschaft werden knapp, dies erfordert eine weitsichtige Politik.» Planungsinstrumente zur Energiefrage sind vorhanden, das neue Stromversorgungsgesetz kommt im Herbst in das Parlament. Luzern ist zu 70% vom Atomstrom abhängig. «Die zukünftige Stromversorgung sicherzustellen, motiviert uns zum Handeln», betont Küng. Die Steigerung der Energieeffizienz, die Förderung von erneuerbaren Energien sowie die Energieberatung werden deshalb weitere Schwerpunkte sein.

Reto Wyss, der frühere Bauingenieur und Unternehmen, fühlt sich im Bildungs- und Kulturdepartement sichtlich wohl. Das politische Schicksal habe ihm bei der Departementszuteilung einen «glatten 6er zugewürfelt», denn: «Bildungspolitik heisst, an der Zukunft der Gesellschaft bauen. Und was ist spannender als das?» Seine Schwerpunkte setzt er im Bereich Hochschulbildung - da wird es im nächsten Frühjahr auf der Grundlage eines Planungsberichts darum gehen, die drei Hochschulen auf dem Platz Luzern für die Zukunft gut zu rüsten und den jungen Studierenden eine attraktive Vielfalt an Ausbildungsmöglichkeiten anzubieten. «Hochschulpolitik ist auch Wirtschaftspolitik und Standortpolitik», sagte Wyss und unterstrich damit die Chance von Luzern, sich schweizweit noch verstärkt als Kanton der Bildung zu positionieren. «Es geht mir darum, die richtigen Leute an der richtigen Schule zu haben», zeigte Wyss anhand der verschiedenen Herausforderungen im Berufsbildungs- und Gymnasialbereic h auf. In der Volksschulbildung hingegen steht nun - nach einer Phase der erfolgreichen Weiterentwicklungen - eine Ära der Konsolidierung an. Klipp und klar sagte der neue Bildungsdirektor: «Die Ära der Reformen ist vorbei, jetzt müssen wir evaluieren und konsolidieren.» Einen Schwerpunkt wird Regierungrat Reto Wyss in den nächsten Jahren auch bei der Kultur setzen. Im Vordergrund stehen die neue Theaterinfrastruktur, der Kulturplanungsbericht sowie die Fundstellen- und Bauinventare im Bereich Archäologie und Denkmalpflege.

Wichtig ist für beide Regierungsräte auch der geografische Weitblick. «Wir sind mit Leib und Seele Luzerner, aber die Welt hört nicht an der Kantonsgrenze auf», sagte Reto Wyss und sein Kollege Robert Küng doppelt nach: «Für grosse Projekte wie Tiefbahnhof, Hochwasserschutz, Angebotsplanung öffentlicher Verkehr, Trägerschaft Fachhochschule Zentralschweiz, Kulturpolitik, usw. ist eine sehr enge Zusammenarbeit zwingend notwendig.» Beide beziehen den geografischen Weitblick nicht nur auf die Region Zentralschweiz sondern auch auf die Kooperation mit dem Aargau und den Kontakt mit dem wirtschaftlichen Ballungszentrum Zürich.

Kontakt:

Regierungsrat Robert Küng
Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdirektor des Kantons Luzern
Tel.: +41/41/228'50'41
E-Mail: robert.kueng@lu.ch

Regierungsrat Reto Wyss
Bildungs- und Kulturdirektor des Kantons Luzern
Tel.: +41/41/228'52'01
E-Mail: reto.wyss@lu.ch


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