Staatskanzlei Luzern

Krankenkassenprämien 2012 - Nur leichter Anstieg

Luzern (ots) - Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat heute die definitiven Krankenkassenprämien für 2012 bekannt gegeben. Die Prämien für Erwachsene steigen im Kanton Luzern im kommenden Jahr um durchschnittlich 2,2%, was genau dem schweizerischen Durschnitt entspricht. Die moderate Erhöhung ist darauf zurückzuführen, dass der Kanton einen Anteil von 50% der stationären Behandlungskosten in den Spitälern übernimmt.

Immer noch unterdurchschnittliche Prämien

Im kommenden Jahr steigen die Prämien für Erwachsene ab 26 Jahren in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung im Kanton Luzern um durchschnittlich 2,2% (Vorjahr 7,3%). Mit diesem Anstieg liegt der Kanton Luzern genau im schweizerischen Mittel. Bei den jungen Erwachsenen beträgt der Anstieg 5% (Vorjahr: 12,2%) und liegt damit leicht über dem schweizerischen Durchschnitt von 4,4%. Für Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre liegt die Erhöhung mit 1,3% (Vorjahr: 6,3%) ebenfalls nahezu im schweizerischen Durchschnitt von 1,4%.

«Die Regierung wollte die Prämienzahler nicht übermässig belasten und hat bewusst den Kantonsanteil der stationären Behandlung in den Spitälern auf 50% festgelegt. Damit übernimmt der Kanton für 2012 sämtliche Mehrkosten, die aufgrund der neuen Spitalfinanzierung entstehen», sagt Guido Graf, Gesundheits- und Sozialdirektor des Kantons Luzern. «Die Krankenkassenprämien im Kanton Luzern liegen immer noch unter dem schweizerischen Durchschnitt, und das soll auch so bleiben.» Mit 338,87 Franken seien die Prämien wie im Vorjahr 11% tiefer als die schweizerische Durchschnittsprämie von 382 Franken. Luzern hat im Ranking der Kantone einen Platz gut gemacht und liegt nun auf Rang 11.

Neue Spitalfinanzierung ab 2012

Bei der neuen Spitalfinanzierung, die 2012 in Kraft tritt, muss der Kanton jährlich bestimmen, welcher Anteil der Kosten der stationären Behandlung in Spitälern und Geburtshäusern zu seinen Lasten geht und welchen die Krankenversicherer übernehmen. Der Kanton muss sich mit mindestens 55% an den Kosten beteiligen. Weil das Prämienniveau 2011 im Kanton Luzern jedoch unter dem schweizerischen Durchschnitt liegt, hat der Kanton während einer Übergangszeit von fünf Jahren die Möglichkeit, den kantonalen Anteil an den Kosten der stationären Behandlungen auch bei weniger als 55% festzulegen.

Kontakt:

Hanspeter Vogler 
Leiter Dienststelle Gesundheit Gesundheits- und Sozialdepartement des
Kantons Luzern
Tel.: +41/41/228'60'84


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