Staatskanzlei Luzern

Luzerner Schulen für Verpflegung mit Qualität ausgezeichnet

Luzern (ots) - Weniger Fleisch, mehr Fisch, wenig Süsses, mehr Vollkornprodukte: Die Heilpädagogische Schule Willisau und die additive Tagesschule St. Karli in Luzern erhalten eine Auszeichnung für ihr abwechslungsreiches und ausgewogenes Verpflegungsangebot.

Seit Anfang 2011 können sich Mensen und Mittagstische auf dem Weg zu einer ausgewogenen Verpflegung begleiten lassen. Bis jetzt haben fünf Betriebe, die zwischen 30 und 700 Kinder pro Tag verpflegen, von diesem Angebot Gebrauch gemacht. Beatrix Arnold, Projektverantwortliche beim Berufsbildungszentrum Natur und Ernährung, hat mit ihnen die bisherigen Menüpläne analysiert und einfache, machbare Verbesserungsvorschläge ausgearbeitet. Für Beatrix Arnold hat sich das individuelle Vorgehen bewährt: "Für die Betriebe ist es wichtig, dass man die bestehende Infrastruktur, das Budget und das Personal bei der Beratung berücksichtigt. Nur so kann man das Menüangebot nachhaltig verändern." Bietet der Betrieb längerfristig eine ausgewogene Verpflegung an, wird er ausgezeichnet und erhält somit eine Vorbildfunktion. Diese Auszeichnung haben die HPS Willisau und die additive Tagesschule St. Karli nach einem halben Jahr erreicht. Ohne erneute Prüfung verfällt die Auszeichnung nach zwei Jahr en. Damit wird gewährleistet, dass die Projektziele langfristig weiterverfolgt werden.

Bessere Qualität ohne Mehrkosten

Die zwei ausgezeichneten Betriebe bieten abwechslungsreiche und ausgewogene Mahlzeiten an (z.B. weniger Fleisch, mehr Fisch und Vollkornprodukte, wenig Süsses). Sie achten auch darauf, dass die Mahlzeiten schön präsentiert werden. Beim Einkauf bevorzugen sie regionale und saisonale Produkte und achten auf Produktion und Zusammensetzung der Nahrungsmittel. Markus Janett, Koch an der Heilpädagogischen Schule Willisau, ist vom Projekt überzeugt: "Die Beratung hat mir gezeigt, dass bessere Qualität sich mit relativ einfachen Massnahmen erreichen lässt. Neu bieten wir mehr Rohkost, Gemüse und Fisch an und unser Aufwand hat sich nicht erhöht." Mit der Auszeichnung sollen jetzt die Eltern der Schülerinnen und Schüler auf die Neuerungen in der Küche der HPS Willisau und der additiven Tagesschule St. Karli aufmerksam gemacht werden.

Beratung gewünscht

Mahlzeitenanbieter weisen sehr unterschiedliche Eigenschaften auf: Tageseltern, die maximal fünf Kinder auf einmal verpflegen, sehen sich mit anderen Herausforderungen konfrontiert als das Team einer Mensa, das täglich Mittagessen für mehrere Hunderte Jugendliche aufbereitet. Ungeachtet der Anzahl Kinder, die verpflegt werden müssen, ist es für Mahlzeitenanbieter nicht einfach, gesund und ausgewogen zu kochen: Einerseits soll das Essen den Kindern schmecken, andererseits sind Budget und Personalressourcen beschränkt. Im Jahr 2010 hat eine Befragung bei den Mittagstischen, Mensen, Tagesschulen, Horten, Tageseltern und Krippen des Kantons gezeigt, dass etwa die Hälfte der Betriebe eine Beratung wünscht. Zusammen mit dem Berufsbildungszentrum Natur und Ernährung bietet deshalb die kantonale Gesundheitsförderung mit dem Projekt «Schnitz und drunder» Beratungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten an.

Beratungsangebot wird erweitert

Das Projekt «Schnitz und drunder» wurde von der kantonalen Gesundheitsförderung im Rahmen des Luzerner Aktionsprogramms «Gesundes Körpergewicht» in Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungszentrum Natur und Ernährung lanciert. Im Herbst 2011 geht «Schnitz und drunder» in die zweite Runde. Neu können auch interessierte Krippen, Tagesschulen/-kindergärten, Horte und Tageseltern von den Beratungen profitieren. Zusätzlich zu den Einzelberatungen werden die Mahlzeitenanbieter auf Weiterbildungskurse aufmerksam gemacht, während denen sie bestimmte Themen rund um die Essensplanung und -zubereitung vertiefen können.

Nahrung ist mehr als bloss die Aufnahme von Kalorien: Essen soll Freude machen und Energie für Körper und Geist liefern. Genau hier setzt das Projekt «Schnitz und drunder» an. Die Essgewohnheiten von Kindern und Jugendlichen werden heute nicht nur am Familientisch geprägt. Immer mehr Kinder werden in familien- und schulergänzenden Institutionen betreut und essen ausser Haus. Ein ausgewogenes Essen beeinflusst das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen stark und prägt ihr Essverhalten auch in späteren Jahren. Somit spielen Institutionen mit einem Verpflegungsangebot eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.

Weitere Informationen finden Sie unten den folgenden Links:

- Projektkonzept "Schnitz und drunder", Resultate der Situationsanalyse 2010: www.kantonsarzt.lu.ch/schnitz_und_drunder.htm

- Bericht "Übergewicht im Kanton Luzern": www.kantonsarzt.lu.ch/publikationen.htm

Kontakt:

Sarah Menegale
Programmleiterin "Gesundes Körpergewicht"
Dienststelle Gesundheit, Gesundheitsförderung
Tel.: +41/41/228'65'99
E-Mail: sarah.menegale@lu.ch

Beatrix Arnold
Projektleiterin "Schnitz und drunder"
Tel.: +41/41/485'88'41
E-Mail: beatrix.arnold@edulu.ch



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