Staatskanzlei Luzern

Lieli: Burgruine Nünegg gesperrt

Luzern (ots) - Die Burgruine Nünegg liegt östlich des Dorfes Lieli in der Gemeinde Hohenrain. Die Ruine befindet sich im Eigentum des Kantons Luzern. Sie steht unter dem Schutz der Schweizerischen Eidgenossenschaft und des Kantons Luzern. Aus Sicherheitsgründen bleibt die Ruine, welche ein beliebtes Ausflugsziel bildet, voraussichtlich bis Ende 2012 gesperrt.

Geschichte

Die nach ihrer charakteristischen Form mit neun Ecken «Nünegg» genannte Anlage gilt als Stammsitz der Herren von Lieli. Die Brüder Walther und Werner von Lieli werden 1223 als Dienstleute der Kyburger erstmals aktenkundig. Nach dem Aussterben der Kyburger traten die Herren von Lieli in die Gefolgschaft von Habsburg-Österreich ein. Ihr Geschlecht starb allerdings bereits in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts aus. Durch Heirat gelangte die Burg zuerst an Hemman von Grünenberg (Stammburg Grünenberg bei Melchnau BE), dann an Rudolf d.J. von Schönau, genannt Hürus, dessen Stammburg in Schwörstadt bei Säckingen (D) lag. Wie viele Luzerner Burgen ging auch die Burg Lieli 1386, im Umfeld des Sempacherkrieges, in Flammen auf. Die Ruine und die zugehörigen Güter fielen dann - wohl über einen weiteren Erbgang - zuerst an die Grünenberger zurück und gelangten schliesslich 1431 in den Besitz des Inhabers der Herrschaft Heidegg. Um 1700 wurde die Nünegg zusammen mit Heidegg an den Stand Luzern verkauft, in dessen Eigentum sie fortan blieb.

Statische Probleme

In den vergangenen Jahren mussten immer wieder kleinere Frostschäden am Mauerwerk behoben werden. Dabei stellte man am Bergfried mehrere grössere Risse fest. Seit April 2008 wurde die Deformation des Mauerwerks mit Messungen kontrolliert. Schon zu diesem Zeitpunkt wurden gewisse Teile der Anlage für den Publikumsverkehr gesperrt.

Die Ergebnisse der Messungen zwangen zu schnellem Handeln, da die Ostecke des Bergfrieds als einsturzgefährdet bezeichnet werden musste. Als Sofortmassnahme wurde der Zugang zur Burg gesperrt.

Im August 2011 wird mit den statischen Sicherungsmassnahmen begonnen. Die eigentliche Restaurierung der Ruine ist für 2012 vorgesehen. Dabei müssen insbesondere alle Mauerkronen gefestigt und gegen eindringendes Wasser gesichert werden. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Ruine auch kommenden Generationen als beliebtes Ausflugsziel und als Ort, an dem Geschichte hautnah erlebt werden kann, erhalten bleibt.

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