Staatskanzlei Luzern

Zentralbahn: Fahrplan 2014 auch ohne Ausbau Hergiswil möglich

Luzern (ots) - Der gestützt auf den Ausbau der Zentralbahn in Luzern und Hergiswil geplante Fahrplan 2014 kann auch ohne den Doppelspurausbau in Hergiswil gefahren werden. Das ursprüngliche Projekt mit offener Linienführung in Hergiswil bleibt bis zum Vorliegen der Machbarkeitsstudie «Tunnel lang» im Jahre 2013 sistiert. Darauf einigte sich die Politstrategische Führung Agglomerationsprogramm Luzern.

Der Ausbau der Zentralbahn und insbesondere das weitere Vorgehen beim geplanten Doppelspurausbau in Hergiswil waren zentrales Thema an der Sitzung der Politstrategischen Führung Agglomerationsprogramm Luzern. Dem von Regierungsrat Max Pfister, Vorsteher des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements des Kantons Luzern geleiteten Gremium gehören weiter Vertreterinnen und Vertreter des Obwaldner und des Nidwaldner Regierungsrates, des Luzerner Stadtrates, des Verbandes Luzerner Gemeinden, des Verkehrsverbundes Luzern, des Entwicklungsträgers LuzernPlus und der SBB an. Es befasst sich mit den politstrategischen Weichenstellungen für die Verkehrsprojekte des Agglomerationsprogramms Luzern.

Die erarbeiteten Fahrplanverbesserungen ab Dezember 2013 für die Zentralbahn, die unter anderem den 15-Minutentakt der S-Bahn zwischen Hergiswil und Luzern vorsehen, basieren auf dem realisierten Doppelspurausbau in Hergiswil. Dass der Fahrplan 2014 auch ohne den Ausbau in Hergiswil fahrbar ist, geht aus der Untersuchung des Planungsbüros SMA und Partner AG aus Zürich hervor. Das auf Verkehrsplanung spezialisierte Unternehmen hatte im Auftrag des Nidwaldner Regierungsrates die Auswirkungen der neuen Situation mit dem dann noch nicht zur Verfügung stehenden Doppelspurabschnitt fahrplantechnisch untersucht. Die Studie der SMA und Partner AG zeigt, dass mit dem Fahrplan 2014 die Haltestelle Matt reduziert bedient werden kann. Auf der Basis der vorliegenden Ergebnisse werden nun die konkreten Auswirkungen auf den Bahnbetrieb im Alltag durch die Bestellerkantone Bern, Luzern, Nidwalden und Obwalden sowie dem Bundesamt für Verkehr und der Zentralbahn im Detail geklärt. Der Fahrplan wird anschliessend in der Politstrategischen Führung Agglomerationsprogramm Luzern nochmals beurteilt. Ein entsprechender Entscheid wird im November 2011 erwartet.

Während das Projekt Doppelspurausbau und Tieflegung der Zentralbahn in Luzern im Terminplan liegt und das Bauwerk zusammen mit der neuen Haltestelle Allmend Ende 2013 in Betrieb genommen werden kann, ist das ursprüngliche Projekt eines Doppelspurausbau zwischen Hergiswil Schlüssel und der Haltestelle Matt in Hergiswil seit Ende 2010 sistiert. Aufgrund der vielen Einsprachen gegen das Projekt haben der Regierungsrat des Kantons Nidwalden und die Gemeinde Hergiswil entschieden, ein Vorprojekt für eine Variante «Tunnel lang» mit Doppelspur von Hergiswil Schlüssel bis zum Bahnhof Hergiswil ausarbeiten zu lassen. Im Jahr 2013 werden die Ergebnisse vorliegen. Anschliessend wird in Kenntnis der Vor- und Nachteile der verschiedenen Varianten (heutiger Zustand; Doppelspurausbau mit offener Linienführung, Tunnel kurz oder Tunnel lang) das weitere Vorgehen festgelegt. Demzufolge bleibt das ursprüngliche Projekt mit offener Linienführung in Hergiswil bis zum Vorliegen der Machbarkeitsstu die «Tunnel lang» im Jahre 2013 sistiert.

Kontakt:

Max Pfister
Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdirektor des Kantons Luzern
Tel.: +41/41/228'50'41 (Dienstag, 21. Juni, 10.00-11.30 Uhr)

Hans Wicki
Baudirektor des Kantons Nidwalden
Tel.: +41/41/618'72'00 (Dienstag, 21. Juni, 13.30-14.30 Uhr)



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