Staatskanzlei Luzern

Neue Regionalpolitik hat sich im Kanton Luzern bewährt

Luzern (ots) - Die Neue Regionalpolitik (NRP) hat sich im Kanton Luzern bewährt und ist in den Regionen verwurzelt. Mit NRP-Bundes- und Kantonsgeldern wurden bisher 45 Projekte unterstützt und rund 200 neue Arbeitsplätze im ländlichen Raum geschaffen. Diese Zwischenbilanz ziehen der Kanton Luzern und die für die Umsetzung der NRP zuständigen Entwicklungsträger.

Die Neue Regionalpolitik wird seit dreieinhalb Jahren umgesetzt. Die wichtigsten NRP-Projekte der ersten Umsetzungsperiode 2008 bis 2011 werden an der General- bzw. Delegiertenversammlung der regionalen Entwicklungsträger Region Luzern West und Idee Seetal AG vorgestellt und erläutert. Dabei wird aufgezeigt werden können, dass die ländlichen Gebiete innovativer und wettbewerbsfähiger geworden sind und dass die regionale Wertschöpfung erhöht wurde.

Praxisorientierte Umsetzung

Der Kanton Luzern setzt die NRP praxisorientiert um. Neben den bereits rund 200 neu geschaffenen Arbeitsplätzen sollen bis Ende 2011 weitere 50 Arbeitsplätze entstehen. Einzelne innovative Projekte stehen am Anfang der Ausführungsphase und werden mittelfristig bedeutende volkswirtschaftliche Impulse in den ländlichen Regionen auslösen. Bisher wurden, die Kleinstprojekte eingerechnet, rund 45 Vorhaben unterstützt. Die jährlichen NRP-à-fonds-perdu-Mittel in der Höhe von 3 Millionen Franken, die Bund und Kanton zur Verfügung stellen, wurden ausgeschöpft.

Bei den NRP-Darlehen wurde das jährliche Budget von 3 Millionen Franken noch nicht vollständig ausgeschöpft. Hauptgrund dafür ist, dass mit Mitteln der NRP keine Basisinfrastrukturen werden können, sondern nur noch solche Infrastrukturen, die zur überregionalen Wertschöpfung beitragen. Im Zeitraum vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2010 wurden rund 2,2 Millionen Franken Darlehen zugesichert.

Der Bund hat die Umsetzung der NRP im Kanton Luzern als gut benotet und insbesondere die gute Verankerung der Projekte in den Regionen und die zielführende Zusammenarbeit zwischen den Regionen und dem Kanton gelobt.

Bevölkerung und Gemeinden gut eingebunden

Die Beteiligung der regionalen und lokalen Bevölkerung ist weit vorangeschritten. Ein kleineres Projekt wie zum Beispiel die «Gemeindentwicklung Luthern» zeigt auf, dass die Bevölkerung auch in Randgebieten mit verschiedenen Massnahmen (Schneeschuh-Trails, Bike Hotel, Jurtendorf) aktiv geworden ist. Die NRP hat gerade in ländlichen Gebieten Denkprozesse ausgelöst und dazu motiviert, neue Ideen anzupacken. Auch entstehen überall bedeutende regionale Netzwerke.

Die Gemeinden wurden aktiv in den Prozess eingebunden. Einzelne Gemeinden profitieren unmittelbar, beispielsweise Hochdorf bei der Entwicklung als Regionalzentrum.

Die NRP im Kanton Luzern wirkt verstärkt in andere geografische Räume hinein. Einerseits konnten kleine Projekte auf den gesamten Kanton ausgeweitet werden. So wurde aus dem Projekt Napf-Energie Luzern-Energie. Andererseits funktioniert die Zusammenarbeit über Kantonsgrenzen hinweg. Rigi-Plus ist ein grenzüberschreitendes Projekt mit dem Kanton Schwyz, Freizeittourismus Seetal mit dem Kanton Aargau und bei der ?Herzroute? arbeiten die Kantone Bern, Luzern, Aargau und Zug zusammen.

Bauvorhaben und Investitionen

Die NRP löste in den ländlichen Regionen bislang Bauvorhaben und Investitionen von etwa 45 Millionen Franken aus. Zu den grössten realisierten Bauvorhaben zählen das Tropenhaus Wolhusen und das Familienferiendorf REKA in Flühli-Sörenberg. Durch anstehende Bauvorhaben (z.B. Neubauten für Gesundheitszentren in Hochdorf und Hitzkirch) sowie geplante Unternehmensinvestitionen (Economic Food Machine, Arbeitsgemeinschaft Dampfbad in der Region Luzern Seetal usw.) werden in den nächsten Jahren Investitionen und Beschaffungen von rund 80 bis 100 Millionen Franken ausgelöst.

Einzelne NRP-Projekte befassten sich mit Themen, die für den ländlichen Raum allgemein eine Herausforderung bedeuten. So wurde mit dem Projekt Gesundheitsnetzwerk Seetal ein Geschäftsmodell entwickelt, das die medizinische Grundversorgung sicherstellen wird. Das im Seetal erarbeitete Prozesswissen steht der Region Luzern West und anderen interessierten Regionen zur Verfügung und soll schweizweit verfügbar gemacht werden. In Zusammenarbeit mit «Gesundheitsförderung Schweiz» wurde zudem im Luzerner Seetal als Pilotprojekt für die ganze Schweiz ein Geschäftsmodell für die betriebliche Gesundheitsförderung für Kleinstbetriebe entwickelt.

Finanzhilfen für innovative Projekte

Die Finanzhilfen der Regionalpolitik sind insbesondere für innovative Projekte von KMU-Netzwerken gedacht. Die NRP unterstützt zwei entsprechende Unternehmensnetzwerke bei der Entwicklung neuer Produkte, die Erfolg versprechen und die regionalen Wertschöpfungsprozesse steigern werden: Die «Economic Food Machine» in der Region Luzern West arbeitet an einem mobilen Geräteträger für Sonderkulturen im Gemüse- und Weinbau und die «Arbeitsgemeinschaft Dampfbad in der Region Luzern Seetal» an einer neue Technologie für Dampfbäder. Beide Projekte basieren auf einem beträchtlichen Marktpotential in den europäischen Märkten und teilweise auch in Zielmärkten in Übersee.

Die Generalversammlung der Idee Seetal AG findet am 20. Mai 2011 statt, die Delegiertenversammlung der Region Luzern West am 24. Mai 2011. Eine Übersicht über die bewilligten NRP-Projekte findet sich auf: www.regionwest.ch und www.idee-seetal.ch

Kontakt:

Sven-Erik Zeidler
Leiter Dienststelle rawi
(zur Strategie und Umsetzung der NRP im Kanton Luzern)
Tel.: +41/41/228'51'81

Bruno Schmid
Geschäftsführer Luzern West
(zur Projektentwicklung und zu den einzelnen NRP-Projekten in den
Regionen)
Tel.: +41/41/490'02'80
Mobile: +41/79/341'81'37

Hans Peter Stutz
Geschäftsführer Idee Seetal AG
(zur Projektentwicklung und zu den einzelnen NRP-Projekten in den
Regionen)
Tel.: +41/41/914'24'60
Mobile: +41/79/513'67'57



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