Staatskanzlei Luzern

Luzerner Weine: AOC für mehr Transparenz und höhere Anforderungen

    Luzern (ots) - Im Kanton Luzern werden Weine ab sofort mit «AOC Luzern» einheitlich bezeichnet und im Anbau geografisch eingeschränkt. Die regierungsrätliche Verordnung über die kontrollierte Ursprungsbezeichnung von Weinen, ermöglicht eine verbesserte Transparenz bezüglich Produktion und Herkunft. Damit schenkt der Kanton Luzern klaren Wein ein: Was auf der Etikette steht, stimmt zu 100% und wird entsprechend kontrolliert. Ein Verschnitt ist nicht möglich.

    Der Rebbau im Kanton Luzern umfasst heute eine Fläche von ungefähr 40 Hektaren. In Bezug auf die Schweiz mit rund 15'000 Hektaren wirkt dies bescheiden. Doch in den letzten zehn Jahren verdoppelte sich die Anbaufläche für Weinreben im Kanton Luzern und der Weinbau bietet inzwischen rund 30 Landwirtschaftsbetrieben eine wesentliche Einnahmequelle. Trotz der klimatischen Grenzzone für den Rebbau geniessen die Luzerner Weine einen sehr guten Ruf. Die Qualitätsproduktion hat höchste Priorität. Die Weine werden mehrheitlich mit Ursprungsbezeichnung produziert. Bereits 2005 wurde daher eine AOC-Verordnung (kontrollierte Ursprungsbezeichnung) in Kraft gesetzt. Durch die Änderung der Auflagen durch den Bund wurde diese nun angepasst.

    Mit der überarbeiteten Verordnung vom 7. Juli 2009 stärkt der        
Kanton die Voraussetzungen für den Qualitätsweinbau. Die          
Bestimmungen der «AOC Luzern» umfassen insbesondere: eine          
Abgrenzung des geografischen Gebiets, in welchem die Trauben          
produziert werden; ein Verzeichnis der zugelassenen Rebsorten;          
ein Verzeichnis der zugelassenen Anbaumethoden; einen natürlichen
Mindestzuckergehalt für die zugelassenen Rebsorten; einen
Höchstertrag pro Flächeneinheit für die zugelassenen Rebsorten; ein
Verzeichnis der zugelassenen Methoden der Weinbereitung; ein System
zur Analyse und sensorischen Prüfung des verkaufsfertigen Weines. Neu
werden die Weine einheitlich mit «AOC Luzern» gekennzeichnet. Die
Bezeichnung des Urspungs ist nur noch in den vier definierten
Rebregionen Vierwaldstättersee, Seetal, Sempachersee und Wiggertal
möglich. Die Sorten müssen auf der Etikette bezeichnet werden. Einen
Gebiets- oder Gemeindeverschnitt, wie in anderen Regionen üblich,
kennt der Kanton Luzern nicht. Damit besteht eine klare und
unmissverständliche Grundlage, die keine Täuschung des Konsumenten
zulässt. Sensorische Prüfungen und Analysen unterstützen die
Kontrollen bei der Ernte und im Keller. Die Angabe eines Ursprungs
(Lage, Weingut, Ortsteil, Gemeinde) ist nur noch unter «AOC Luzern»
möglich.

    Der Vollzug liegt unter Einbezug der Branche bei der Dienststelle Landwirtschaft und Wald (lawa). Die neue Verordnung hat keine Kostenfolge, da die Kontrollen, sensorischen Prüfungen und Analysen durch die Weinproduzenten abgegolten werden. Die Mindestzuckergehalte sind höher als vom Bund festgelegt, die Flächenerträge um 200 g/m2 tiefer. Mit der Definition der Begriffe «Auslese» und «Reserve» bestehen klare Kriterien, um qualitativ hochstehende Weine entsprechend bezeichnen zu können.

ots Originaltext: Staatskanzlei Luzern
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Kontakt:
Beat Felder
Dienststelle Landwirtschaft und Wald Spezialkulturen
Tel.:        +41/41/925'10'41
E-Mail:    beat.felder@lu.ch
Internet: www.lawa.lu.ch