Staatskanzlei Luzern

Lehrstellensituation im Kanton Luzern (Stand: Mai 2009)

    Luzern (ots) - Die Lehrstellensituation im Kanton Luzern präsentiert sich weiterhin stabil. Die Rezession macht sich auf dem Lehrstellenmarkt bisher nur wenig bemerkbar. Bis Ende August wird ? ähnlich wie im letzten Jahr - mit rund 4200 Lehrverträgen gerechnet. Jugendliche mit Schwierigkeiten bei der Lehrstellensuche werden nach Bedarf unterstützt und betreut.

    Die Luzerner Lehrbetriebe nehmen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ihre gesellschaftspolitische Verantwortung wahr und bieten nicht weniger Ausbildungsplätze an als im letzten Jahr. Rund 3900 junge Leute werden diesen Sommer die Volksschule verlassen. Das ihnen zur Verfügung stehende Lehrstellenangebot ist mit rund 4200 Plätzen ausreichend.

    Natürlich entspricht das verfügbare Lehrstellenangebot nicht immer der Nachfrage. Besondere Trendberufe wie beispielsweise Floristin oder Multimediaelektroniker sind sehr gesucht, andere Berufe wie zum Beispiel Metzger müssen sich sehr um Lehrlinge bemühen. Eher schwierig bleibt die Lehrstellensuche für Jugendliche, welche grosse schulische Defizite oder ein ungenügendes Sozialverhalten aufweisen.

    Im Rahmen des so genannten Case Management Berufsbildung wurden im April erstmals sämtliche Jugendlichen erfasst, die bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Anschlusslösung gefunden hatten. Fachleute aus Berufsbildung, Berufsberatung, Arbeitsmarkt- und Sozialbehörden haben in der Zwischenzeit für diese rund 900 Jugendlichen gemeinsam die nächsten Schritte festgelegt: die einen werden auf ihrer Lehrstellensuche durch eine Mentorin oder einen Mentor begleitet, andere müssen sich nochmals mit der Berufswahl auseinandersetzen, wieder andere wurden bereits einem Brückenangebot zugewiesen oder werden ab sofort durch den Case Manager betreut.

    Bis Ende August werden noch weit über 1000 Lehrverträge abgeschlossen. Es lohnt sich also, die Lehrstellensuche aktiv weiterzuführen. Gerade bei niederschwelligen Berufen, welche weniger hohe Anforderungen stellen, und bei den Attest-Lehren werden die meisten Plätze erst im Laufe des Sommers besetzt. Der direkte Einstieg in die Berufsbildung ist einem Zwischen- oder Brückenjahr in der Regel vorzuziehen. Wo dies jedoch nicht möglich ist, stehen auch diesen Sommer rund 500 Brückenangebotsplätze zur Verfügung.

    Lehrstellenangebote sind zu finden unter www.beruf.lu.ch unter dem Link "offene Lehrstellen".

    Während die Lehrstellensituation stabil bleibt, dürften Jugendliche, die ihre Lehre beenden, diesen Sommer mehr Schwierigkeiten bekunden beim Einstieg in den Arbeitsmarkt. Besonders in den Dienstleistungsberufen sind die angebotenen Stellen für (noch wenig erfahrene) Berufsleute rar, während sich die Situation in den handwerklichen Berufen etwas entspannter präsentiert. Das Bildungs- und Kulturdepartement ruft die Betriebe dazu auf, ihre Lernenden über den Lehrabschluss hinaus möglichst noch einige Monate weiter zu beschäftigen. Die Jugendlichen können dadurch erste Berufserfahrungen sammeln und steigern ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

    Hinweis an die Medien: Foliensatz mit statistischen Angaben im Anhang.

Anhänge http://www.lu.ch/download/sk/mm_photo/6896_Statistiken.ppt

ots Originaltext: Staatskanzlei Luzern
Internet: www.presseportal.ch

Kontakt:
Regierungsrat Dr. Anton Schwingruber
Vorsteher Bildungs- und Kulturdepartement
Tel.: +41/41/228'52'03

Josef Widmer
Leiter Dienststelle Berufs- und Weiterbildung
Mobile: +41/79/681'44'05
(erreichbar heute zwischen 11.30 und 12.30 Uhr)
Internet: www.beruf.lu.ch



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