Staatskanzlei Luzern

Unsichtbares - Unsagbares - Unvorstellbares. Antrittsvorlesung von Christiane Schildknecht, Professorin für Philosophie an der Universität Luzern

Luzern (ots) - Das Faszinierende an der Philosophie beruht nicht zuletzt auf der Vielfalt ihrer Themen: Wie erwerben wir Wissen über die Welt, und welche Rolle spielen dabei Wahrnehmung und Imagination? Liefert uns unsere Wahrnehmung Wissen darüber, wie die Welt wirklich ist, oder lediglich darüber, wie sie uns erscheint? Sagt uns die Imagination etwas darüber, wie die Welt sein könnte, oder kreiert sie bloss fiktive Welten im Kopf? Was das Sichtbare, Sagbare und Vorstellbare zur Beantwortung dieser Fragen beitragen können, scheint uns intuitiv klar zu sein. Wie aber sieht es mit ihren negativen Gegenspielern aus? Der Vortrag von Christiane Schildknecht begibt sich auf die Seite jenseits der Grenze dessen, was sichtbar, sagbar und vorstellbar ist. Denn dieser Bereich ist mehr als ein rein negativ gefärbtes Spiegelbild vermeintlich sicherer Erkenntnis. Er ist unverzichtbar, wenn es darum geht, die Grundlagen unseres Wissens über die Welt zu bestimmen. Antrittsvorlesung: Mittwoch, 5. November 2008, 19.15 Uhr, U0.05 (Mythensaal), Löwenstrasse 16, Luzern Christiane Schildknecht studierte Philosophie, Literatur- und Sprachwissenschaft an der Universität Konstanz und am University College in London. Ihre Dissertation an der Universität Konstanz befasste sich mit philosophischen Wissensformen und deren literarischer Darstellung: Philosophische Masken. Literarische Formen der Philosophie bei Platon, Descartes, Wolff und Lichtenberg. Nach Gastdozenturen in den USA (University of Oregon, Dartmouth College), Neuseeland (University of Auckland) und Australien (University of Sydney) habilitierte sie 1999 an der Universität Konstanz mit einer Arbeit, die die Grenzen sprachlicher Mitteilbarkeit im Bereich von Wahrnehmung und Bewusstsein auszuloten versucht: Sense and Self. Perspectives on Nonpropositionality. Nach einem Jahr als Oberassistentin an der Universität Konstanz wurde sie 2000 auf eine Professur für Philosophie an die Universität Bonn berufen. Seit März 2007 ist Christiane Schildknecht ordentliche Professorin für Philosophie an der Universität Luzern. Ihre Forschungsinteressen umfassen die Theorie und Geschichte von Wissen, Sprache und Bewusstsein sowie die Repräsentationsformen von Philosophie in Text und Bild. Anhänge: http://www.lu.ch/download/sk/mm_photo/6424_Schildknecht.jpg ots Originaltext: Internet: www.presseportal.ch Kontakt: Prof. Dr. Christiane Schildknecht Tel.: +41/41/228'55'06 E-Mail: christiane.schildknecht@unilu.ch Judith Lauber-Hemmig Leiterin Kommunikation Universität Luzern Mobile: +41/79/755'27'75

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