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Staatskanzlei Luzern

Kantonsratskommission empfiehlt Wohnbauinitiative zur Ablehnung

Luzern (ots)

Die Kommission für Gesundheit, Arbeit und soziale
Sicherheit (GASK) lehnt die Volksinitiative "Für zahlbares und
attraktives Wohnen" grossmehrheitlich ab. Die GASK (Vorsitz Rolf
Hermetschweiler, SVP, Luzern) hörte in ihrer Beratung dazu eine
Vertretung des Initiativkomitees an und liess sich durch eine
Vertretung des Finanzdepartements über die ablehnende Haltung des
Regierungsrates und der kantonalen Wohnbaukommission orientieren.
Nach Meinung der Kommissionsmehrheit funktioniert der Wohnungsmarkt
im Kanton Luzern - abgesehen von konjunkturellen Störungen - gut.
Zudem erachtet sie die momentanen gesetzlichen Möglichkeiten als
ausreichend, um viele der Anliegen der Volksinitiative umzusetzen.
Insbesondere bemängelt die Kommissionsmehrheit, dass mit der
Initiative unverantwortlich in die Autonomie der Gemeinden und in die
Rechte der Eigentümer eingegriffen würde. Klar lehnt die
Kommissionsmehrheit auch ab, dass der Staat selber als Bauherr am
Markt auftritt. Um eine spürbare Wirkung auf dem Wohnungsmarkt zu
erzielen, müsste der Staat nämlich hierzu einen unverhältnismässigen
Anteil seiner Finanzmittel einsetzen. Ebenso lehnt die
Kommissionsmehrheit eine steuerliche Begünstigung der Träger des
sozialen und gemeinnützigen Wohnungsbaus ab; diese würden an den
ordentlichen Steuerentlastungen schon jetzt teilhaben. Sodann sei den
Anliegen für bessere Wohnverhältnisse, insbesondere bezüglich des
Lärmschutzes, in der eidgenössischen Gesetzgebung genügend Rechnung
getragen.
Eine Minderheit der GASK empfiehlt die Initiative zur Annahme.
Nach ihrer Ansicht zählen Erhalt, Förderung und Bau von preiswerten
Wohnungen zu den Aufgaben des Staates. Sie bemängeln, dass sich der
Bund wie auch der Kanton Luzern aus dieser Aufgabe weitgehend
zurückziehen werden. Andere Kantone und einzelne Kommunen würden
diesem Bereich die wünschbare Aufmerksamkeit schenken und
Rahmenbedingen schaffen, welche den Bau preisgünstiger Wohnungen
fördere. Wohnen sei ein Grundproblem weiter Bevölkerungskreise, das
auch grosse soziale Auswirkungen zeitige. Mit der Initiative würden
auch die institutionellen Vertreter des sozialen und
genossenschaftlichen Wohnungsbaus gestärkt und der sinkenden
Leerwohnungsziffer entgegen gewirkt.

Kontakt:

Rolf Hermetschweiler, Präsident GASK
Mobile: +41/79/353'26'12

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