Staatskanzlei Luzern

Konjunktur im zweiten Quartal 2008: Wachstumsraten von 2007 nicht mehr erreicht

    Luzern (ots) - Weltweit höhere Inflationsraten, geringere Nachfrage und die Folgen der noch nicht ausgestandenen Finanzkrise dämpfen die Schweizer Wertschöpfung. Auch in Luzern erreichen immer mehr Firmen die sehr guten Ergebnisse von 2007 nicht mehr, wie LUSTAT Statistik Luzern mitteilt.

    Die Weltkonjunktur hat sich eingetrübt und die zusätzlich von der Finanzkrise stark betroffene Schweizer Wirtschaft hat an Schwung verloren. In Luzern erreichen immer mehr Firmen die sehr guten Ergebnisse von 2007 nicht mehr. Die Kennzahlen des Luzerner Konjunkturbarometers zeigten im zweiten Quartal 2008 für die Industrie und das Gastgewerbe jedoch weiterhin eine Aufwärtsentwicklung an, während sie beim Detailhandel und dem Baugewerbe stagnierten.

    Industrie: Zu wenig Aufträge aus dem Ausland

Die Lagebeurteilungen der Luzerner Industriebetriebe waren im zweiten Quartal erneut sehr heterogen. Die positiven Nachrichten überwiegen aber die negativen. Der Indikator Geschäftsgang, der Bestellungen, Auftragsbestand und Produktion zusammenfasst, kam bei 13,9 Punkten zu liegen. Die grösste Wachstumsbremse ist zurzeit die rückläufige Nachfrage aus dem Ausland, die bei sehr exportorientierten Firmen stark zu Buche schlug.

    Baugewerbe: Abnahme bei der Bautätigkeit

    Die Bautätigkeit hat im zweiten Quartal insgesamt leicht abgenommen. Ursache dafür war nur in wenigen Fällen der Mangel an Aufträgen, die Betriebe wurden vielmehr durch Personalmangel und die schlechte Witterung behindert. Die Auftragsbestände werden noch zu 28 Prozent als hoch und zu 64 Prozent als ausreichend bezeichnet. Die Aussichten sind weniger erfreulich. Die Auftragsbestände sind zwar bis Mitte Oktober gesichert, gut ein Viertel der befragten Baufirmen rechnet aber bis Ende Jahr mit einem Rückgang bei den Neuaufträgen.

    Detailhandel: Konsumenten sind immer noch kauffreudig

    Mit einem Umsatzwachstum von 3,5 Prozent im April lag Luzern nach den Ergebnissen der KOF über dem schweizerischen Mittel, das starke Wachstum im Mai wurde hier mit einem Wachstum von 1,3 Prozent aber nicht erreicht. Im Juni wurde sogar ein leichter Umsatzrückgang (-0,1%) verzeichnet. Dennoch bezeichneten gegen 90 Prozent der Befragten die Geschäftslage bis und mit Juni als befriedigend oder gut. Obwohl aus der Branche vermehrt negative Meldungen kommen, wird mit einem erfolgreichen Jahr gerechnet.

    Gastgewerbe: Erwartungen erfüllten sich nicht

    Nachdem das Gastgewerbe im letzten Quartal sehr hohe Wachstumsraten ausgewiesen hatte, erfüllten sich die Erwartungen fürs zweite Quartal nicht. Für die Zeit der Euro 08, von der sich das Gastgewerbe einen zusätzlichen Schub erhoffte, melden die an der KOF-Umfrage beteiligten Luzerner Betriebe eine leicht verschlechterte Ertragslage und ein deutlich geringeres Wachstum als in den vergangenen Quartalen. Die Hotellerie und die Gastronomie verzeichneten ein Umsatzwachstum von 2,2 Prozent respektive von 1,2 Prozent. Für das dritte Quartal wird eine Aufwärtsentwicklung erwartet.

    Ausführliche Information im LUSTAT aktuell

    Ausführlichere Informationen zur Luzerner Wirtschaft im zweiten Quartal 2008 finden sich in der neuen Ausgabe von LUSTAT aktuell der zentralen Statistikstelle des Kantons Luzern, LUSTAT Statistik Luzern. Neben einem Übersichtsartikel beinhaltet das Heft statistisches Material und Kommentare zur Entwicklung von Industrie, Baugewerbe, Detailhandel und Gastgewerbe. Schwerpunktthema dieser Ausgabe ist die Luzerner Metallindustrie. Ein Artikel sowie Interviews mit Dr. Hans Rudolf Imbach von der Imbach & Cie AG in Nebikon und mit Walter J. Hess von der Swiss Steel AG in Emmenbrücke beleuchten die für den Kanton wichtige Branche.

    Die zwölfseitige Ausgabe kann zum Preis von 12 Franken bezogen werden bei: LUSTAT Statistik Luzern, Burgerstrasse 22, Postfach 4168, 6002 Luzern. Auf www.lustat.ch ist die Ausgabe auch als Download verfügbar.

    Anhänge: http://www.lu.ch/download/sk/mm_photo/6241_lustat_aktuell_konjunktur_080828.pdf

ots Originaltext: Staatskanzlei Luzern
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Lic. phil. Nathalie Portmann
Wissenschaftliche Mitarbeiterin LUSTAT Statistik Luzern
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