Staatskanzlei Luzern

Fixerraum wird Ende August geschlossen - in der Gassenküche wird eine Kontakt- und Anlaufstelle geprüft

Luzern (ots) - Die kantonale Drogenkonferenz hat entschieden, den Fixerraum Geissmättli Ende August definitiv zu schliessen. In den Räumlichkeiten der Gassenküche soll für die restliche Zeit der Pilotphase eine Kontakt- und Anlaufstelle eingerichtet werden. Im vergangenen Mai hat die Drogenkonferenz unter Vorsitz von Regierungspräsident Markus Dürr beschlossen, den Fixerraum im Geissmättli zu schliessen. Diesen Entscheid hat die Drogenkonferenz gestern bestätigt. Gleichzeitig wurde damals eine Arbeitsgruppe beauftragt, bis Ende Juni allfällige Alternativvorschläge auszuarbeiten. Kontakt- und Anlaufstelle mit Konsumraum in der Gassenküche Die Arbeitsgruppe hat vorgeschlagen, für die restlichen Monate der Pilotphase in den Räumlichkeiten der Gassenküche am Geissensteinring eine Kontakt- und Anlaufstelle einzurichten. Dort soll den Drogenabhängigen nicht nur ein Raum zur Verfügung gestellt, wo sie unter Aufsicht ihre Drogen konsumieren können, sondern auch Beratung und Unterstützung angeboten werden. Die Mitglieder der Drogenkonferenz befürworten den Vorschlag. Sie sind überzeugt, dass damit weniger Drogen in der Umgebung der Gassenküche konsumiert werden. Gleichzeitig will man mit der Kontakt- und Anlaufstelle auch die Gesundheit der Drogenabhängigen verbessern und der Verwahrlosung entgegenwirken. Das Konzept hat sich bereits in verschiedenen andern Städten bewährt. Mit dem erweiterten Angebot und dem neuen Standort soll überprüft werden, ob die schlechte Nutzung im Geissmättli mit diesen Rahmenbedingungen zusammenhängt oder ob der Bedarf tatsächlich viel kleiner ist als erwartet. Die Stadt Luzern hat mit der Nachbarschaft der Gassenküche und anderen Quartierkräften bereits Vorgespräche geführt und ist mit dem Vorschlag eines befristeten Provisoriums für eine Kontakt- und Anlaufstelle auf Verständnis gestossen. Diese Gespräche laufen weiter. Das neue Angebot in der Gassenküche soll zudem Ende September dem Grossen Stadtrat zur Genehmigung unterbreitet werden. Die Drogenkonferenz hofft, dass anschliessend die Kontakt- und Anlaufstelle für die restlichen vier Monate des Pilotprojekts in Betrieb genommen werden kann. Ob und allenfalls unter welchen Umständen das Angebot auch über den Pilotversuch hinaus weitergeführt wird, wird erst nach einer Evaluation entschieden. Salesiapark neu im Eigentum des Bundes Im Salesiapark hat sich die Situation stabilisiert und die Befürchtungen, dass der Park eine grosse Sogwirkung haben könnte, haben sich nicht bewahrheitet. Die Polizei macht weiterhin täglich Kontrollen. Die Drogenkonferenz empfiehlt, eine Parkordnung zu erlassen. Ein entsprechender Entwurf wurde verabschiedet. Allerdings liegt die Kompetenz zum Erlass dafür seit letzter Woche nicht mehr beim Kanton. Mit dem neuen Finanzausgleich ist neben anderen auch dieses Nationalstrassengrundstück an den Bund übergegangen. Schliesslich will die Drogenkonferenz als längerfristige Massnahme die 4-Säulenpolitik des Kantons Luzern durch einem externen Experten analysieren und mit andern Kantonen vergleichen lassen. Die Drogenkonferenz trifft sich wieder am 13. Oktober 2008 und wird dann die weiteren Schritte planen. ots Originaltext: Staatskanzlei Luzern Internet: www.presseportal.ch Kontakt: Regierungspräsident Markus Dürr Vorsteher des Gesundheits- und Sozialdepartements des Kantons Luzern Tel.: +41/41/228'60'81 Stadtrat Ruedi Meier Sozialdirektor der Stadt Luzern Tel.: +41/41/208'81'32

Das könnte Sie auch interessieren: