Staatskanzlei Luzern

Kantonale Neophyten-Tage vom 26. - 28. Juni 2008

Luzern (ots) - Die Koordinationsgruppe Problempflanzen, die sich aus Kantonsvertretern der Bereiche Landwirtschaft, Wald, Naturschutz, Wasser- und Strassenbau sowie einem Vertreter der Stadt Luzern zusammensetzt, hat den 26. bis 28. Juni 2008 zu kantonalen Neophyten-Tagen bestimmt. Ziel dieser Tage ist es, die Bevölkerung über die invasiven Neophyten in unserem Kanton zu informieren. Neophyten sind Pflanzenarten, die nach der Entdeckung Amerikas beabsichtigt oder unbeabsichtigt nach Europa eingebracht wurden. Die meisten dieser Arten verschwinden schnell wieder oder fügen sich problemlos in unsere Pflanzenwelt ein. Einige setzen sich aber hartnäckig durch (werden invasiv) und müssen möglichst frühzeitig reguliert werden. Invasive Neophyten verdrängen einheimische Pflanzen und damit auch spezialisierte Tierarten. Sie verändern das Landschaftsbild und die Vielfalt von Lebensräumen. Sie konkurrenzieren Nutzpflanzen, zerstören oder beeinträchtigen Anlagen, beispielsweise des Hochwasserschutzes oder des Verkehrs. Einige Arten gefährden zudem die Gesundheit. Gesamtschweizerisch stehen zwanzig Arten auf der schwarzen Liste der invasiven Neophyten. Die Ausbreitung dieser Arten muss verhindert werden. Im Kanton Luzern geht es insbesondere um folgende Pflanzen: Ambrosia, japanischer Knöterich, Riesenbärenklau, kanadische und spätblühende Goldrute sowie drüsiges Springkraut. Wer im Wald, in einer öffentlichen Grünanlage oder im eigenen Garten invasive Neophyten entdeckt, kann Folgendes tun:Bestände im Wald oder in Grünanlagen der betreffenden Gemeinde melden. Dies gilt für die Ambrosia (Meldepflicht), den Riesenbärenklau und den japanischen Knöterich. Kleine Bestände im Garten frühzeitig beseitigen. Meist muss man über Jahre jäten bzw. ausgraben, bis die Bestände vollständig verschwunden sind. Keine invasiven Neophyten deponieren oder kompostieren. Das Pflanzenmaterial gehört in die Kehrichtabfuhr (nicht in den Grüncontainer). Aktionen in Gemeinden Die Gemeinden und Umweltkommissionen im Kanton Luzern wurden von der Koordinationsgruppe Problempflanzen aufgerufen, an diesen Tagen zum Thema invasive Neophyten zu informieren und der Bevölkerung Begehungen usw. anzubieten oder Gruppen und interessierte Einzelpersonen zu animieren, selber aktiv zu werden. So lädt die Natur und Umweltkommission Grosswangen zu einer Begehung ein, um vor Ort auf die Problematik aufmerksam zu machen: Samstag, 28. Juni, 9.30 bis 11 Uhr, bei der Waldhütte der Korporation, im Gebiet Hinterberg in Grosswangen. In der Stadt Luzern wird die Bevölkerung an einer Standaktion des öko-forums informiert: Donnerstag, 26. Juni, 14 bis 18 Uhr, am Löwenplatz vor dem Bourbaki-Panorama Luzern. Weitere Informationen zum Thema Fragen aus der Bevölkerung beantwortet die Umweltberatung Luzern (c/o öko-forum), Bourbaki-Panorama Luzern; Tel. 041 412 32 32, info@oeko-forum.ch). Auf www.oeko-forum.ch und www.cps-skew.ch findet man alles Wichtige zu den invasiven Neophyten. Ein Faltblatt kann unter www.umwelt-luzern.ch/Flyer_Neo_web.pdf heruntergeladen werden. Die Praxishilfe, die detaillierte Informationen über die invasiven Neophyten liefert, finden Sie hier: www.umwelt-luzern.ch/praxishilfe_neophyten.pdf. ots Originaltext: Staatskanzlei Luzern Internet: www.presseportal.ch Kontakt: Hansruedi Arnet Medienbeauftragter Dienststelle Umwelt und Energie (uwe) Tel.: +41/41/228'60'68 E-Mail: hansruedi.arnet@lu.ch Internet: www.umwelt-luzern.ch

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