Staatskanzlei Luzern

Luzern Zahl der Vollzeitstellen an der öffentlichen Volksschule sinkt

Luzern (ots) - Im Schuljahr 2007/2008 unterrichten an der öffentlichen Volksschule des Kantons Luzern 4'932 Lehrpersonen in umgerechnet 3'138 Vollzeitstellen. Weitere 640 Lehrerinnen und Lehrer sind an den kantonalen Gymnasien tätig, 504 unterrichten an den kantonalen Berufsfachschulen. Der Trend zu weniger Vollzeitstellen an der öffentlichen Volksschule zeigt sich auch im aktuellen Schuljahr (-16 Vollzeitstellen). Fast drei Viertel der Lehrpersonen an der öffentlichen Volksschule sind Frauen; an den Gymnasien und den Berufsfachschulen sind Männer in der Mehrheit (63% bzw. 74,8%). Die meisten Lehrkräfte arbeiten im Teilzeitpensum, wobei auf den höheren Schulstufen die Vollzeitanstellung stärker verbreitet ist, wie LUSTAT Statistik Luzern mitteilt. Von den 4'932 Lehrpersonen, die im Schuljahr 2007/2008 an der öffentlichen Volksschule des Kantons Luzern angestellt sind, sind mehr als die Hälfte (2'785) auf der Primarstufe tätig. 1'398 Lehrerinnen und Lehrer unterrichten auf der Sekundarstufe I, 405 an Vorschulen und 344 an Sonderschulen. Die Zahl der Lehrkräfte an kantonalen Gymnasien beträgt 640, an kantonalen Berufsfachschulen sind es 504. Stabile Zahl der Lehrkräfte bei weniger Vollzeitstellen Die Gesamtzahl der Lehrkräfte an der öffentlichen Volksschule hat sich in den vergangenen fünf Jahren nur geringfügig verändert. Im selben Zeitraum sank die Zahl der Vollzeitstellen kontinuierlich: von 3'459 im Schuljahr 2003/2004 auf 3'138 im Schuljahr 2007/2008 (-321 Vollzeitstellen). Am stärksten von dieser Entwicklung betroffen ist die Vorschule, wo die Zahl der Vollzeitstellen um 17,3 Prozent zurückging (Schuljahr 2003/2004: 307; Schuljahr 2007/2008: 254). Auf der Sekundarstufe I verringerte sich die Zahl der Vollzeitstellen seit dem Schuljahr 2003/2004 um 10,6 Prozent, auf der Primarstufe um 8 Prozent. Einzig an Sonderschulen veränderte sich die Zahl der Vollzeitstellen im betrachteten Zeitraum kaum. Der Rückgang der Vollzeitstellen an der öffentlichen Volksschule kann mit den rückläufigen Schülerzahlen (Kindergarten und Primarstufe) in Verbindung gesetzt werden. Aber auch strukturelle Faktoren - wie Organisation des Unterrichts oder geschlechtsspezifische Zusammensetzung der Lehrkräfte - können zu den beobachteten Veränderungen beigetragen haben. Für die kantonalen Gymnasien und die kantonalen Berufsfachschulen sind aus erhebungstechnischen Gründen (bis 2007/2008 wurde erst ein Teil der Schulen erfasst) keine Vergleiche über die letzten fünf Jahre möglich. Je höher die Schulstufe, desto grösser der Männeranteil Während in der Vorschule praktisch ausschliesslich Lehrerinnen unterrichten, sinkt der Frauenanteil auf der Primarstufe bereits auf 81,4 Prozent. Das Verhältnis zwischen weiblichen und männlichen Lehrpersonen ist einzig auf der Sekundarstufe I annähernd ausgeglichen. Auf den höheren Ausbildungsstufen unterrichten deutlich mehr Lehrer - ihr Anteil am Lehrkörper beträgt 63 Prozent bei Gymnasien und 74,8 Prozent bei Berufsfachschulen. Das Durchschnittsalter der Lehrkräfte unterscheidet sich nach Geschlecht, wobei die Lehrer im Schnitt um einige Jahre älter sind als ihre Berufskolleginnen. Die Ausnahme bilden hier die Berufsfachschulen, wo nahezu keine geschlechtsspezifischen Altersunterschiede zu beobachten sind und das Durchschnittsalter für beide Geschlechter bei rund 45 Jahren liegt. Eine genaue Betrachtung der Altersstruktur der Lehrkräfte auf verschiedenen Bildungsstufen zeigt, dass die prozentuale Verteilung der Alterskohorten von Lehrerinnen und Lehrern sowohl an Gymnasien als auch an den öffentlichen obligatorischen Schulen nicht gleichmässig ist. Der Altersunterschied zwischen Lehrerinnen und Lehrern an Gymnasien beträgt 4,9 Jahre; an der öffentlichen Volksschule sind Lehrer um 5,2 Jahre älter als ihre Kolleginnen. Teilzeitbeschäftigung weit verbreitet Fast drei Viertel der Lehrkräfte (72,6%) an der öffentlichen Volksschule arbeiten im Teilzeitpensum, wobei Frauen diese Anstellungsform häufiger wählen als Männer. Besonders viele kleine Teilzeitpensen entfallen auf Fachlehrerinnen und Fachlehrer sowie auf Sonderschulen und Berufsfachschulen. An Gymnasien dagegen arbeiten die meisten Lehrerinnen und Lehrer in einem Vollzeitpensum oder in einer Teilzeitanstellung von mehr als 50 Prozent. Im Beschäftigungsgrad der Lehrkräfte an der öffentlichen Volksschule, an Gymnasien und an Berufsfachschulen zeigen sich institutionelle und geschlechtsspezifische Unterschiede. Jeder zweite Volksschullehrer (50,4%) hat ein Vollpensum; bei den Lehrerinnen ist es lediglich jede fünfte (19,3%). An Gymnasien sind 58,3 Prozent der Lehrer, aber nur 15,2 Prozent der Lehrerinnen im Vollzeitpensum beschäftigt. Am wenigsten verbreitet ist die Vollzeitbeschäftigung bei den Berufsfachschulen; dort arbeiten 4,7 Prozent der Lehrerinnen und 31,8 Prozent der Lehrer Vollzeit. Anhänge http://www.lu.ch/download/sk/mm_photo/5722_LUSTAT_news_2008-03-12.pdf ots Originaltext: Staatskanzlei Luzern Internet: www.presseportal.ch Kontakt: Lic. phil. nat. Thomas von Ah, wissenschaftlicher Mitarbeiter LUSTAT Statistik Luzern Tel.: +41/41/228'59'44 Dr. phil. Charles Vincent, Vorsteher Dienststelle Volksschulbildung Tel.: +41/41/228'52'12 (10.00 bis 12.00 Uhr)

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