Staatskanzlei Luzern

"Weniger Wildunfälle" - Jäger montieren Warnanlagen - Einladung an die Medien

    Luzern (ots) - Jäger und Tierschützer wollen nun auch im Kanton Luzern mit modernen Wild-Warnanlagen verhindern, dass Wildtiere angefahren werden. Auf den Schweizer Strassen werden jährlich über 20'000 Wildtiere verletzt. Bei den Unfällen kommen oft auch Personen zu Schaden. Der Sachschaden beträgt schweizweit gegen 25 Millionen Franken. Im Kanton Luzern sollen Wildtierunfälle künftig mit modernsten Wildwarngeräten reduziert werden. Eine Kampagne des Schweizerischen Versicherungsverbandes zusammen mit "RevierJagd Schweiz" und dem Schweizerischen Tierschutz wird ab März 2008 auf das Seetal ausgeweitet.

    Über 20'000 Unfälle mit Wildtieren auf den Schweizer Strassen

    Im Kanton Luzern ereigneten sich in den Jahren 2000 - 2006 insgesamt 2563 Wildunfälle, bei denen ausschliesslich Rehe getötet wurden. Schweizweit werden jährlich über 20'000 Unfälle mit grossem und mittelgrossem Wild verzeichnet. Jedes Jahr verletzen sich auch über 60 Personen bei Unfällen mit Wild. Allein der Sachschaden beläuft sich auf über 25 Millionen Franken. Es gehört zu den Aufgaben der Jäger und Wildhüter, verletzte Tiere zu suchen und von ihrem Leiden zu erlösen.

    "Weniger Wildunfälle" - gemeinsame Kampagne zum Schutz von Tier und Mensch

    Um die Wildunfälle zu reduzieren, wird die im Kanton Zürich lancierte Kampagne ""Weniger Wildunfälle" ab dem 1. März auch auf die beiden Kantone Luzern und Schaffhausen ausgeweitet. Dabei werden ausgewählte Strassenabschnitten mit starkem Wildwechsel mit modernsten akustischen "Pieps-Wildwarnern" ausgerüstet. Ziel ist es, die Wildunfälle in diesen Bereichen um die Hälfte zu senken.

    Schulung und Ausbildung von Jägerinnen und Jägern im Kanton Luzern

    Am 1. März 2008 findet im Revier Rickenbach Buttenberg ein Kurs der Sektion Seetal von "RevierJagd Luzern" statt. Im Rahmen dieser Weiterbildung werden die Jägerinnen und Jäger über die Kampagne "Weniger Wildunfälle" umfassend orientiert. Dabei wird auch die Montage der Wildwarner vor Ort demonstriert. Dies mit dem Ziel, dass die lokale Jägerschaft ab Anfang März die definierten Streckenabschnitte im Seetal mit diesen akustischen Geräten bestückt und unterhält.

    Wissenschaftliche Begleitung des Projektes Das Pilotprojekt im Seetal wird durch das Büro SWILD wissenschaftlich begleitet. Neben Aussagen zur Wirkung des Wildwarners sollen im Rahmen der Begleitung auch Grundlagen erarbeitet werden, um die akustischen Warner möglichst optimal und mit minimalen Nebenwirkungen einsetzen zu können. Dazu werden auch die Erfahrungen der Jagdgesellschaften und der Bevölkerung miteinbezogen. Verläuft das Pilotprojekt im Seetal erfolgreich, so ist eine Umsetzung auf das gesamte Kantonsgebiet vorgesehen.

    Weiterführende Informationen finden Sie unter www.revierjagdschweiz.ch / www.svv.ch / www.tierschutz.com

    Gerne laden wir MedienvertreterInnen zur Demonstration am Samstag 1. März im Seetal ein. Die Details können Sie dem Programm entnehmen.

    Anhänge http://www.lu.ch/download/sk/mm_photo/5640_lawa_sektionskurs.pdf http://www.lu.ch/download/sk/mm_photo/5640_lawa_warnanlagen.pdf

ots Originaltext: Staatskanzlei Luzern
Internet: www.presseportal.ch

Kontakt:
Josef Muggli
Landwirtschaft und Wald (lawa) Abteilung Fischerei und Jagd
Tel.:    +41/41/925'10'81
E-Mail: josef.muggli@lu.ch

Franco Scodeller
Vizepräsident & Projektleiter
Tel.:    +41/41/248'80'12
E-Mail: franco.scodeller@lu.ch



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