Staatskanzlei Luzern

Europa Forum Luzern: Schweizer Preise weiter senken

Luzern (ots) - Mit einem Agrarhandelsabkommen mit der EU könnte das Preisniveau von vor- und nachgelagerten Stufen in der schweizerischen Landwirtschaft an das ausländische Kostenniveau herangeführt werden, meinte Bundesrätin Doris Leuthard (gemäss Redetext) am Europa Forum am Montagabend in Luzern. Die dazu notwendigen Vorabklärungen würden gemacht. Entsprechende Anträge werde sie demnächst dem Bundesrat unterbreiten. Ferner solle auch mit der Realisierung des Cassis de Dijon-Prinzips und der Überprüfung des Kartellgesetzes das hohe Preisniveau in der Schweiz gesenkt werden. Weil die Nachfrage nach Nahrungsmitteln in nächster Zeit zunehme, müsse die Landwirtschaft selber ihre Wettbewerbsfähigkeit ständig verbessern und sich am Markt orientieren, wie das in der Agrarpolitik (AP) 2001 vorgegeben werde, ergänzte Leuthard. Sie wies überdies darauf hin, dass die Standortattraktivität der Sch weiz nicht allein mit dem Preisniveau stehe oder falle. Die anderen Faktoren seien für ausländische Investoren ebenso wichtig: ein flexibler Arbeitsmarkt und eine funktionierende Sozialpartnerschaft, hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung, unser wirtschaftsnahes und qualitativ hochstehendes Berufsbildungssystem sowie gute Infrastrukturen oder politische Stabilität. Am Beispiel der EU-Mitgliedstaaten Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich legte Staatssekretär Jean-Daniel Gerber dar, dass sich in den letzten zehn Jahren die Preisniveaux in den erwähnten Ländern praktisch angegeglichen hätten, wohingegen in der Schweiz nach wie vor ein höheres Preisniveau herrsche. Gerber plädierte für weitere Marktliberalisierungen, weil sie den Produzenten zu mehr Effizienz im Vergleich mit der Konkurrenz anspornten. Für den Kunden brächte Liberalisierung mehr Wahlfreiheit, neben dem Aspekt, dass der Konsument über die Preise an der Effizienzsteigerung partizipiere. Das Europa Forum Luzern wurde von über 1'000 Personen besucht und fand bereits zum 13. Mal statt. ots Originaltext: Staatskanzlei Luzern Internet: www.presseportal.ch Kontakt: Europa Forum Luzern Tel.: +41/41/318'37'47

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