Staatskanzlei Luzern

Pädagogische Hochschulen sorgen für Zuwachs

    Luzern (ots) - 2'382 Luzernerinnen und Luzerner waren im Studienjahr 2006/2007 an einer Fachhochschule oder Pädagogischen Hochschule in der Schweiz immatrikuliert; 1'988 belegten einen Bachelor- oder Diplomstudiengang, 7,3 Prozent mehr als im Vorjahr. 394 absolvierten eine Weiterbildung. Die Zunahme ist hauptsächlich auf den Aufbau der Pädagogischen Hochschulen zurückzuführen, wie LUSTAT Statistik Luzern mitteilt.

    Von den 1'988 Luzernerinnen und Luzernern, die im Studienjahr 2006/2007 in der Schweiz an einer Fachhochschule oder Pädagogischen Hochschule einen Bachelor- oder Diplomstudiengang belegten, studierten knapp zwei Drittel im Kanton Luzern. Am meisten Studierende - 44,4 Prozent - wählten die Fachhochschule Zentralschweiz (FHZ) in Luzern. An zweiter Stelle folgt mit 402 Studierenden (20,2%) die Teilschule Luzern der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz (PHZ). Seit ihrer Eröffnung im Jahr 2003 werden angehende Lehrkräfte im Kanton Luzern auf Tertiärstufe an der Pädagogischen Hochschule ausgebildet. Das ist auch der Hauptgrund für die wachsende Studierendenzahl im Fachhochschulbereich in den letzten drei Jahren.

    Von den ausserkantonalen Ausbildungsorten wurden von den Luzerner Studierenden die Zürcher Fachhochschule (230 Studierende; 11,6%) und die Fachhochschule Nordwestschweiz (157; 7,9%) am häufigsten gewählt. Zahlenmässig weniger bedeutend sind die Fachhochschulen im Kanton Bern und in der Westschweiz sowie im Tessin. >Die steigende Zahl der abgeschlossenen Berufs- und gymnasialen Maturitäten im Kanton Luzern bei gleichzeitig wachsenden Lernendenzahlen auf der Sekundarstufe II lässt für das neue Studienjahr auf Bachelorstufe eine weitere Zunahme von Luzerner Studierenden an den Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen in der Schweiz erwarten. >Bei den Bachelor- und Diplomstudiengängen lag der Frauenanteil im Studienjahr 2006/2007 bei 47,7 Prozent; 2002/2003 hatte er erst 37,0 Prozent erreicht. Hauptgrund für den starken Anstieg sind die Pädagogischen Hochschulen, wo der Frauenanteil meist klar überwiegt (Teilschule Luzern der PHZ: 67,6% im Studienjahr 2006/2007).

    Auf Stufe Weiterbildung - darunter fallen Studiengänge, die zu den eidgenössisch anerkannten Titeln Master of Advanced Studies (MAS) und Executive Master of Business Administration (EMBA) führen - wählten die Luzerner Studierenden hauptsächlich die Fachhochschule Zentralschweiz als Ausbildungsort (255 Studierende; 64,7% der Luzerner Studierenden). An zweiter Stelle folgt die Fachhochschule Nordwestschweiz (49; 12,4%). Bei der Weiterbildung liegt der Frauenanteil bei 21,3 Prozent.

    Wirtschaft und Dienstleistungen vor Lehrkräfteausbildung Luzerner

    Studierende in Master-, Bachelor- und Diplomstudiengängen an Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen wählen am häufigsten den Fachbereich Lehrkräfteausbildung (539 Studierende; 27,1% der Luzerner Studierenden). Im Vorjahr löste er den Fachbereich Wirtschaft und Dienstleistungen (426; 21,4%) an der Spitze ab. Die Ränge 3 und 4 belegen Technik und IT (325; 16,3%) sowie Soziale Arbeit (179; 9,0%). Jeweils noch mehr als 100 Luzerner Studierende wählten ein Fachhochschulstudium in den Bereichen Musik, Theater und andere Künste (169; 8,5%) sowie Architektur, Bau- und Planungswesen (106; 5,3%).

    Bei den Weiterbildungen steht anteilsmässig ganz klar der Fachbereich Wirtschaft und Dienstleistungen an der Spitze; er vereint zwei Drittel der Luzerner Studierenden auf sich. Ebenfalls häufig gewählt werden Weiterbildungen in den Fachbereichen Technik und IT (12,4%) sowie Soziale Arbeit (9,4%).

    Klare Ausrichtung auf die Zentralschweiz

    Knapp die Hälfte (47,2%) der 3'155 Studierenden, die im Studienjahr 2006/2007 an der FHZ einen Master-, Bachelor- oder Diplomstudiengang belegten, hatten ihren gesetzlichen Wohnort vor Studienbeginn in der Zentralschweiz. Nach einzelnen Kantonen betrachtet, stellte Luzern mit 28,0 Prozent den grössten Anteil an den 3'155 Studierenden, vor Zürich (12,2%), Aargau (9,4%), Zug und Bern (je 7,8%) sowie Schwyz (4,4%). 5,6 Prozent der Studierenden wohnten vor Studienbeginn im Ausland.

    Noch deutlicher als die FHZ ist die Teilschule Luzern der PHZ auf die Zentralschweiz ausgerichtet: 667 (85,1%) der insgesamt 784 Studierenden stammten aus den betreffenden Kantonen. Gut die Hälfte wohnte vor Studienbeginn im Kanton Luzern. Von den übrigen Schweizer Kantonen verzeichnete einzig der Aargau ein grösseres Kontingent (42 Studierende; 5,2%).

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