Staatskanzlei Luzern

Fast 1'000 Lernende weniger an der obligatorischen Schule

    Luzern (ots) - Im Kanton Luzern nimmt die Zahl der Kinder und Jugendlichen, welche die obligatorische Schule besuchen, weiterhin ab. Die geburtenstarken Jahrgänge kommen allmählich aus dem Schulalter, geburtenschwächere Jahrgänge rücken nach. Das zeigen die neuesten Zahlen der Schülerinnen- und Schülerstatistik, die das Amt für Statistik des Kantons Luzern erhoben hat.

    48'055 Kinder und Jugendliche besuchen im Schuljahr 2006/2007 im Kanton Luzern die obligatorische Schule. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Schülerinnen und Schüler somit um 958 (-2,0%) verringert. Der Rückgang betrifft den Kindergarten und die Primarstufe. Der Kindergarten zählt 2006/2007 insgesamt 4'645 Kinder - 527 weniger als im Vorjahr. Die Primarstufe verzeichnet mit 27'480 Kindern 708 weniger als 2005/2006. 357 Kinder (+116) besuchen die Basisstufe; sie wird im Kanton Luzern seit dem Schuljahr 2005/2006 als Pilotversuch geführt und verbindet den Kindergarten mit der 1. und 2. Primarklasse zu einer gemeinsamen Stufe. Als Folge der sinkenden Schülerzahlen hat sich die Zahl der Klassenzüge am Kindergarten um 26 und auf Primarstufe um 28 reduziert. Auf der Basisstufe dagegen stieg sie um fünf.

    Nochmals ein leichter Zuwachs auf der Sekundarstufe I

    Auf der Sekundarstufe I erhöhte sich die Zahl der Lernenden im Schuljahr 2006/2007 noch einmal leicht, und zwar um 0,8 Prozent auf 14'639. Gut die Hälfte davon besucht die Sekundarstufe Niveau A und B. Diese beiden Stufen verzeichnen erneut eine geringe Zunahme der Lernenden (+0,9%), während die Zahlen auf Sekundarstufe Niveau C und D stagnieren. Ebenfalls mehr Schülerinnen und Schüler werden an der Unterstufe des Gymnasiums unterrichtet (+2,3%); der Zuwachs basiert zur Hauptsache auf der hohen Zahl neuer Schülerinnen und Schüler in der 1. Klasse des Kurzzeitgymnasiums.

    Grosse Sprachenvielfalt in Kleinklassen und auf Sekundarstufe Niveau D

    Der Anteil fremdsprachiger Kinder auf der obligatorischen Schulstufe variiert je nach Schulart stark. Im Kindergarten ist knapp jedes vierte, in den Regelklassen der Primarschule gut jedes fünfte Kind fremdsprachig. In den Kleinklassen hat jedes zweite Kind eine andere Muttersprache als Deutsch. Noch deutlicher sind die Unterschiede auf der Sekundarstufe I: Dort variiert der Fremdsprachigenanteil zwischen gut 6 Prozent (Unterstufe des Gymnasiums) und knapp 60 Prozent (Sekundarstufe Niveau D).

    Knapp 2 Prozent der Kinder und Jugendlichen auf der obligatorischen Schulstufe (934 Lernende) besuchen 2006/2007 eine Schule mit besonderem Lehrplan. Darunter fallen heilpädagogische und Sprachheilkindergärten, Sonderschulen und Aufnahmeklassen.

    861 Lernende folgen dem obligatorischen Schulunterricht in einer privaten Bildungsinstitution. Der Anteil der Lernenden in privaten Schulen betrug in den vergangenen Jahren jeweils nie mehr als 2 Prozent, im aktuellen Schuljahr liegt er bei 1,8 Prozent.

    Oberstufe des Gymnasiums wächst kräftig

    Auf der Sekundarstufe II - der ersten Phase der nachobligatorischen Ausbildung - stieg die Zahl der Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2006/2007 um 1,9 Prozent auf 19'471. Knapp drei Viertel davon absolvieren eine Berufs- oder Anlehre. 15 Prozent besuchen die Oberstufe des Gymnasiums. Diese verzeichnet wie in den Vorjahren ein kräftiges Wachstum der Lernendenzahlen (+6,9%). Mit 2'924 Jugendlichen wurde der bisherige Höchstwert aus dem Schuljahr 2001/2002, als die gymnasiale Ausbildung noch ein Jahr länger gedauert hatte, deutlich übertroffen. Einen Teil des starken Zuwachses erklärt die Verlagerung der Lehrpersonenausbildung auf die Tertiärstufe und die mit ihr verbundene Auflösung der Lehrerinnenseminare.

    Die Brückenangebote Kanton Luzern, die seit dem Schuljahr 2006/2007 die ehemaligen öffentlichen 10. Schuljahre und die SOS-Brückenangebote unter einem Dach vereinigen, werden von 530 Jugendlichen besucht.

ots Originaltext: Staatskanzlei Luzern
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