Staatskanzlei Luzern

Finanzielle Übergangslösung für die drei grossen Luzerner Kulturinstitutionen

Luzern (ots) - Der Regierungsrat beantragt dem Grossen Rat, für 2008 an die Stiftung Luzerner Theater 10,16 Millionen Franken, an den Trägerverein des Luzerner Sinfonieorchesters 1,48 Millionen Franken sowie an die Kunstgesellschaft Luzern (Trägerverein des Kunstmuseums Luzern) 1,61 Millionen Franken zu bewilligen. Die Subventionsverträge für diese drei grössten und ältesten Luzerner Kulturinstitutionen laufen Ende 2007 aus. Im Rahmen der Finanzreform 08 soll die Finanzierung dieser Kulturinstitutionen künftig als Verbundaufgabe zwischen Kanton und Stadt gesetzlich geregelt werden, wobei der Kanton die Hauptverantwortung tragen soll. Der Kostenanteil des Kantons soll beim Theater und beim Orchester von heute 40 Prozent (2007) auf 50 Prozent im 2008 und anschliessend jährlich um 5 Prozent bis auf 70 Prozent im 2012 erhöht werden. Entsprechend reduziert sich der Kostenanteil der Stadt Luzern von heute 50 Prozent (2007) auf 30 Prozent im Jahr 2012. Die Regionsgemeinden werden künftig von der Mitträgerschaft und Mitfinanzierung entlastet. Zur Finanzierung dieser Kulturinstitutionen sollen der Kanton und die Stadt einen Zweckverband gründen. Neue Trägerschaft ab Januar 2008 Diese neue Trägerschafts- und Finanzierungslösung kann erst nach Inkrafttreten der Finanzreform 08, voraussichtlich am 1. Januar 2008, und nach der beabsichtigten Gründung des Zweckverbandes in der ersten Jahreshälfte 2008 wirksam werden. Für eine sichere Programm- und Budgetplanung der drei professionellen Kulturbetriebe ist dies zu spät. Im Sinne einer Übergangsfinanzierung 2008 soll deshalb der Grosse Rat - parallel zur Behandlung der Finanzreform 08 - die Staatsbeiträge an diese grossen Kulturbetriebe für das Jahr 2008 in der ersten Jahreshälfte 2007 bewilligen. Die Staatsbeiträge werden gegenüber 2007 um gesamthaft 4 Prozent moderat erhöht. Die Beitragserhöhung, die auch nach 2008 gelten soll, soll beim Theater primär für eine Lohnanpassung der tiefen Einkommensklassen, beim Orchester vorrangig für den Ausbau des Orchesters und beim Kunstmuseum vor allem für die Sicherung der Kunstvermittlungsprogramme eingesetzt werden. Die Staatsbeiträge 2008 sollen die Basis für die neuen Subventions- und Leistungsve rträge bilden, welche auf die Spielzeiten 2008/2009 beziehungsweise auf das Ausstellungsjahr 2009 in Kraft treten sollen. Alle drei grossen Kulturbetriebe sind für den gesamten Kanton von Bedeutung. Sie leisten wesentliche Beiträge an die Kultur, Bildung und Lebensqualität unserer Region und tragen den guten Ruf Luzerns als Kulturstadt weit über die Kantonsgrenzen hinaus. ots Originaltext: Staatskanzlei Luzern Internet: www.presseportal.ch Kontakt: Daniel Huber Leiter Kultur- und Jugendförderung im Bildungs- und Kulturdepartement Tel.: +41/79/301'16'13 (erreichbar heute Donnerstag, 22. Februar von 14 bis 15 Uhr)

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