Staatskanzlei Luzern

Bildungskommission befürwortet Modell 3/5 für Fremdsprachen

    Luzern (ots) - Die Fachkommission Erziehung, Bildung und Kultur (EBKK) des Grossen Rates befürwortet das Modell 3/5 für den Fremdsprachenunterricht in der Primarschule. Sie nahm mit deutlichem Mehr Kenntnis vom Planungsbericht des Regierungsrates über den Fremdsprachenunterricht in der Primarschule. Dieser sieht vor, Englisch ab der dritten Primarklasse und Französisch ab der fünften Primarklasse zu unterrichten.

    Die EBKK (Vorsitz Ruth Keller-Haas, FDP, Kriens) liess sich durch die Führung des Bildungs- und Kulturdepartements zum Planungsbericht informieren. Sie hörte dazu weiter Dr. Willi Stadelmann, Direktor der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz, und Otti Gürber, Präsident des Luzerner Lehrerinnen- und Lehrerverbandes, an. Ausführlich diskutierte die Kommission die Frage des teilweisen Sprachunterrichts in Halbklassen und die entsprechenden Auswirkungen auf die Wochenstundentafel 06 sowie auf die finanziellen Belastungen von Kanton und Gemeinden.

    Zusätzliche Lektion für Sprachunterricht gefordert

    Die Kommission beantragt dem Grossen Rat verschiedene Bemerkungen zum Planungsbericht. So sollen nach der sehr deutlichen Mehrheit der EBKK die weiter zur Verfügung stehenden Lektionen in der Wochenstundentafel 06 prioritär für den Fremdsprachenunterricht eingesetzt werden. Zudem fordert die EBKK mit gleicher Deutlichkeit, dass in Klassen ab 20 Schülerinnen und Schüler eine zusätzliche Lektion für den Halbklassenunterricht zur Verfügung stehen soll.

    In zwei weiteren Bemerkungen verlangt die EBKK, dass die Nachqualifikation der Lehrpersonen im Fach Französisch der Stufe C1 des Sprachenportofolios erreichen müsse sowie die Qualität des schriftsprachlichen Ausdrucks im Fach Deutsch gezielt gefördert und verbessert werde.

    Deutlich abgelehnt wurde von der EBKK hingegen der Antrag auf eine Bemerkung, dass je eine Lektion Englisch und Französisch im Halbklassenunterricht erteilt werde, aber nicht zu Lasten jener Lektionen, die für den Halbklassenunterricht vorgesehen sind. Den Antrag auf eine weitere Bemerkung, die kritische Klassengrösse für den Halbklassenunterricht von 19.8 auf 18.0 zu senken, wurde von der EBKK ebenso deutlich abgelehnt.

    Die Beratung des Planungsberichts (B 164) über den Fremdsprachenunterricht in der Primarschule ist für die Grossratsession vom Januar 2007 vorgesehen.

ots Originaltext: Staatskanzlei Luzern
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