Staatskanzlei Luzern

Weggis: Felssicherung in der Horlaui

Luzern (ots) - Um einem Felssturz vorzubeugen, wird in der Horlaui in Weggis eine labile Felsschwarte abgebaut. Die Arbeiten dauern von Mitte September bis Dezember 2006. Für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer auf der Kantonsstrasse sorgt eine Lichtsignalanlage. Die instabile Felsschwarte oberhalb der Kantonsstrasse K 2b Weggis - Vitznau wurde im Jahr 1992 entdeckt. Die vollständig von der Felswand abgelöste Schwarte misst 1'200 Kubikmeter und wiegt 3'100 Tonnen. Würde diese abstürzen, müsste nicht nur mit erheblichen Schäden an der Kantonsstrasse gerechnet werden, sondern auch mit schwerwiegenden Folgen für allfällige Strassenbenützer. Die Situation wird deshalb seit 1992 durch das Strassenispektorat des Kantons Luzern nach einem Messprogramm überwacht. Tatsächlich neigen sich die Felsmassen zunehmend talwärts. Diese Bewegung hat sich seit 2002 ausserordentlich beschleunigt und es droht ein Felssturz. Um dies zu verhindern, wird jetzt der Felsturm kontrolliert abgebaut. Nach dem Studium verschiedener Varianten sieht das Projekt vor, die Felsschwarte von oben nach unten tranchenweise abzutragen. Um Schäden am darunter liegenden Wald zu verhindern, sollen der Felsturm während des Abbaus eingepackt und zum Schutz gegen wegkollernde Einzelsteine temporäre Palisaden errichtet werden. Die Gesamtkosten für das Projekt werden zwischen Bund, Bundesamt für Umwelt und Kanton aufgeteilt. Um bis zum Beginn des Abbaus und während des Abbaus die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten, wurden auf der Kantonsstrasse eine Lichtsignalanlage installiert, die bei unzulässigen Bewegungen der Felsschwarte auf rot stellt, damit keine Fahrzeuge den Gefahrenbereich passieren. In den beiden Häusern am Rand der Gefahrenzone und am Trottoir wurden akustische und optische Alarmanlagen installiert, die es den Hausbewohnern sowie den Fussgängern und Velofahrern ermöglichen, sich bei Gefahr in Sicherheit zu bringen. Bildlegende: Seitenansicht der kritischen Felsschwarte, Blickrichtung Süd. Deutlich sichtbar ist die markante Ablösespalte. (Bild Mengis+Lorenz AG) Anhänge http://www.lu.ch/download/sk/mm_photo/4093_Felssicherung_Horlaui.jpg http://www.lu.ch/download/sk/mm_photo/4093_Felssicherung_Horlaui2.jpg ots Originaltext: Staatskanzlei Luzern Internet: www.presseportal.ch Kontakt: Willi Krummenacher Produktverantwortlicher Strasseninspektorat Dienststelle Verkehr und Infrastruktur Tel.: +41/41/288'91'74 E-Mail: willi.krummenacher@lu.ch

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