Staatskanzlei Luzern

Schülerzahl schrumpft. Luzern liegt im Schweizer Trend.

    Luzern (ots) - Die Zahl der Kinder und Jugendlichen im Kanton Luzern, welche die obligatorische Schule besuchen, nimmt weiterhin ab. Die geburtenstarken Jahrgänge kommen langsam aus dem Schulalter, geburtenschwächere Jahrgänge rücken nach.

    49'461 Kinder und Jugendliche besuchten im Schuljahr 2005/2006 im Kanton Luzern die obligatorische Schule. Das zeigen die neusten Zahlen der Schülerinnen- und Schülerstatistik, die das Amt für Statistik des Kantons Luzern erhoben hat. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der Schülerinnen und Schüler um 1,1 Prozent zurück. Der Rückgang betrifft den Kindergarten und die Primarstufe. Der Kindergarten zählte 2005/2006 insgesamt 5'172 Kinder - 378 weniger als im Vorjahr. 241 Kinder besuchten die Basisstufe, die seit diesem Schuljahr neu als Pilotversuch geführt wird und den Kindergarten mit der ersten und zweiten Primarklasse zu einer gemeinsamen Stufe verbindet. Auf der Primarstufe zählte man 2005/2006 mit 28'327 Kindern 476 weniger als 2004/2005.

    Im interkantonalen Vergleich ist der Rückgang nicht aussergewöhnlich. Nach den Prognosen des Bundesamtes für Statistik (BfS) dürften die Schülerzahlen bis 2014 schweizweit um 14 (Primarstufe) beziehungsweise 11,5 Prozent (Sekundarstufe I) sinken. Für Luzern erwartet das BfS auf der obligatorischen Schulstufe insgesamt sogar eine Abnahme um 20 Prozent.

    Sekundarstufe I mit Zuwachs, Unterstufe des Gymnasiums verliert.

    Auf der Sekundarstufe I erhöhte sich die Zahl der Lernenden im Schuljahr 2005/2006 vorderhand aber nochmals leicht um 1,2 Prozent auf 14'938. Gut die Hälfte davon besuchte die Sekundarstufe Niveau A und B (Sekundarschule), ein Viertel die Sekundarstufe Niveau C (Realschule) und ein Zwanzigstel die Sekundarstufe Niveau D (Werkschule). Die Zahl der Lernenden auf der Unterstufe des Gymnasiums ging dagegen leicht zurück auf 2'554; weniger Lernende wurden vor allem in den ersten beiden Klassen des Langzeitgymnasiums gezählt. Der Rückgang steht im Zusammenhang mit dem weiteren Ausbau des Kurzzeitgymnasiums und teilweise auch mit der Einführung der Sekundarstufe Niveau A.

    In Kleinklassen ist jedes zweite Kind fremdsprachig.

    Je nach Schulart variiert der Anteil der fremdsprachigen Kinder auf der obligatorischen Schulstufe stark. Im Kindergarten und in den Regelklassen der Primarschule ist gut jedes fünfte Kind fremdsprachig, in den Kleinklassen knapp jedes zweite. Noch deutlicher sind die Unterschiede auf der Sekundarstufe I. Hier variiert der Fremdsprachigenanteil von 6 Prozent (Unterstufe des Gymnasiums) bis knapp 60 Prozent (Sekundarstufe Niveau D/ Werkklasse).

    Knapp 2 Prozent der Kinder und Jugendlichen auf der obligatorischen Schulstufe (922 Lernende) besuchten 2005/2006 eine Schule mit besonderem Lehrplan. Darunter fallen Sonderschulen, Aufnahmeklassen und Integrationskurse. 863 Lernende folgten dem Unterricht in einer privaten Bildungsinstitution. Der Anteil der Lernenden in privaten Schulen belief sich in den vergangenen Jahren jeweils nie höher als 2 Prozent, im aktuellen Schuljahr lag er bei 1,7 Prozent.

    Oberstufe des Gymnasiums wächst kräftig.

    Auf der Sekundarstufe II - der ersten Phase der nachobligatorischen Ausbildung - stieg die Zahl der Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2005/2006 um 0,5 Prozent auf 18'663. Knapp 76 Prozent davon machten eine Berufs- oder Anlehre, 15 Prozent besuchten die Oberstufe des Gymnasiums, die übrigen absolvierten entweder die Fach- oder Wirtschaftsmittelschule oder waren Teil der letzten Klassenzüge der Lehrerseminare. Die Zahl der Studierenden an der Oberstufe des Gymnasiums wuchs wiederum kräftig (+6,4%). Grossen Anklang finden auch die Berufsmaturitätsschulen. 1'475 Jugendliche (+2,1%) bereiteten sich hauptsächlich lehrbegleitend auf die Berufsmatura vor.

    Im Anhang finden Sie eine tabellarische Übersicht der Schülerzahlen, unterteilt nach Obligatorischen Schulen und Sekundarstufe II.

ots Originaltext: Staatskanzlei Luzern
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