Staatskanzlei Luzern

Dolmetschdienst Zentralschweiz

    Luzern (ots) - Auf den 1. Januar 2006 wurde der Dolmetschdienst Zentralschweiz eingerichtet. Das Bundesamt für Migration und die Kantone Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Zug haben die Caritas Luzern mit der Führung einer Vermittlungsstelle für Dolmetschende beauftragt. Der Bund und die Zentralschweizer Kantone tragen je zur Hälfte die Strukturkosten des Dolmetschdienstes. Mit diesem Entscheid haben sich die Kantone für gleiche Anstellungsbedingungen, für Übersetzungsqualität und für eine einheitliche Tarif- und Honorarregelung ausgesprochen. Damit wird ein erfreuliches Zeichen für die regionale Zusammenarbeit in der Integrationsförderung gesetzt.

    Durch die Zusammenarbeit mit qualifizierten Dolmetschenden soll die Verständigung in komplexen und belastenden Situationen der Bereiche Bildung, Gesundheit und Soziales mit Zugewanderten ermöglicht werden, welche unsere Landessprache noch zu wenig beherrschen. Der Dolmetschdienst kann nach Bedarf auch für Anliegen der Verwaltung eingesetzt werden.

    Der Dolmetschdienst Zentralschweiz (siehe auch www.dolmetschdienst.ch) bringt verschiedene Vorteile: Der Tarif von Fr. 55.-/Stunde ist preiswert. Die Spesen sind kalkulierbar und transparent (Im Kanton Luzern Fr. 22.-/Einsatz; in den übrigen Kantonen Fr. 30.-/Einsatz).

    Die ganze Administration von der Suche nach Dolmetschern und Dolmetscherinnen bis zur Lohnauszahlung übernimmt der Dolmetschdienst Zentralschweiz von Caritas Luzern. Er vermittelt in der Regel zertifizierte Dolmetschende, die auf ihren Berufskodex verpflichtet und für ihre Aufgabe qualifiziert sind.

    Im Pool des Dolmetschdiensts Zentralschweiz stehen rund 120 Dolmetscherinnen und Dolmetscher für mehr als vierzig Sprachen zur Verfügung. Die Dolmetschenden haben selber einen umfassenden Integrationsweg hinter sich. Um ihre Rolle als Dolmetschende ausüben zu können, müssen sie die eigene Migrationserfahrung reflektiert haben. Sie kennen sich im Gesundheitssystem, im Sozialwesen und in der Bildung aus. Sie sind Schlüsselpersonen weit über ihren offiziellen Einsatz als Dolmetschende hinaus und sind meistens auch in ihrem privaten Umfeld Vermittelnde zwischen ihren Landsleuten und der Aufnahmegesellschaft.

    Im Kanton Luzern bringt die neue Lösung für den Schulbereich die grösste Veränderung. Bisher hat die FABIA (Fachstelle für die Beratung und Integration von Ausländerinnen und Ausländern, Luzern) Dolmetschende für die Schulen vermittelt. Mit dem neu geschaffenen Dolmetschdienst Zentralschweiz von Caritas Luzern werden die Anstellungsbedingungen harmonisiert und der gewachsenen Qualität angepasst. Dabei arbeitet die Vermittlungsstelle mit der FABIA zusammen, um eine optimale Vernetzung zu gewährleisten.

    Dem Thema "Dolmetschen" ist auch die nächste "Plattform Integration" gewidmet. Die Koordinationsstelle für Ausländerfragen und Integrationspolitik des Kantons Luzern führt diese Informationsveranstaltung unter dem Titel "Verständigung ermöglichen - Der Einsatz von Dolmetschenden in den Bereichen Gesundheit, Soziales und Bildung" durch. Sie findet statt am Donnerstag, 16. Februar 2006, von 17.00 bis 19.30 Uhr im Paulusheim, Moosmattstrasse 4, Luzern.

ots Originaltext: Staatskanzlei Luzern
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Kontakt:
Hansjörg Vogel
Auskünfte und Unterlagen
Koordinationsstelle für Ausländerfragen und Integrationspolitik des
Kantons Luzern, Bahnhofstrasse 15
6002 Luzern
Tel. +41/(0)41/228'61'77
E-Mail: hansjoerg.vogel@lu.ch



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