Staatskanzlei Luzern

Erster Schweizer Ultraschallkurs für Narkoseärzte am KSSW Wolhusen

    Luzern (ots) - Am am KSSW in Wolhusen wurde ein zweitägiges Symposium für Narkoseärztinnen und -ärzte durchgeführt. Das Thema der Veranstaltung, der Einsatz des Ultraschallgerätes in der Anästhesie und Schmerztherapie, stiess auf reges Interesse.

  Als Referenten des Symposiums konnten drei fachkundige Mitglieder einer österreichischen Arbeitsgruppe, die weltweit führend im Bereich der Erforschung der ultraschallgesteuerten Nervenblockaden ist, gewonnen werden.

    Zum ersten Mal in der Schweiz wurde ein ganztägiger Ultraschallkurs für Anästhesisten durchgeführt. Der Workshop mit praktischen Übungen an Freiwilligen der Sekundarschule Wolhusen und der Kantonsschule Willisau war bereits wenige Tage nach der Ausschreibung restlos ausgebucht. Dank Entgegenkommen verschiedener medizin-technischer Firmen konnten die Organisatoren 16 hochauflösende Ultraschallgeräte der neuesten Generation in den Kursräumen des Spitals bereitstellen, sodass alle Teilnehmer unter fachkundiger Anleitung den Umgang mit den Geräten intensiv üben konnten.

    Ultraschallgeräte werden seit Jahren in der medizinischen Diagnostik eingesetzt, so z.B. um die Herzfunktion zu beurteilen oder auch um die Bauchorgane darzustellen. Dank technischer Fortschritte in Elektronik und Software können mit der neuesten Generation der Ultraschallgeräte auch Nerven, die häufig relativ oberflächlich liegen und klein sind, mit ausreichender Auflösung dargestellt werden. So ist die Idee nahe liegend den Ultraschall in Zukunft auch bei der Durchführung von Teilnarkosen einzusetzen um die Nerven noch gezielter und sicherer zu betäuben.

    Dr. Christian Schönholzer, Leitender Arzt Anästhesie am KSSW Wolhusen und Organisator der Fortbildung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Anästhesie des Inselspitals Bern:

    "Erstmals sehen wir die Strukturen, die wir betäuben wollen. Mit der ultraschallgesteuerten Nervenblockade können wir in Zukunft auch kleine Nerven mit Präzision aufsuchen und gezielt mit einer hohen Erfolgsrate betäuben. Die Gefahr von Verletzungen z.B. von benachbarten Strukturen wie Gefässen oder Lungenfell kann noch weiter minimiert werden. Ich bin fest davon überzeugt, dass sich der Ultraschall in Zukunft auch in der Anästhesie und der Schmerztherapie etablieren wird."

ots Originaltext: Staatskanzlei Luzern
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Kontakt
Dr. med. Stefan Zbinden
Chefarzt Anästhesiologie
Leiter Spezialgebiete
Tel.: +41/41/492'82'82
E-Mail:  stefan.zbinden@kssw.ch

Dr. med. Christian Schönholzer, Leitender Arzt
Tel.: +41/41/492'82'82
E-Mail: christian.schönholzer@kssw.ch



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